Verschlußschraube am Kardangehäuse defekt

Jouni

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Hallo Experten,

Meine BMW hat unter sich gelassen. Die Schraube zum Einfüllen und Kontrolle des Öls im Kardangetriebe (Bildmitte) ist plötzlich undicht. Bei genauer Inspektion erweist sich das Gewinde im Kardangehäuse als völlig ausgeleiert. Irgend ein Stümper hat da eine Gewindebuchse reingewürgt (wohl ohne ein neues Gewinde zu schneiden) und in diese Buchse die Schraube gedreht.

Nun ist das undicht, weder die Buchse noch die Schraube bekomme ich dicht. Kleben geht nicht, ist ja alles ölig. Auf eine große Reparatur habe ich jetzt keine Lust, Helicoil und ähnliches gehört auch nicht zur Ausstattung meiner Werkstatt.

Hat jemand irgendeinen Tipp für eine schnelle Lösung?

viele Grüße, Jochen
 

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Danke, versuche ich glech morgen! Damit dichte ich Wasserleitungen, wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Jochen
 
Hallo Dirk,

ist trocken und dicht - und hält: bin heute 200 km damit gefahren. Das Gewinde ist ziemlich ausgeleiert, ich brauchte reichlich Teflon. Ob das lange gut geht, weiß man nicht. Andererseits wird die Schraube mechanisch nicht beansprucht.

Die Schraube war mit 11 mm zu lang und traf in der Tiefe nach 10 mm auf einen Widerstand. Jeder Versuch diese Schraube fest anziehen musste damit zur Zerstörung des Gewindes führen. Waren halt Stümper am Werk. Die Schraube habe ich etwas gekürzt.

Mit dem Teflon und dem O-Ring geht es nun erst einmal.

Vielen Dank für den Tipp, Jochen
 

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Hallo Dirk,

ist trocken und dicht - und hält: bin heute 200 km damit gefahren. Das Gewinde ist ziemlich ausgeleiert, ich brauchte reichlich Teflon. Ob das lange gut geht, weiß man nicht. Andererseits wird die Schraube mechanisch nicht beansprucht.

Die Schraube war mit 11 mm zu lang und traf in der Tiefe nach 10 mm auf einen Widerstand. Jeder Versuch diese Schraube fest anziehen musste damit zur Zerstörung des Gewindes führen. Waren halt Stümper am Werk. Die Schraube habe ich etwas gekürzt.

Mit dem Teflon und dem O-Ring geht es nun erst einmal.

Vielen Dank für den Tipp, Jochen
)(-:
 
. . . Gewinde ist ziemlich ausgeleiert, ich brauchte reichlich Teflon. Ob das lange gut geht, weiß man nicht. Andererseits wird die Schraube mechanisch nicht beansprucht.

. . .

Da sollte die nächsten 30.000+ niGS mehr dran passieren. Hält bei meiner schon ewig so.

Vielleicht klebt man die Schraube mal mit ´nem "SuperDuperKleber" ein, nachdem man diesen mit einer Bohrung versehen hat. Da muß ja nur alle paar 1.000km bisken Öl rein.

Aufbohren und ordentlich ausbuchsen, ist durch das direkt darunter liegende Kreuzgelenk, halt aufwendig. . .


Stephan
 
Ich wollte schon sagen. Aber die Kollegen waren schneller.

Man könnte den passenden Gewindebohrer kürzen. Wenn Nachschneiden reichen würde. Aber einigen Aufwand betreiben, damit da bloß kein Span in´s Kreuzgelenk gerät. . .

... Gewindering ...

Und wenn man das mit der alten Einfüllschraube macht. Da ist der Sechskant zum Eindrehen schon dran. Müsste man mal messen, wie groß die Bohrung sein darf. . .



Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sollte die nächsten 30.000+ niGS mehr dran passieren. Hält bei meiner schon ewig so.

Stephan

Wenn ich lese, welchen Aufwand ein neues Gewinde bedeuten würde, halte ich mich an Stephan und glaube fest an die nächsten 30.000. Nichts hält länger als ein Provisorium.

Kann man so eine Gewindehülse einkleben? Es gibt doch diese "Flüssigmetalle". Ist so etwas öl- und wärmebeständig?

Jochen
 
Hallo,

wenn das mal passiert, dann macht mal ein Provisorium rein. Mir wär das zu unsicher.
Ich habe in das /5 HAG eine Ablassschraube vom Gertriebe reingemacht. Man braucht nur aufbohren und neues Gewinde reinzudrehen. Die dickere Schraube habe ich ein kleines bisschen abgefeilt und mit einem Aludichtring kommt die auch nicht an die große Rundmutter.

VG Michael
 
wenn das mal passiert, dann macht mal ein Provisorium rein. Mir wär das zu unsicher.
VG Michael

Michael, ich liebe perfekte Lösungen und teile Deine Skepsis bezüglich des Provisoriums. Aber ...

Ich habe in das /5 HAG eine Ablassschraube vom Gertriebe reingemacht. Man braucht nur aufbohren und neues Gewinde reinzudrehen.

... das klingt so einfach. So wie ich die Beiträge und Bilder verstehe, bekomme ich das neue Gewinde nicht gebohrt ohne das HAG auszubauen: die große Rundmutter verhindert, dass der Gewindebohrer komplett durchgehen kann. Also bedeutet das einen kompletten Ausbau des HAG. Das ist eine Winterarbeit, die ich jetzt nicht schaffe.
 
Michael, ich liebe perfekte Lösungen und teile Deine Skepsis bezüglich des Provisoriums. Aber ...



... das klingt so einfach. So wie ich die Beiträge und Bilder verstehe, bekomme ich das neue Gewinde nicht gebohrt ohne das HAG auszubauen: die große Rundmutter verhindert, dass der Gewindebohrer komplett durchgehen kann. Also bedeutet das einen kompletten Ausbau des HAG. Das ist eine Winterarbeit, die ich jetzt nicht schaffe.

Du schleifst den Vor-Bohrer etwas flacher an und nimmst einen "sackloch" Gewindeschneider. Dann kann die Rundmutter drinbleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gewindebohren ist auch nicht das Thema. Ich hab da eher Bedenken, zu verhindern das die Späne irgendwohin fallen, wo sie niGS zu suchen haben. . .

Es gibt Kleber für alles. Das Gewinde Fettfrei zu bekommen sollte auch klappen.


Stephan
 
Ich war seinerzeit nicht unfroh, das Getriebe bzw. auch den Alu-Gewindering
ausgebaut zu haben, um eine time-sert-Buchse einzusetzen.

Dabei entdeckte ich, dass die große Bundmutter auf der Nabe kaum mehr angezogen
war und der Simmerring auf der Nabe bereits seine Einlaufspur hinterlassen hatte.
Der Austausch (Nabe, Gummidichtung unter der Bundmutter, Simmerrring, Alu-Gewindering)
ging nicht so sehr ins Geld.

Ich hatte das Getriebe im Sinne einer ordentlichen Reparatur ausgebaut,
dann kann man auch die Länge der Buchse (bis ganz knapp zum Gewindering)
längstmöglich ausmessen bzw. eine solche entsprechend einkürzen. Das ist
ca. eine zusätzliche Umdrehung gegenüber dem Originalgewinde.

Hält seit Jahren trotz engem Ölwechselturnus.
 
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