span(n)end:HAG

ummiQ

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05. Nov. 2013
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51
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Brigachtal
Salve Foraner,
hab' soeben meinen G/S-Achsantrieb"überholt"...(ürsprünglich war's nur ein Reifenwechsel...:sabber:)
...richtig gute Hilfe, die-ganz nebenbei- natürliche Ängste im Vorfeld mildert, bietet ein Artikel in Oldtimer-Markt 09/2009(Verfasser:die Boxer-Enthusies von Himmelheber und Fruhner...:applaus:)...
Was mich in dem Zusammenhang interessiert: Wieviel Späne an der magnetischen Ablassschraube sind 'normal'??? Bei mir ergibt sich nach erneutem Öffnen nach Probefahrt,(rund 250KM)ein recht dichter Stahlabrieb-Belag am Magneten-ohne erkennbaren Verschleiß an(neuen...)Lagern und/oder Triebling/Tellerradverzahnung...
...bitte mit Bedacht antworten- der Herr wie's Gscherr sind etwas älter und damit leicht feinnervig...))):!
...und Dank dafür!!!
 
Hallo Bernd,
das ist ja interessant. Hier hört man immer, dass das eine ganz schwierige Angelegenheit sei. Daher meine Frage, ob Du den Artikel, oder einen Link dahin, hier einstellen könntest. Verm. ist der Artikel geschützt, so dass man erst die Genehmigung von H.u.F. einholen müsste, sonst wird er von den Admin`s gelöscht.
Nächste Frage, welche Teile hast Du erneuert und geht das ohne Spezialwerkzeug? Was war denn der Grund für eine Überholung? Ich befürchte dass das an meiner ST auch mal fällig wird, da ich seit März einen SW drann habe und die Belastung erheblich ist.
Zu Deiner Frage kann ich leider nichts beisteuern.

Gruß Egon
 
... Wieviel Späne an der magnetischen Ablassschraube sind 'normal'??? ...

Gar keine!
Jedenfalls wenn du Späne so definierst wie ich. ;)

Wenn du den "Brei" an der Ablassschraube zwischen den Fingern verreibst, darf nichts Körniges spürbar sein. Er darf sich nur mehlig anfühlen, das ist normal.
Sind jedoch Späne oder Körnchen spürbar, ist Handlungsbedarf.
 
Wenn nur die Lager neu sind und ich nach 250 km viel Abrieb an der Magnetschraube finden würde, dann würde ich vermutlich schauen, was ich falsch gemacht habe :D
Hörst Du evtl. unter Last ein Heulen?
 
Da stimmt unter Garantie das Tragbild nicht...bei einem bereits gelaufenen Radsatz sollte es nach dieser beschränkten Laufzeit noch keine merklichen Verschleißreste geben.
Bei einem neuen Radsatz wäre ein solcher "Dreck" normal, obwohl die Sätze feingeläppt sind.

Die Zahnzahl der Paarung hat keinen gemeinsamen Teiler, ergo kann man auch keinen Kämmfehler produzieren.
 
...das ging aber hurtig-und ich sach noch: saaaachte...
...also den Artikel kann ich nicht weiter verlinken, kopieren, blah blah, aber Tenor daraus ist: die Arbeiten sind machbar, mit wenig Spezialwerkzeug(aber,-meine Erfahrung-unabdingbar: Fingerspitzen und Basiswissen...)-eigentlich nur den Nutschlüssel für den Ritzel-Lagerdeckel(neben Drehmo bis 180Nm und Stecknuss und...).
Folgender Ablauf:
zuerst Zahnflankenspiel(wird eingestellt durch Messingscheibe am kleinen Tellerradstumpf)
dann Tragbild(Einstellung über Distanzscheibe unter dem großen Kegelradlager(Doppelkugellager mit geteilten Innnenlagerschalen),
zuletzt das Axialspiel H-Rad(Einstellen durch dünne Beilagscheiben unter dem großen Tellerradlager)...
...ok, Michael: keine"Späne" natürlich(leg doch nicht alles gleich Goldwaage...), sondern 'Metallabrieb'...
...und tatsächlich,hubi, es heult(und kommt ziemlich sicher vom gerade montierten Mitas E07...)...
...und ja, Wolfo: ich sach noch....-aber Du könntest recht haben(aber an der Stelle von mir-erst Mal-nicht bekommen...): die Arbeiten sind wirklich nicht leicht zu machen, gerade beim 'ersten Mal' und gerade die Tragbildkontrolle(bei mir waren deutlich unbelastete Stellen am großen und kleinen Durchmesser des Trieblings zu sehn-aus meiner Sicht also in Ordnung, aber....)
...danke an alle-und gerne weitere Zugaben: oder ist hier etwa schon alles gesagt...???
 
