Hi,
wenn man einen speziellen Motorradtrailer hat, dazu das passende Befestigungsmaterial, kann man und sollte man auch die Anleitung buchstabengetreu befolgen.
Aber viele Leute können sich diesen Luxus nicht leisten. Sie haben einen 08/15 Vielzweckanhänger so wie wir einen haben, eine Nutzfläche von etwa 1x2m, mit oder ohne Aufbau.
Vorrichtungen zum Verzurren gibt es nicht und man muss sie, so wirksam wie möglich, selbst installieren.
Einfach Gurte um den kompletten Anhänger spannen geht nicht, weil die Verzurrung mittels dafür vorgesehener Mittel* geschehen muss.
Habe ich auch gemacht aber Löcher in den Boden bohren um da Zurrbügel oder Zurrmulden anzubringen, mochte ich nicht.
Also die Seitenwänden oben auf den Kanten mit Zurrbügeln ausgestattet. Von dort führe ich Gurte nach unten zur Gabel und den unteren Befestigungen der Federbeine.
Oben auch zur Gabel und hinten zum Gepäckträger, so steht die Karre recht stabil aber vorsichtiges, sanftes Fahren ist trotzdem angesagt.
Da der Anhänger einen Planen Aufbau hat, sieht die Obrigkeit nicht gleich sofort im vorbeifahren was transportiert wird, einer genauen Prüfung würde die Befestigung kaum stand halten.
*Ich bin einmal mit dem Boot am Haken auf dem Weg zur HU angehalten und belehrt worden.
Das Boot war sicher mit vier neuwertigen Gurten, jeder 4T Zugkraft, verzurrt. Weil ich den 8mm starken Zurrösen nicht traute habe ich die Gurte um den Anhängerrahmen geführt. Der Rahmen war stabil und die Gurte konnten sich nicht aushängen, der Kahn lag wie verschraubt auf dem Trailer.
Aber falsch!
Dadurch dass ich im Grunde Recht hatte, blieb mir ein Bußgeld erspart, musste aber direkt mindestens zwei der Gurte umlegen, in die dafür vorgesehenen Zurrösen.
Wer wirklich sicher gehen will, muss sich genau informieren, falsche Ladungssicherung kostet Geld mit etwas Pech gibts sogar einen Punkt in Flensburg. Wenn man eine falsche Ladungssicherung nicht in eine richtige ändern kann, könnte es passieren dass die Fuhre stehen bleiben muss.
Gruß
Willy