Undichtigkeit R100RS

speedtriple08

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18. Dez. 2012
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Ich habe meiner kürzlich erstandenen R100RS neue Schmierstoffe (Motor, Getriebe, Endantrieb) gegönnt. Habe die Einfüllmengen gemäss Vorgabe berücksichtigt. Nun habe ich nach einer kleinen Probefahrt (Motorenöl = 100Grad /Ölkühler hat geöffnet) habe ich eine kleine Menge frischem Öl auf dem hinteren Teil der Ölwanne festgestellt. So wie ich es kurz beurteilen konnte, stammt das Öl aus dem Bereich, wo das Getriebe an den Motorblock angemacht ist. Direkt über dem besagten Ort der Ölwanne hat es an dieser Stelle baubedingt eine Öffnung und diese kleine Ölmenge scheint aus dieser Öffnung herauszutropfen. In kaltem Zustand kein Öl nur bei warmem Zustand und laufendem Motor. Da die Ölwanne ja rund 100 Grad hatte, gehe ich aufgrund er Konsistenz des festgestellten heissen Öls von Motorenöl und nicht Getriebeöl aus (beide Öle sind noch so klar, dass ich visuell keine Unterscheidung machen kann). Obwohl ich mich an die Einfüllmengenvorgabe gehalten habe, steht das Motorenöl am Messstab am Maximalstand. Könnte es sich deshalb um zuviel Motorenöl handeln, welches durch eine Öffnung (in kleinsten Mengen) herausgedrückt wird???? Ich bitte um Eure Meinung bzw. Erfahrung. Ich hoffe, ich habe den Fundort so genau beschrieben, dass die Fachmänner wissen, wo er ist. Fotos konnte ich nicht machen, da der hintere Motorbolzenan diesem Ort durchgeht. Aber an besagtem Ort bildet die Ölwanne an ihrem Ende in Richtung Hinterrad eben diese ebene Fläche, wo das Öl darauf herunter tropfen kann und dort liegen bleibt.

Besten Dank für Eure Feedbacks und Gruss
Beat
 
Wenn du es als Motoröl identifizieren kannst dann ist es vmtl. der hintere Kurbelwellen-Wedi (evtl. aber auch der O-Ring der Ölpumpe).

Wenn du das Moped noch nicht lange hast, dann weisst du vmtl. auch nicht, ob das noch die alte Version des Kw-Wedi ist. Die neigte insbesondere beim Auffüllen auf Maximalstand zum Undichtwerden.

Du wirst wohl mindestens das Getriebe ausbauen müssen um das wieder dicht zu bekommen.
 
Leerlaufschalter undicht? Der sitzt unten am Getriebe über der Stelle die Du beschreibst und ist gern mal inkontinent im Bereich der Steckkontakte/Kunststoffgehäuse.

Im grünen Bereich gibt es Ersatz in Messing. Beim eventuellen Schaltertausch unbedingt den verbauten Distanz-Dichtungsring wiederverwenden, der hat ein Sondermaß.

Einen Versuch ist es vielleicht auch wert so einen Dichtungsaufrischer (z.B. Öl Verlust Stopp von Liqui Moly) auszuprobieren bevor Du eine größere Aktion startest. Evtl. hat eine längere Standzeit der Maschine Wedis und Dichtungen "austrocknen" lassen.
 
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Leerlaufschalter undicht? Der sitzt unten am Getriebe über der Stelle die Du beschreibst und ist gern mal inkontinent im Bereich der Steckkontakte/Kunststoffgehäuse.

Im grünen Bereich gibt es Ersatz in Messing. Beim eventuellen Schaltertausch unbedingt den verbauten Distanz-Dichtungsring wiederverwenden, der hat ein Sondermaß.

Einen Versuch ist es vielleicht auch wert so einen Dichtungsaufrischer (z.B. Öl Verlust Stopp von Liqui Moly) auszuprobieren bevor Du eine größere Aktion startest. Evtl. hat eine längere Standzeit der Maschine Wedis und Dichtungen "austrocknen" lassen.



Hallo und besten Dank an alle Schreibenden für ihre Tipps!!

An den Leerlaufschalter habe ich auch zuerst gedacht, aber nach einer Putzaktion und erneutem Feldversuch, kommt das Öl in wirklich geringer Menge aus der Öffnung heraus, wo das Getriebe an den Motorblock anschliesst. Ich tippe auch auf eine Wellendichtung, welche vermutlich aufgrund der längeren Standzeit (drei Jahre nicht bewegt) ausgetrocknet sein könnte und nun aufgrund meines maximalen Motorenölstandes inkontinent geworden ist. Aufgrund der geringen Austrittsmenge habe ich auch an den Einsatz eines Dichtungsmittels als Zugabe ins Motorenöl gedacht. Aber nützt das auch effektiv etwas? Aufgrund der geringen Austrittsmenge habe ich im Moment nämlich echt keinen Bock das Krad zu zerlegen, nachdem ich es soeben erst wieder zusammengefügt habe :D. Ich würde eigentlich lieber mit dem Krad fahren, möchte jedoch jeglichen Ärger mit meinem Vermieter (zu Hause) und der Rennleitung (on the road) vermeiden, wenn die Q ihr Teritorium plötzlich mit Öltropfen verschmutzt :schimpf:. Ich denke, ich werde deshalb so ein Dichtmittel einmal ausprobieren oder wird davon abgeraten? Die grosse Zerlegung könnte ich dann immer über den nächsten Winter vornehmen.