Hast du beim Tellerrad die Mitnehmerverzahnung getauscht (tauschen lassen) ?
Das ist alles andere als trivial, mehr ein Glückspiel, ob der neue Zapfen zum Tellerrad läuft...
 
ähm:Nein, nein-nur das große Tellerradlager und die beiden Ritzellager...
...der Antrieb hat 230000KM und lief eigentlich unauffällig-einzig das recht üppige H-Rad-Kippspiel hat mich zu den geschilderten Aktionen getrieben...
...dabei war der Trieblingslagerwechsel erst mal gar nicht vorgesehen(obwohl nach der Laufleistung sicher dringlich...), aber nach dem Metallabrieb suchte ich nach Gründen- und wurde(...vermeintlich...)fündig: das Ritzel hatte mächtig Spiel...!
...ich dachte: Lagerschaden!
...und es war(mir sitzt der Schreck noch immer...): eine nahezu lose Ritzelmutter(ich schwöre: da war ich noch nie dran!!!)!-am liebsten würde ich an der Stelle an alle appelieren, die mal zu prüfen...!!!
 
...mein freundlicher, bei dem ich den Nutschlüssel, den Kuko, die Montageplatte(ich sag ja: kaum Spezialwerkzeug nötig...), hat diese Arbeiten erst wenige Male machen müssen-und kein Haltewerkzeug auf die Kardanmitnehmer-Verzahnung: und deshalb geraten, die Mutter bei eingebautem und blokiertem Tellerrad(z.B. mittels langem Rohrstück zwischen den Radbolzen...) zu lösen/anzuziehen-und so geschah es(na ja:fast...in der Aufnahmeplatte war ein Bohrung; in die wurde ein Rundstahl gesteckt, der wiederrum zwischen den Radbolzen den Antrieb dann blockierte...)
...darf ich(zumal bei der großen Anteilnahme!!!) allen einen schönen Abend wünschen...???!!!!
 
Halo Bernd,

ich will es mal vorsichtig so sagen: Ohne es jemals gemacht oder gesehen zu haben oder jemanden, der es kann, dabei zu haben, die Königsdisziplin der Palloid verzahnten Kegelradtriebeinstellung zu versuchen, ist wie Lotto spielen. Wenn dann noch untaugliches Werkzeug dazu kommt....

So etwas kann mann nicht aus einer Anleitung lernen. Such Dir fachkundige Hilfe. Vielleicht kennst Du ja jemanden der Winkelfräskopfe repariert oder einen Getriebe Werkstatt und läßt es Dir zeigen.

