Vergaserrevision - neue Schwimmer zu schwer

Rotkäppchen

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18. Juni 2023
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bei Kiel
Moin aus dem Norden,

bin gerade dabei meine Vergaser der R100 GS zu überholen. Machten zuvor keine Probleme, waren aber deutlich verschmutzt und nach dem Zerlegen stellte ich u. a. fest, dass sich am / um den Zerstäuber auch recht viel Schmutz (feine Sandpartikelchen) angesammelt hatte. Nach Ultraschallbad wollte ich nun alles zusammenbauen und stellte fest, dass der Schwimmer meines ersten zerlegten Vergasers (der andere kommt anschl. dran) auf einer Feinwaage 13,0 Gamm wiegt, also lt. Datenbank (Sollgewicht 11,4 - 12,6 Gramm) zu schwer. Kein Problem, so dachte ich, da ich mir im Dezember vergangenen Jahres vorsorglich neue Schwimmer gekauft hatte.
Als ich diese auf die Waage legte stellte ich fest, dass beide ein Gewicht von jeweils 13,5 Gramm haben! Ein Umtausch dürfte wohl aufgrund der Zeitspanne seit des Kaufs eher schwierig werden. Frage mich auch, ob dies überhaupt grundsätzlich möglich wäre, eine Bezugnahme auf unsere Datenbank muss der Händler ja nicht unbedingt akzeptieren.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich den alten Schwimmer (sofern er gleich viel wiegen sollte wie der des anderen Vergasers) wieder verbauen sollte, oder ob auch eine vorsichtige "Erleichterung" mittels feinen Sandpapiers praktikabel wäre.
Habt ihr diesbzügliche Erfahrungen, Tipps?

Besten Gruß,

Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Erleichtern?
Es geht um das spezifische Gewicht, nicht das absolute.
Wenn Du Material irgendwo abnimmst, bleibt er genauso tief im Benzin eingetaucht wie vorher,
außer Du nimmst Material an der Oberseite ab, welche nicht im Benzin eingetaucht ist.
Du kannst aber auch den Benzinstand mit der Blechzunge korrigieren, sollte er zu hoch sein.
Das ist das einzig wichtige Kriterium in diesem Zusammenhang.
 
Okay, daraus entnehme ich, dass das Gewicht der Schwimmer entgegen der Angaben in der Datenbank relativ irrelevant ist.
Die Korrekturmaßnahme mittels Verbiegen der Blechzunge ist mir bekannt,
vielen Dank für den Hinweis.

mfG,
Stephan
 
setzt dich mal mit dem Färt von Red Baron zusammen. Der kann die genau erklären warum das Gewicht der Schwimmer im Rahmen der Werksvorgabe sein soll. Hat er mir auch mal erklärt, habe ich aber wieder vergessen, da wir passende eingebaut haben und alles funtioniert.
Grundtenor war soweit erinnerlich, dass, wenn die Schwimmer schwerer werden und der Benzinstand angepasst wird, der Vergaser in bestimmten Situationen nicht mehr arbeitet, wie er soll.
 
In der idealen Welt sollte der Schwimmer öffnen, wenn seine Oberseite parallel zur Vergaserkante ist.

Das ist zwar ein bisschen wischiwaschi, passt aber als Grundeinstellung.

Wichtiger finde ich den Benzinstand in der Schwimmerkammer, welcher abhängig vom Adlerauge des Schraubers beim Justieren und dem Schwimmergewicht unterschiedlich ausfällt.

Ohne in die Datenbank geschaut zu haben, gehe ich davon aus, daß der Benzinstand in mm von der Oberkante Schwimmerkammer dort irgendwo benannt ist.

Es ist mir unbekannt, daß der Schwimmer je nach Tauchtiefe unterschiedlich arbeitet, das Ventil ist ja recht beweglich mit diesem verbunden.

Bei Vergasern mit seitlicher Schwimmerkammer muss das Gewicht des Schwimmers stimmen bzw. angepasst werden, da man hier keine Verstellmöglichkeit hat.
Ist aber hier nicht relevant.
 
Moin,
...nicht mehr arbeitet, wie wie er soll :
das Schwimmerkammerbenzinniveau ist zu hoch, weil der (Nicht-mehr-gut-)Schwimmer das Nadelventil am Spritzulauf wegen zu geringer Auftriebskraft zu spät oder gar nicht mehr schliesst und der Vergaser ein viel zu fettes Gemisch liefert und im schlimmsten Fall bei zufällig geöffnetem Einlassventil den betroffenen Zylinder flutet und durch Versickerung an den Kolbenringen vorbei das Motoröl mit Benzin verdünnt wird, falls es zu allem Überfluss auch noch vergessen wurde die Benzinhähne zu schliessen.

Ein Nachbiegen der Schwimmerlasche ist keine Lösung , da die Auftriebskraft = Schwimmvermögen dadurch nicht verbessert wird.

Die Schwimmer müssen neu. Ob Hohlkörper- oder Schaumstoffschwimmer ist Geschmackssache. Ich mag nur noch die Hohlkörperschwimmer (s.o.)
LG :wink1:
Martin
 
das ganz oben auch das Gewicht von neuen/unbenutzen Schwimmern (wo gekauft?) gemessen wurde und von der Datenbankangabe abweicht habt Ihr aber gelesen?
 
Jep, gelesen.
Die neuen Schwimmer haben eine Soll-Toleranz von +-5% oder 1,2gr.
Ohne das Volumen zu kennen, wird der Schwimmer bei einem halben Gramm mehr auch nicht absaufen, also gleich schwer oder schwerer als Benzin sein.
Er wird etwas tiefer eintauchen als vorgesehen, also den Benzinstand in der Schwimmerkammer erhöhen.
Dieses kann man mit der Zunge ausgleichen.
Oder sich einen neuen, leichteren Schwimmer kaufen, wie man es halt möchte.

Die zu schweren Schwimmer kann man reklamieren, 24 Monate Garantie gibt es für Privatkäufe.

Von den Hohlkörperschwimmern aus Blech ist man irgendwann mal weggegangen, weil die auch gerne mal vollaufen, wenn undicht.
Irgendwas ist halt immer.
 
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