Stift des Grauens der Tausendste

mep

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03. Dez. 2010
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Magdeburg
Hallo Gemeinde,

nachdem ich die Zylinderköpfe meiner R100R zur Überarbeitung abgebaut hatte, habe ich auch gleich die Zylinder gezogen.
Ein Blick zum beliebten Stift, und siehe da, er hat sich schon auf den Weg aus dem KW- Lagerschild gemacht. :(
Meine Frage an die Wissenden, hat schon jemand mit Erfolg den Stift ohne Abbau des KW-Lagerschildes eingetrieben oder eingedrückt?
 

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wenn Du den um die Ecke eintreiben willst, must Du zumindest wissen wie tief.

Stiftlänge, Lagerschilddicke, Dicke der Lagerschale rausfinden.
Sonst beschädigst Du mit dem schleifenden Stift die KW oder im anderen Fall wird die Lagerschale noch gar nicht gesichert.

Ein Gefummel ist es obendrein. Und Verstemmen ? Alles sehr unsicher-
Besser : vernünftig machen als so ein Gebastel.

Dann hast Du ein gutes Gefühl und die Gewissheit, dass das auch hält.
Auch wenn es erst mal mehr Arbeit macht.
Liebe Grüsse
Martin
 
Das wird nix ohne Ausbau!
Erstens muss man sehen, ob die Lagerschale noch an ihrem Platz sitzt, ob sie korrekt angebohrt wurde und ob sie ohne Laufspuren ist.
Zweitens wirst du -wie schon angemerkt- kaum die richtige Lage finden und erst recht nicht ordentlich verstemmen können.
Dann kannst du es auch gleich so lassen...
 
Das sind solche Fragen wo man die Antwort eigendlich schon im vornherein weiss.
Aber ganz weit unten sitzt doch die Faulheit.
Ich werde auf jeden Fall vom Ergebnis berichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
So die Sache ist erledigt. Da die Zylinder und die Stößel schon demontiert waren ging es recht flott.
Der Stift stach noch 4mm im Lagerschild. Der Stift war nicht unzureichend sondern gar nicht verstemmt. :entsetzten:
Dafür wurde versucht ca. 45° versetzt auf dem Lagerschild, wo kein Loch ist, etwas zu verstemmen.
Ob das die spandauer Interpretation von ISO 9000/9001 war?
Hoffentlich haben sie sich heute die Zeit genommen damit auseinander zu setzen. Bspl. Wasserboxer!
 

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Hallo Peter,

schöne Fotos und ein "schöner" Befund.

Murks ab Werk, hat aber lange gehalten.

Gruß Ulli
 
Haha, da haben die selbst nicht gewußt, wo er eigentlich ist, der Bursche! Also keine Schande, wenn man ihn nicht auf Anhieb findet :applaus:.
 
Probiert, aber nicht gekonnt.

Wenn du dir die Bohrung genau anschaust, so siehst du ein kleines Viereck ausgestoßen...das ist der Rest der Verstemmung.
Habe hier zwei Lagerschilde mit genau derselben Diagnose...meine These ist inzwischen ein Maschinenfehler.
Bei korrekter Verstemmung hat der Stempel sternförmig mit je 45° Versatz gestoßen, zumindest die Lagerschilde ab 1982 sind wohl maschinell verstemmt.
Falsche Stempelgröße?
c-Achse außer Funktion?

Das Rätzel wird sich wohl nicht mehr lösen lassen...
 
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