Viel Erfolg, Sucky
 
n'Abend Sucky.
Du hast(...natürlich...)Recht: Um z.B.das Zahnflankenspiel ohne Meßzeuge beurteilen zu können, braucht's Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung...
...die ich zugegeben nicht habe: in meinem Fall ergab sich die Situation, daß beim vollständigen(...!!!!...)einmal rum des Tellerrades überall in etwa gleiches 'Zahnflankenspiel'(und eher etwas zu großes...) herrschte,-aber an einer Stelle nahe null(nicht fühlbar...)...
...und wie bei der Beurteilung des Kettendurchhangs(man möge die Einbringung dieses Begriffs an der Stelle verzeihn!)muß man(n)sich dann nach genau der Stelle richten...
...bis auf geschilderten(leichten...) Metallabrieb kann ich aber nichts entdecken, was für den Moment-und auch auf längere Sicht-meine Distanzbemühungen sabotiert...!!!
...trotz Deiner Einlassungen werde ich also(naja-wahrscheinlich...)gut schlafen- und gut fahren!
...allen eine gute Nacht!
 
Hallo Ummiq,

meine G/S hatte vor Jahren auch eine lose Kegelradverschaubung, weshalb dann auch Öl zwischen Hinterradantrieb und Schwinge herumgepumpt wurde. Leider war das Gewinde bereits zerstört, und ich ersetzte das HAG.

Zur genauen Distanzierung: Anfang der 90er Jahre habe ich Daas HAG meiner 69S wegen Inkontinenz mit neuen Simmerringen versehen. Dabei fand ich eine leicht kariöse Verzahnung vor. Das HAG lief damals ruhig, es waren keine Späne im Öl. Das Tragbild lag zu weit innen und der Kariesbefund war ausschließlich auf der Innenseite. Seinerzeit habe ich das Tragbild etwas weiter nach aussen ausdistanziert. Resultat: Das HAG singt seitdem etwas im Schiebebetrieb, aber es hält seit weit über 50000Km.

Fazit:
- Auch im Werk muss nicht alles Perfekt distanziert worden sein (wenn die schon die Schrauben nicht richtig anziehen)
- das HAG ist robust genug gewisse Toleranzen im Tragbild zu verkraften.
- lass Dich nicht narrisch machen. Für das Spiel mit dem HAG braucht es vor allem Zeit, die kann und will heute keiner mehr bezahlen, weshalb auch die meisten Profis nicht viel Übung damit haben.

Axel
 
Auch ich rate dringend dazu Arbeiten am HAG nur von einem Spezialisten, so wie der Patrick Elefantentreiber zB. :D, machen zu lassen wenn man selber keine Erfahrung damit hat.

Man(n) muss sich sehr wohl davon bewusst sein, was passiert wenn das HAG wegen unfachmännischer Reparatur plötzlich blockiert :entsetzten:, dann braucht man zumindest einen sehr guten und schnellen Schutzengel!

Jeder darf natürlich selbst entscheiden was er will, ich konnte mir bloß nicht verkneifen das nicht zu schreiben.

Grüße, Ton :wink1:
 
n'Abend Sucky.
Du hast(...natürlich...)Recht: Um z.B.das Zahnflankenspiel ohne Meßzeuge beurteilen zu können, braucht's Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung...
...die ich zugegeben nicht habe: in meinem Fall ergab sich die Situation, daß beim vollständigen(...!!!!...)einmal rum des Tellerrades überall in etwa gleiches 'Zahnflankenspiel'(und eher etwas zu großes...) herrschte,-aber an einer Stelle nahe null(nicht fühlbar...)...
...und wie bei der Beurteilung des Kettendurchhangs(man möge die Einbringung dieses Begriffs an der Stelle verzeihn!)muß man(n)sich dann nach genau der Stelle richten...
...bis auf geschilderten(leichten...) Metallabrieb kann ich aber nichts entdecken, was für den Moment-und auch auf längere Sicht-meine Distanzbemühungen sabotiert...!!!
...trotz Deiner Einlassungen werde ich also(naja-wahrscheinlich...)gut schlafen- und gut fahren!

...allen eine gute Nacht!

