Stehbolzen für die Hutmutter eingeklebt?

BMW190457

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31. Mai 2013
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Zwiesel
Hallo miteinander!
Das Gewinde des linken Stehbolzen der Hutmutter ist an der Hutmutter vernudelt. Hutmutter dreht durch. Der Bolzen sitzt aber im Zylinderkopf fest. Daher folgende Fragen:

1. Hilft das Nachschneiden des Gewindes?
2. Oder hilft schon eine neue Hutmutter (wobei das Innengewinde gut aussieht, so weit ich es beurteilen kann)?
3. Wenn der Bolzen ausgetauscht werden muss, ist der eingeklebt?

Für hilfreiche Antworten besten Dank im Voraus.

Servus
Jürgen
 
... 1. Hilft das Nachschneiden des Gewindes? ...
Hallo Jürgen,

das Nachschneiden würde ich als Erstes versuchen. Ist m.W. ein normales M8-Gewinde.

Wenn das Gewinde im Kopf noch i.O. ist, kann man den Stehbolzen ja auch ohne Probleme erneuern.
Ob BMW den Bolzen einklebt weiß ich nicht. Aber andere Mitleser wissen das bestimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab meine durch eine entsprechend abgelängte Gewindestange ersetzt und von hinten gekontert. Hält mittlerweile 9 Jahre.
 
Ich würde den Stehbolzen nach schneiden und schauen ob das Gewinde noch zu gebrauchen ist. Eine neue Hutmutter nehmen. Die braucht man am Kopfdeckel sowieso nicht mit Gewalt anzuziehen.
Wenn der Bolzen nicht mehr zu gebrauchen ist, um den Kopf um den Bolzen etwas erwärmen und rausdrehen. Einen neuen eindrehen. Wenn das Gewinde im Kopf nicht mehr gut ist, kann man einen Helicoil Gewindeeinsatz eindrehen und den Bolzen mit Schraubensicherung hochfesten sichern.
 
...

1. Hilft das Nachschneiden des Gewindes?
2. Oder hilft schon eine neue Hutmutter (wobei das Innengewinde gut aussieht, so weit ich es beurteilen kann)?
...

Servus
Jürgen

Hallo Jürgen,

die Frage ist schwer zu beantworten, vielleicht hätte ein Bild des Stehbolzens geholfen. Bei einer defekten Schraubverbindung werden meist beide Beteiligte beschädigt, also im Zweifel beides neu. Der Stehbolzen ist meiner Meinung nach nicht eingeklebt, aber zum Rausdrehen des defekten Teils ist Anwärmen immer eine gute Idee. Solange du den Ventildeckel noch montieren kannst, ggf. die Hutmutter für eine letzte Montage etwas deformieren, klappt das Anwärmen sehr gut mit 15 Minuten durch die Gegend fahren ;).
 
Hi,
vielen Dank für die schnellen Antworten und Tipps.
Beim Anziehen der Hutmutter habe ich mich immer an den empfohlenen Drehmoment von 24 Nm -4 gehalten. Die -4 einfach nur um sicher zu gehen. Dicht war es allemal. Einmal im Jahr muss ich da ran um das Ventilspiel zu prüfen. Die R100R ist jetzt 30 Jahre alt. Ich besitze sie seit 10 Jahren.

@Wolfram2, R75
Ich werde das Nachschneiden mal zusammen mit einer neuen Hutmutter probieren. In dem Fall kann ich nur gewinnen.

@Jenzi
Mein Problem liegt an der Spitze des Stehbolzen. Da wo die Hutmutter sitzt. Daher nutzt Helicol in dem Fall nichts. Trotzdem danke für's Mitdenken.

@BlueThunder, @Racoon, @Tam92
Ein neuer Stehbolzen plus neue Hutmutter wäre wohl die sauberste Lösung. Ich bestelle mal die Teile. Kosten ja nicht die Welt.

Wenn ich's fertig habe werde ich berichten.

Servus derweil
Jürgen
 
Der "neue" Stehbolzen wird zum Kontern zu kurz sein. Einfach eine entsprechende Gewindestange so abhängen, dass sie die Kontermutter noch aufnehmen kann.
 
Hi,
ja, ich tendiere auch zu der Serienlösung. Der Vorschlag von Blue Thunder ist, zumindest für mich, mit einem größeren Aufwand verbunden. Wenn ich das richtig verstehe muss für diese Lösung der Zylinderkopf runter. Da der Stehbolzen für die Hutmutter fest sitzt, bevorzuge ich den Zylinderkopf unberührt zu lassen.

Servus
Jürgen
 
Hallo

Meine 90 er hat diese Reparatur auch hinter sich. Vor 23 Jahren war das.
Nun Gewinde am Bolzen und in der Hutmutter nachschneiden hat nicht lange gehalten. M8 sind das ja.
Hab dann eine VA Gewindestange anstelle des Bolzens eingesetzt und mit Loctite 2701 eingeklebt.
Hält bis heute.

Den alten Bolzen bekommt man raus wenn man 2 M8 Muttern gegenkontert (Wo halt das Gewinde noch gut ist) und am Zylinderkopf entsprechende Stelle mit dem Föhn anwärmt.
Dann ein paar entsprechend dosierte Axiale Schläge auf den Bolzen und dabei den Bolzen versuchen zu drehen mit dem Ringschlüssel.
Das geht schon irgendwann. Nur mit dem axialen Schlagen auf den Bolzen, nicht Vollgas sondern entsprechend dosiert.

Anstelle Loctite 2701 kann man auch Weicon Kaltmetall 2K Kleber verwenden. Der hält bis 150 Grad Temperatur aus.
 
