Stetig steigender Kraftstoffverbrauch

Vix_Noelopan

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13. Jan. 2012
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Bad Mergentheim
Hallo,

seit dem letzten Sommer gewöhnt sich mein Mopped das Saufen an. Es ist, wie Ihr vielleicht wisst, eine vor knapp drei Jahren von Fa. Kuhglocke Motorsport gepimpte R 80 RT. Bis zu Beginn der letzten Saison machte das Mopped richtig Spaß und verbrauchte mit 5,2 - 5,5 l/100 km im Alltagsbetrieb nicht mal üppig viel. Im heißen Sommer stiegt der Verbrauch dann beständig auf über 5,5 l/100 km, was ich zunächst auf verdunstenden Sprit des in der Sonne abgestellten Kratt schob (es ist yukonblau und damit recht dunkel lackert). Dieses Jahr jedoch komme ich bei vergleichbarer Fahrweise und bislang moderaten Außentemperaturen nicht unter 6 l/100 km.

Gecheckt sind bislang Zündung und LuFi, beide o.B. Heute habe ich die Kompression gemessen, und siehe da: Während der rechte Zylinder es auf 12 bar brachte, schaffte der linke lediglich deren 10. Als nächstes werde ich daher am WE bei kaltem Motor das Ventilspiel prüfen (habe ich bei der letzten Inspektion vor ~3000 km geprüft und korrekt justiert).

Mal sehen, was mich da noch alles erwartet...:(

Beste Grüße, Uwe
 
Mönsch Uwe, ich wäre froh, wenn auch nur irgendeines meiner Motorräder in die Nähe von 6l/100km käme. Die verbrauchen alle mehr.
Ich weiß gar nicht warum, ich gebe rechts einfach nur soviel Gas dass es Spaß macht...
 
Hallo Uwe,

wir geniesen und verbrauchen doch auch mehr je älter wir werden.
Mach dir nichts draus mit meiner CS komm ich nie unter 7 liter eher richtung 8 liter. ;)


liebe Grüße Ralf
 
Hallo Detlev,

hatte vergessen zu schreiben, dass auch die Performance nicht mehr wie zu Beginn, also unmittelbar nach dem Umbau, ist. Das Kratt fühlt sich vielmehr recht zäh an.

Meine vorherige R 80 RT mit Power-Kit, DoZ und um 0,5 mm abgetragenen Zylinderköpfen verbrauchte übrigens 5,0 - 5,2 l/100 km - trotz größerer Hauptdüsen (138 statt 135).

Werde mal vorsorgshalber neue Nadeldüsen und Düsennadeln bestellen. Die Vergaser waren damals beim Umbau zwar neu und haben inzwischen erst etwa 35.000 km runter, aber wer weiß...

Beste Grüße, Uwe
 
Hi Uwe, meine originale R80RT hatte als ich sie erwarb einen Verbrauch um die
8 l/100km. Nachden der Baron sie (die Vergaser) in den kundigen Händen hatte war und ist der Verbrauch zw. 5,5 und 6,0 l/100km je nach Fahrweise.
Gruß Lutz
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Verbrauch zu überwachen ist zwar schön, aber beim Hobby um einen halben Liter mehr oder weniger zu diskutieren, ist mir offen gesagt zu blöd.
Nadeldüsen und Düsennadeln tauschen ist kein Fehler; das sind Verschleißteile, die manchmal erschreckend schnell schwächeln.
 
Nadeldüsen und Düsennadeln tauschen ist kein Fehler; das sind Verschleißteile, die manchmal erschreckend schnell schwächeln.


Genau, und dann ist mir an mir selber mal aufgefallen, das es immer eine Weile dauert bis ich a. zutrauen in die neue Technik und b. ich mich an die neue Fahrdynamik erst eingewöhnen muss, in der Zeit, ist auch schon mal locker eine Saison, fahre ich trotz zügig nur 3/4 Gas......dann irgendwann volles Rohr.

Mit dem dann auch notwendigen Spritverbrauch und Reifen...

Das ist dann immer die Zeit, in der ich mir wieder eine 800er aufbaue.....Entschleunigen auf Zeit.
 
Meine 100er RT braucht auch 6 lt +/- ein 3dl; ich denke das ist noch in Ordnung. Und weil ich sowieso alle 300km Tanke, muss ich mir auch nie Sorgen machen, dass mir der Sprit ausgeht. Anders bei meiner Japanerin, da schaffe ich alles zwischen 6 und 10 Litern.
 
Genau, und dann ist mir an mir selber mal aufgefallen, das es immer eine Weile dauert bis ich a. zutrauen in die neue Technik und b. ich mich an die neue Fahrdynamik erst eingewöhnen muss, in der Zeit, ist auch schon mal locker eine Saison, fahre ich trotz zügig nur 3/4 Gas......dann irgendwann volles Rohr.

