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Time flies, and the older you get, the faster it goes

... Bevor die Sternmutter dann wieder montiert wird, behandle ich das Gewinde mit Keramikpaste. Und nicht vergessen die Mutter mindestens einmal jährlich aufzuschrauben!

... Keramikpaste kommt bei mir nirgends mehr dran. Die hat mir beide oberen Kerzen festgesetzt. OK, teilweise vielleicht auch meine Schuld, da ich nach Kontrolle der Kerzenfarbe diese wieder eingeschraubt habe. Aber Keramikpaste härtet halt aus, deshalb nur noch Hochtemperatur Fett.

... Ich nehme immer Hochtemperatur Montagepaste ( Klüber Montagepaste HEL 46-450). Funktioniert auch bei allen Auspuffsteckverbindungen. ...
Zu den Vor- und Nachteilen von Keramikpaste kann ich nichts sagen, da ich sie noch nicht einmal besitze.

Verwende an dieser Stelle seit vielen Jahren Molykote HSC (Heißschraubencompound). Könnte der Klüberpaste ähneln. Bisher keine Probleme, bleibt geschmeidig. Die Sternmuttern öffne ich alle paar Jahre, reinige Alles und dann wieder HSC. Bevor ich hier im Forum von den Problemen gelesen habe, hatte ich die Muttern bestimmt auch schon mal 10 Jahre nicht angerührt.

Ein jährliches Öffnen, wie von Florian angeregt, kann sicherlich nicht schaden.
 
Zu den Pasten:

Bestandteile nach SDB:
LiquiMoly Keramikpaste: Titandioxid
Klüber HEL 46-450: Zinkoxid
Molykote HSC: Kupferpulver und Zinn
Weicon Anti Seize Paste: Calciumhydroxid
Kupferpaste: Kupferpulver
OKS Anti-Festbrennpaste: Kupfer, Zinn, Molybdändisulfid

Kupfer und Molybdändisulfid sind beide "edler" als Alu.
Zinkoxid wird von Aluminium reduziert, besonders bei höheren Temperaturen, das Alu wird dabei zu Aluminiumoxid.

Das WHB sagt einfach nur "Antikorossionspaste".


Der Logik nach würde da am ehesten was mit nur Graphit eignen. Denn Graphit ist chemisch inert und hält die Temperaturen aus.
Auch ist Graphit-Fett nun schon hundert Jahre im Einsatz.
Soll laut Bmw ja auch an den Zündkerzen eingesetzt werden.
OKS bietet extra eine Paste für Aluminium an, auf Basis von Kaolin (Porzellanerde), aber noch ein Töpfchen im Regal...


Das hat man hier ja mit Sicherheit bis ins letze Detail schon diskutiert, ich bin aber wohl zu doof zum SuFu benutzen....
 
Ist wirklich schon x mal durchdiskutiert worden, inklusive ausschweifender theoretischer Abhandlungen zur der chemischen Spannungsreihe usw. Fazit: CU Paste funktioniert gut. Weil sie aber, wenn was daneben geht, Verschmutzungen verursacht, verwenden viele silberne HT Pasten. Ich z.B. MI Setral 9M. Ist wohl auf Auminiumbasis (schreibt der Hersteller). Gibts wohl inzwischen nicht mehr in der kleinen Tube, aber mein Vorrat reicht bis ans Lebensende. Und: Nie, wirklich nie diese Keramikpaste, die dann austrocknet und beim Öffnen die Gewinde schrottet. Dazu gab es hier mehrere Berichte. Ich habe auch so einen Fall im Bekanntenkreis und bei einem meiner BMWs selbst eine Keramikpastengeschmierte Sternmutter aufgesägt, um das Gewinde am Kopf zu retten. Klar gibt auch Fans die auf "Ihre" Keramikpaste schwören, vielleicht gibt´s ja unterschiedliche Rezepturen. Mir kommt das Zeug nicht mehr in die Werkstatt.
 
elektrochemisch sind Kupfer mit + 0,35 V und Alu mit -1,66V in der elektrochemischen Spannungsreihe gelistet. Bei Gegenwart von Kupfer würde sich Alu also als Opferanode zersetzen.
Fakt ist, dass ich an meiner 90/6 seit 1982 an den Auspuffgewinden immer mit Kupferpaste hantiere und mir noch nie ein Gewinde festgefressen, angefressen oder sonst wie beschädigt war. Das verwundert mich selbst ein bisschen wegen s.o.

Auf den Schiffsmaschinen mit bis zu 60.000 PS nahmen wir auch immer Copperslip ( nichts anderes als Kupferpaste in Industriegebinden ) für alle thermisch hoch belasteten Gewinde wie z.B. für die Feingewinde der stählernen ( FE -0,41 V) Einspritzdüsen. Ich nehme die Kupferpaste auch für die Schiebesitze der Krümmer im Auslass und im Auspufftopf. Alle die so eingesetzten Teile und Schrauben lassen sich auch nach langer Zeit zerstörungsfrei wieder lösen.
Das Kupfer am Auspuff durchaus auch industriell genutzt wird zeigen bei manchen Motorkonstruktionen Kupfermuttern, die den Krümmerflansch auf den thermisch hochbelasteten Gewindestutzen fixieren und die eben nicht festfressen, sondern zerstörungsfrei wieder gelöst werden können.

So ein Auslassgewinde unserer Q'e sollte man immer mit dem Sternmutterschlüssel von Hand fest anziehen ohne eine Rohrverlängerung zu benutzen.

Es heisst ja :
Endlos ist des Schlossers Kraft
wenn er mit Verlängerung schafft
.... das möchte ich ergänzen mit :
die Menge muss man selbst empfinden
sonst ist's vorbei mit den Gewinden :D

LG :wink1:
Martin
 
elektrochemisch sind Kupfer mit + 0,35 V und Alu mit -1,66V in der elektrochemischen Spannungsreihe gelistet. Bei Gegenwart von Kupfer würde sich Alu also als Opferanode zersetzen.
Vielleicht hebt sich die Spannung auf weil die Paste von Alu umschlossen ist.
Wie es bei Booten funktioniert ist mir nie richtig klar geworden, ich habe Außenorder an Plastebooten gesehen deren Schäfte und Propeller sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, bei anderen passierte gar nichts.

Gruß
Willy
 
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