Besten Dank und Gruss
Beat
 
Hallo Beat,

vergiss das mit dem Dichtmittel das ist rausgeschmissenes Geld.

Servus

Thomas


Hallo Thomas

Besten Dank für Dein Feedback. Es gibt offenbar auch Anwender, welche mit den Mittel Erfolg hatten, sofern die WEDI nicht gerissen waren. Das Mittelchen sollte das Dichtungsmaterial aufquellen lassen, so dass geringfügige Undichtigkeiten beseitigt werden. Gab es früher ja auch bei speziellen Motorenölen für Oldtimer. Tönt eigentlich nachvollziehbar. Mein Q hat eine geringe Inkontinenz und ich hoffe wirklich, dass die WEDI nicht gerissen sondern lediglich "ausgetrocknet" sind. Sollte das Mittelchen zumindest über den Sommer und Herbst helfen, wäre es mir die Investition wert, dann könnte ich in Ruhe fahren und dann die Zerlegung im Winter vornehmen und der Leckage auf den Grund gehen. Aber ich jammere wegen der Inkontinenz auf hohem Niveau. Ist wirklich wenig Öl, aber der Vermieter meines Garagenplatzes ist pingelig. Sollte das Mittelchen nichts nützen werde ich in der Garage wohl einen kleinen Behälter unterstellen.

Ich gebe bei Gelegenheit Bescheid, ob das Mittelchen seine angepriesene Wirkung erzielt hat oder wirklich Schrott ist ;;-)
 
Hallo Beat,

generell wäre ich mit dubiosen Ölzusätzen eher vorsichtig aber ich drück Dir die Daumen. Wenns wirklich auf die Dauer was bringt wäre eine Info nett.

Servus

Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du mal nachgeschaut, ob eventuell über die Kurbelhausentlüftung soviel Ölnebel im Luftfilterkasten angekommen ist, dass sich Pfützen gebildet haben, die dann nach aussen sicken?
 
Hallo Beat,

Tip eines "Brutalpragmatikers", stopf doch einfach ein wenig Küchenkrepp oder ähnliches dorthin und erneuere das aufsaugende Papier gelegentlich.

So hast Du keine Tropfen unter dem Motorrad, kannst beobachten, ob es weniger wird und eventuell ganz aufhört und kannst erstmal ein wenig fahren.

Sollte unterwegs die Kupplung zu rutschen beginnen, dann weißt Du, woran es liegt und mußt sowieso dran.

Gruß Ulli
 
Hast du mal nachgeschaut, ob eventuell über die Kurbelhausentlüftung soviel Ölnebel im Luftfilterkasten angekommen ist, dass sich Pfützen gebildet haben, die dann nach aussen sicken?

Daran habe ich auch gedacht, dann aber verworfen, da ich angenommen habe, dass die Suppe dann aus einem der Löcher im Lufi-Gehäuse (Jg 1980) laufen müsste. Aber Deine Bemerkung bringt mich auf die Idee, dass allefalls der Schlauch von der Kurbelgehäuseentlüftung bis ins LuFi-Gehäuse undicht ist und der Ölnebel dort kondensiert und austritt. Bei den Bastelarbeiten am Moped war der visuelle Befund dieses Schlauches unauffällig, was aber nicht heissen will, dass er nicht irgendwo einen Riss hat. Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht kontrolliert. Werde ich bei nächster Möglichkeit und vor dem Einsatz von Dichtungsmittel selbstverständlich noch nachschauen. Vielen Dank
 
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Hallo Beat,

Tip eines "Brutalpragmatikers", stopf doch einfach ein wenig Küchenkrepp oder ähnliches dorthin und erneuere das aufsaugende Papier gelegentlich.

So hast Du keine Tropfen unter dem Motorrad, kannst beobachten, ob es weniger wird und eventuell ganz aufhört und kannst erstmal ein wenig fahren.

Sollte unterwegs die Kupplung zu rutschen beginnen, dann weißt Du, woran es liegt und mußt sowieso dran.

Gruß Ulli



Hallo Ulli

Sofern der Schlauch von der Kurbelgehäuseentlüftung nicht leck ist und dann vermutlich als Zwischenlösung der Dichtmittelversuch gestartet wird, werde ich als Begleitmassnahme Deinen Küchenpapier-Vorschlag sicherlich anwenden.

Bei den bisherigen kurzen Testfahrten hat die Kupplung nicht gezickt. Ich hoffe, dass bleibt so.

Gruss Beat
 
Wenn der/die (Gummi-)Wedi/s nicht bereits beschädigt sind besteht wohl eine gewisse Chance das sie nach einigen hundert km wieder aufgefrischt werden durch das "Zauberzeugs".

Letzendlich wird es aber den Austausch wahrscheinlich nur hinauszögern. Bis zum nächsten Bastelwinter reicht ja ;-)

Was man so in diversen Motorrad- und KFZ Foren dazu lesen kann läuft immer auf "muss man halt versuchen oder bleiben lassen" hinaus :aetsch:
 
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