Genau, war so ungefähr auch spontan meine Idee!
Der Uwe lernt mit dem neue konfiguriertem Moped das fahren neu und traut sich dementsprechend mehr!
Und: Pferde die laufen, müssen auch saufen!
~6,0 ltr/100, dass wär ein Traum! beim Alltagsauto interessiert mich das, beim Hobby in dem Bereich eher nicht!
 
Hallo,

war heute mit drei Kumpels auf Tour und fuhr als Guide voran. Alle drei beschwerten sich, dass meine Q stinke. Also scheint schon was dran zu sein, dass ich unverbrannten Sprit aushuste. Seltsamerweise sind die Gesichter aller vier Kerzen trotzdem so, wie sie sein sollen, nämlich mittel- bis hellgrau.

Nun ja, morgen, wenn der Motor abgekühlt ist, prüfe ich die Ventile. Noch heute werde ich einen Satz Düsennadeln und Nadeldüsen ordern. Wenn die da sind, zerlege und schalle ich die Vergaser.

Btw, bin mal gespannt, wie ich die Nadeln aus den Kolbenschiebern bekomme. Das sind nämlich 94/40/109 bzw. /110, die ich keiner BMW zuordnen kann und deren Nadeln nicht über eine Schraube in den Schiebern fixiert sind.

Beste Grüße, Uwe
 
....Alle drei beschwerten sich, dass meine Q stinke. Also scheint schon was dran zu sein, dass ich unverbrannten Sprit aushuste. Seltsamerweise sind die Gesichter aller vier Kerzen trotzdem so, wie sie sein sollen, nämlich mittel- bis hellgrau.
.....
Beste Grüße, Uwe

Hallo Uwe, in dem Fall würde ich prüfen, ob die Startvergaser wirklich schließen - bevor ich mehr auseinanderreiße und deshalb hinterher sowieso keine eindeutige Ursache mehr finde.;)
 
Btw, bin mal gespannt, wie ich die Nadeln aus den Kolbenschiebern bekomme. Das sind nämlich 94/40/109 bzw. /110, die ich keiner BMW zuordnen kann und deren Nadeln nicht über eine Schraube in den Schiebern fixiert sind.

Beste Grüße, Uwe
Nadel ne viertel Umdrehung drehen und dann ziehen, nochmal ne viertel Umdrehung und ziehen u.s.w.
Den Grundzustand vorher mit der Schieblehre ausmessen und aufschreiben.
 
Danke, Detlev! Die Drehrichtung ist egal oder nicht? Der Einbau geschieht dann mit umgekehrter Drehrichtung?

Überlege bereits, auf die neueren Schieber unzurüsten. Einer liegt schon da.

Beste Grüße, Uwe
 
Du wirst das erfühlen, wann Du ziehen kannst. Aus der arretierten Stellung heraus die besagte viertel Umdrehung, dazu musst Du einen leichten Federdruck überwinden. Dann liegt die Feder auf einer Erhöhung der Nadeldüse und gibt den Druck oder Zug vertikal frei.
 
Hallo,

nach Justage des Ventilspiels (beide Einlassventile hatten einen Hauch zuviel Spiel, die Auslassventile waren ok) habe ich die Kompression erneut gemessen, allerdings bei kaltem Motor: Der rechte Zylinder erreichte knapp 11 bar, der linke knapp 10 bar. Muss ich mir nun Gedanken machen? Wenn ja, in welche Richtung?

Beste Grüße, Uwe
 
Hallo Uwe,

der Unterschied von einem Bar würde mich jetzt nicht erschrecken oder beunruhigen.
Wenn die Vergaser mal gerichtet sind, wird das schon werden.
Und zum Verbrauch:
Wie schon Volker schrub: Wenn hinten was rauskommen soll, dann muss vorne genügend gefüttert werden.
Im letzten Urlaub nach Italien an die Blumenriviera hab ich vollbeladen bis ins Tessin ca. 6,5 Liter gebraucht, auf der Bahn in Italien dann deutlich drüber, obwohl wir das meiste Gepäck bei der Tochter ins Auto geladen haben, dafür aber auch ne halbe Stunde am Stück die Gasschieber voll auf waren.
8 Liter hat se da geschluckt, was solls.
Auf dem Heimweg wieder voll beladen ist bis in die Poebene auch etwas mehr durchgelaufen.
Zurück in der Schweiz hat sich der Verbrauch dann wieder bei 6 Litern eingependelt, hier darf man aber auch nur 120 fahren.
Ich würd mir keinen Kopf machen.
 
