Viele Kolben haben einen Angusszapfen in der Nähe der Kolbenbolzenaugen, den man mehr oder weniger abnehmen kann.
Der Hinweis auf die Pleuel ist ja nicht falsch. Wenn da das obere Pleuelauge auf der Seite mit dem schweren Kolben 3 Gramm weniger hat, wird das Anpassen des Kolbengewichtes kontraproduktiv.
Pleuel anpassen ist aber ebenfalls kein Hexenwerk, erfordert aber einen Messaufbau und eine genaue Waage. Das Problem ist, dass das Pleuel nach rotierenden und oszillierenden Massen aufgeteilt ist. Die rotierenden Massen werden bestimmt, in dem das Pleuel am Kolbenbolzenauge genau waagerecht aufgehängt ist, die oszillierenden Massen kann ich wiegen, wenn das Pleuel am 'big end' aufgehängt wird. Hier eine exakt waagerechte, reibungsfreie und reproduzierbare Positionierung hinzukriegen ist die Aufgabe.
Ich habe das ein paar Mal gemacht, und das Ergebnis war subjektiv nicht verkehrt. Wie gut oder schlecht das objektiv war, kann ich nicht sagen.
Dann ist die Kurbelwelle natürlich immer noch nicht feingewuchtet, und der Kupplungsaparat ebenfalls nicht. Da kann bestimmt auch eine Menge schiefgehen...