So, ich schreibe mal was zum Winkeltrieb, ich halte es kurz und packe noch ein paar Bilder dazu. Ich schreibe es in mehreren Beiträgen, weil ich die Bilder jeweils zusammentragen muss.
Ausgangslage: Der RT15-Rahmen trug laut Vorbesitzer und auch einigen anderen Aussagen mal einen Norton-Motor (na damit hätte ich ihn auch genommen

) mit Luftfederung, wurde aber in den 80ern vom Zabel oder dem "alten" Römer (Ich hatte mit Herrn Römer mal telefoniert, er war sich nicht mehr ganz sicher, ist ja schon eine Weile her, vermutlich war es aber der Zabel) auf den BMW-Motor umgebaut.Da der RT15-Rahmen recht kurz ist, musste hierfür schon ein wenig getrickst werden.
Der Rahmen wurde in der Rahmenschleife teilweise aufgetrennt, jeweils eine dicke Stahlscheibe eingefügt und zusätzlich verstärkt. Die Stahlscheibe trägt innen ein paar sehr kleine Rillenkugellager (je Seite 3 Stück) zur radialen Führung der Schwinge, axial wird sie einfach durch die beiden Laschen links und rechts der Scheibe geführt (auf jeder Seite).
Auf dem Bild sieht man auch die alte Bohrung für die Schwingenachse, links der Rahmenschleife.
Somit kam die Schwinge schonmal einiges nach hinten. Der Motor wurde auch so weit wie es ging nach vorne eingesetzt (ein paar cm gingen wohl noch, aber nur mit Klimmzügen (anderer Lichtmaschinendeckel etc.)).
Damit reicht der Platz aber nicht aus für einen "normalen" Endantrieb, wie er an den anderen Kettengespannen verbaut wurde (siehe z.B. Bilder oben vom Walter).
Irgendwoher kam wohl die Verbindung zu einem ZF-Ingenieur zustande, der privat ein Winkelgetriebe baute. Schön aus dickem Stahl und mit dicken Kegelrädern.
Das Ding wurde konstruktiv quasi mit dem Schuhlöffel dort reingezwängt, es ist in jeder Richtung einfach nur eng.
Hier z.B. der Abstand zum Rahmen auf der rechten Seite:
Nach oben sieht es nicht viel besser aus, auch am Getriebe ist es extrem eng:

Schön zu sehen, an der Gummimanschette schleift es, und die Schraube, die normalerweise die Tachowelle hält, musste auch gekürzt werden.
Hier sieht man vielleichtden Abstand nach oben, auch nur wenige mm zu einer Querstrebe zwischen den Rahmenrohren:
Das Getriebe ist ansich ziemlich genial drehbar in der Schwinge gelagert und damit exakt im Schwingendrehpunkt:
Soweit die Ausgangslage.
wird fortgesetzt (falls es jemanden interessiert)...