Das mag schon sein, das Du ruhig schläfst, fragt sich nur wie lange. Der Konstrukteur hat sich nämlich etwas dabei gedacht, daß er diese Form des Kegeltriebes gewählt hat. Der erste ist Geräuscharmut durch einen sanften Eingriff der Verzahnung beim Abwälzen. Der Zweite ist bei kleiner Bauhöhe eine hohe Kraftübertagung duch eine lange Überdeckung. Der wichtigste ist, daß man eine Spielfreiheit erzielen kann, so das es bei Lastwechseln kein Klappern gibt. Klappern bedeutet, es gibt Schläge von einer Oberfläche auf die andere. Dies bedeutet erhöhten Verschleiß an Lagern und Zahnflanken.

Aber es heißt nicht umsonst, daß man Lehrgeld bezahlen muß.

Gruß, Sucky
 
Hallo,

im Prinzip ist eine Reparatur kein Hexenwerk. Nach WHB vorgehen und darauf achten, daß das Tragbild nicht innen läuft. Wenn schon dann mehr nach außen. P1010781.JPG

Die HAG mit dem Tragbild innen bekommen einfach schnelle Karies.
P1010190a.jpg

Gruß
Walter
 
Hallo,

im Prinzip ist eine Reparatur kein Hexenwerk. Nach WHB vorgehen und darauf achten, daß das Tragbild nicht innen läuft. Wenn schon dann mehr nach außen.

Die HAG mit dem Tragbild innen bekommen einfach schnelle Karies.


Gruß
Walter

Hallo,

Hubi ist weit weg und läuft trotzdem zur Hochform auf. An einem HAG was zu machen ist nicht einfach, erfordert spezielles Werkzeug und für den Monteur kann es zu einem Nervenzusammenbruch führen. Ist mir selbst schon passiert.

Gruß
Walter

:lautlachen1:
 
Es ist wie bei Radio Eriwan. Im Prinzip ist es einfach aber....

Es fängt schon damit an, wie und womit tuschiere ich richtig? Wenn das geklappt hat, wie interpretiere ich das, was ich da sehe? Voraussetzung ist , daß ich überhaupt etwas sehe. Viele Menschen sind nicht in der Lage überhaupt ein Tuschierbild oder dessen für den Fachmann eindeutigen Nuancen zu erkennen. In der Realität sieht vieles anders aus als auf nachgearbeiteten Fotos.

Viele fühlen sich berufen, nur wenige sind ausgebildet.

Frohes Schaffen, Sucky
 
Hallo,

in Prinzip ist es nicht so kompliziert. Nur bei einer Fehler stand ich einmal vor einen Nervenzusammenbruch. Der Lagerring vom Kegelrad hatte sich verkantet beim herausziehen um die Distanzscheiben zu korrigieren. Dazu muß man wissen das Gehäuse und das Lager hat eine Temperatur von 120°C zu diesem Zeitpunkt. Stundenlang habe ich versucht den Ring herauszuziehen. Dann habe ich eine Vorrichtung gebaut um den Ring herauszunehmen.
P1010462a.jpg

Gruß
Walter
 
n'Abend in die Runde,
...möchte nochmal allen Beteiligten meinen Dank sagen!!!)(-:
Auch den Mahnern unter Euch, vor allem Sucky-und denen sei gesagt, daß auch nach weiteren 300KM keine Auffälligkeiten von hinten zu verzeichnen sind!

...womit ich aber trotzdem keinen ermutigen möchte, diese anspruchsvolle Arbeit in Eigenregie zu versuchen(Oldtimer Markt 09/2009 ist offensichtlich noch lieferbar...;))!
...ich hatte nur einfach den Ehrgeiz(und gegenüber der meiner werkstattscheuen Q die Verpflichtung...), dieses Abenteuer zu wagen(ihr wisst: nur wer wagt...ähm:...ja,gut:könnte auch verlieren-ich weiß Sucky...:oberl:)

... allen allzeit 'Freude am Fahrn'(...hat BMW an dem Slogan Rechte?-ich laß sicherheitshalber ein "e" weg...!)
...Ummi
 
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