Hi,
ja, ich tendiere auch zu der Serienlösung. Der Vorschlag von Blue Thunder ist, zumindest für mich, mit einem größeren Aufwand verbunden. Wenn ich das richtig verstehe muss für diese Lösung der Zylinderkopf runter. Da der Stehbolzen für die Hutmutter fest sitzt, bevorzuge ich den Zylinderkopf unberührt zu lassen.

Servus
Jürgen

Nein! Nur der Ventildeckel und dann mit spitzen Fingern. Zusätzlich mit Schraubensicherung verkleben ist optional.
 
Hallo

Meine 90 er hat diese Reparatur auch hinter sich. Vor 23 Jahren war das.
Nun Gewinde am Bolzen und in der Hutmutter nachschneiden hat nicht lange gehalten. M8 sind das ja.
Hab dann eine VA Gewindestange anstelle des Bolzens eingesetzt und mit Loctite 2701 eingeklebt.
Hält bis heute.

Den alten Bolzen bekommt man raus wenn man 2 M8 Muttern gegenkontert (Wo halt das Gewinde noch gut ist) und am Zylinderkopf entsprechende Stelle mit dem Föhn anwärmt.
Dann ein paar entsprechend dosierte Axiale Schläge auf den Bolzen und dabei den Bolzen versuchen zu drehen mit dem Ringschlüssel.
Das geht schon irgendwann. Nur mit dem axialen Schlagen auf den Bolzen, nicht Vollgas sondern entsprechend dosiert.

Anstelle Loctite 2701 kann man auch Weicon Kaltmetall 2K Kleber verwenden. Der hält bis 150 Grad Temperatur aus.
Hi Dieter,
danke dir für die "Anleitung".

Servus
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Reparatur gehört zur einfachen Sorte!
 
Manche setzen Buchsen oder machen das mit Helicoil.
Ich habe ALLE Boxer mitlerweile auf die rustikale Art instandgesetzt: längere Schraube mit durchgehendem Gewinde vom Kopf befreien, eine etwas befeilte M8er Mutter hinten anhalten und den Stehbolzen eindrehen, bis er in der Mutter ist. Das hält, und zwar so zuverlässig und gut, dass ich Instandsetzer darauf hinweise, da bloß nichts zu verändern!
Man hat die Materialpaarung Stahl/Stahl, und die Mutter kann nicht durchgezogen werden, was auch auf weiten Reisen für unbedingtes Vertrauen in diese Konstruktion sorgt.
Den Tipp hatte ich damals von Meister Fleige in der BMW-Nila-Stuttgart bekommen, als mir einen Tag vor einer Norwegenreise der Stehbolzen entgegenkam...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Wolfram,
warte noch auf die Teile. Nächste Woche mache ich mich dann dran. Werde berichten.
Schönes Wochenende!
Jürgen
 
... Ich habe ALLE Boxer mitlerweile auf die rustikale Art instandgesetzt: längere Schraube mit durchgehendem Gewinde vom Kopf befreien, eine etwas befeilte M8er Mutter hinten anhalten und den Stehbolzen eindrehen, bis er in der Mutter ist. Das hält, und zwar so zuverlässig und gut, dass ich Instandsetzer darauf hinweise, da bloß nichts zu verändern!
Man hat die Materialpaarung Stahl/Stahl, und die Mutter kann nicht durchgezogen werden, was auch auf weiten Reisen für unbedingtes Vertauen in diese Konstruktion sorgt.
Den Tipp hatte ich damals von Meister Fleige in der BMW-Nila-Stuttgart bekommen, als mir einen Tag vor einer Norwegenreise der Stehbolzen entgegenkam...
Hallo Strichzwojan,
sollte die konventionelle Methode nicht funktionieren, so werde ich auf die "rustikale" Art zurückgreifen.

Servus
Jürgen
 
Die Lösung mit der hinterlegten Mutter ist allen anderen mechanisch klar überlegen. Allein das Bewusstsein, von dieser Stelle nie wieder belästigt zu werden, ist unbezahlbar. Der Stehbolzen kann mit Loctite in die Mutter eingesetzt werden, muss aber nicht. Das korrodiert unter der Einwirkung von Hitze und Straßendreck zusammen, ist aber jederzeit lösbar! Man muss schon sehr genau hinsehen, um die Mutter zu entdecken. Das geht eigentlich nur bei abgenommenem Kerzenstecker.

Stehbolzenmutteru1MB.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
nachdem ich heute alle Teile beieinander hatte, habe ich mich dran gemacht. Der alte Stehbolzen ging nach Erwärmung relativ einfach raus. Am Ende des Stehbolzen habe ich dann Gewindesprialen gefunden. Entweder ein Einsatz oder das Originale Gewinde (siehe Bild).
Aufgrund dessen habe ich mich für die rustikale Variante entschieden. Eine M8 Mutter passend gefeilt. Eine M8 Gewindestange passend geschnitten.
Dann die Gewindestange ohne Loktite ein Stück eingedreht. Nur um zu testen ob das Gewinde greift. Tat es. Dann wieder raus und mit Loktite 2701 (hochfest) eingedreht. Die geschliffene Mutter drauf zu bekommen war schon eine Geduldsarbeit. Hat nach ein paar Versuchen dann funktioniert. Da ich nun keine "Frauenarzthände" habe, half ein passender Holzstab, mit dem ich von unten die Mutter in die richtige Position bringen konnte.

Jetzt lasse ich mal alles aushärten und dann kommt der Ventildeckel mit neuer Beilagscheibe und Hutmutter drauf. Das sollte es dann gewesen sein.

Danke für eure Beiträge und Unterstützung!

Servus
Jürgen

IMG_9199.jpeg
 
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