Hallo,

ich bin mir sicher, die Schuldigen dingfest gemacht zu haben: Habe heute die Vergaser abgebaut, zerlegt, im US-Bad gereinigt und neben dem sonstigen Kleinkram auf Verdacht neue Düdennadeln und Nadeldüsen eingebaut. Dabei fühlten sich die Schwimmer seltsam schwer an, die Waage zeigte tatsächlich bei einem 15 g und beim anderen 16 g an. Glücklicherweise hatte ich noch welche da, gebrauchte zwar, aber immerhin nur, wie neue, 12 g wiegend.

Die Vergaser wurden, wie gesagt, vor drei Jahren fabrikneu angebaut. Nachdem ich das nun weiß, wie schnell sich solche Schwimmer vollsaugen können, werde ich ab sofort die Vergaserkur auf die jährliche Agenda setzen.

Die gebrauchten hatte ich, soweit ich mich erinnere, auch schon mal wegen zu hohen Gewichts ausgebaut. Offensichtlich verflüchtigt sich der eingedrungene Kraftstoff im Laufe der Zeit wieder.

Btw, der Abbau der Vergaser ist eine elende Fummelei, weil die Kraftstoffschlauchenden nur mit viel Mühe von den Stutzen zu ziehen sind. Hat jemand vielleicht einen Tipp, wie man sich das einfacher machen könnte?

Übrigens habe ich den Gedanken aufgegeben, die Schieberkolben auf moderne mit geclipsten Nadeln umzubauen. Die Gründe: 1. Die modernen Schieber sind um 5 g schwerer als die alten (gewogen habe ich die Kolben einschließlich der montierten Nadeln und des Gummirings, der nur bei den modernen Schiebern vorhanden ist; Ergebnis 134 vs. 129 g); 2. die Nadeln der alten Ausführung ragen weiter aus den Kolben, d.h. sie sind selbst bei der tiefsten Kerbe länger als die neueren Nadeln bei der höchsten. Damit ist zu befürchten, dass die Abstimmung komplett durcheinander geriete.

Beste Grüße, Uwe
 
Zuletzt bearbeitet:
“Btw, der Abbau der Vergaser ist eine elende Fummelei, weil die Kraftstoffschlauchenden nur mit viel Mühe von den Stutzen zu ziehen sind. Hat jemand vielleicht einen Tipp, wie man sich das einfacher machen könnte?“

Hi Uwe, ich habe hier irgendwo was von Schnellkupplungen gelesen!

Gruß Lutz

Ps: Hier zum Bsp.
http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=benzinschlauchkupplung&tag=hyddemsn-21&index=aps&hvadid=11953130031&hvqmt=e&hvbmt=be&hvdev=t&ref=pd_sl_4g4gxkeu3j_e
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Lutz,

diese Teile passen wirklich in das maximal 7 cm lange Schlauchstück zwischen T-Stück und Vergaser, wovon an jedem Ende noch je knapp 2 cm für die Stutzen abgehen?

Besdte Grüße, Uwe
 
Hallo Lutz,

diese Teile passen wirklich in das maximal 7 cm lange Schlauchstück zwischen T-Stück und Vergaser, wovon an jedem Ende noch je knapp 2 cm für die Stutzen abgehen?

Besdte Grüße, Uwe

Da hast du es ja schon praktisch selber erfasst. Die T-Stücke weg und einfach nur Schlauch vom Tank (so fern 2 Benzinhähne) zum Vergaser. Am Benzinhahn lässt sich der Schlauch dann wunderbar abziehen.
Ohne jetzt eine Sinn oder Unsinn Diskussion betreff der Verbindung starten zu wollen. :rolleyes:
 
Ja, die Schnellkupplugen sind gut. Ich hab meine damals vom Redb@ron bezogen, war eine vernickelte Metallausführung (die Kunststoffdinger sind jetzt mMn nicht der Weisheit letzter Schluss und ästhetisch indiskutabel). Die kannste in Einzelschläuche einsetzen oder aber auch die T-Verbindung hochsetzen. Ich hab aber die T-Verbindungen immer eliminiert, war nie nötig. Musst halt immer daran denken, beide Hähne aufzumachen.
 
Hallo,

also gibt es keinen Trick, um die im Originalzustand belassenen Schläuche ganz einfach abziehen zu können?

Am Tank kann man Beilagscheiben für 8-mm-Schrauben auf die Stutzen der Benzinhähne schieben und mit diesem die - dann gestauchten - Schlauchenden ganz easy abschieben. Bei den Stutzen an den Vergasern ist jedoch kein Platz hierfür. Müsste höchstens mal prüfen, ob Federringe nach DIN 127 passen.

Beste Grüße, Uwe
 
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