Schlingel

Beweglich Mit Wonne
Moin,
als ich vor einigen Tagen bei der GTÜ war, wurde mir empfohlen bald neue Reifen aufzuziehen.

Als gewissenhafter Mensch führe ich Buch über alle durchgeführten Arbeiten, Teilewechsel und Reparaturen.
Also zuhause nachgeschaut, wann ich das letzte Mal gewechselt habe :

- den Vorderradreifen Continental RB2 bei Tacho-km-Stand 45.000 km 08/2019
- den Hinterradreifen Heidenau K34 bei Tacho-km-Stand 69.600 km 03/2024

Vorne sind noch 2, 5mm , hinten auch (mit Schieblehre gemessen)
Laufleistungen bis heute :
-vorne 34.000km
-hinten 10.500km

Ich kann also noch guten Gewissens weiterfahren bis zur Mindestprofiltiefe von 1,6mm.

Meine Fahrweise : keine Blitzstarts aus dem Stand, ansonsten zügig-flott.

Was ich sagen will ist, dass ich angenehm überrascht bin über die Langlebigkeit der beiden Reifen Der Conti RB2 macht einen sehr guten Geradeauslauf und der Heidenau RK 36 hat das schöne klassische Profil aus der Zeit, als meine R90/6 gebaut wurde.
Die neuen Reifen lagern schon seit Jahren im Keller unbenutzt, während die alten Reifen noch gut sind für eine Langtour.
LG
Martin
 
womit Du recht hast:fuenfe:.
Schliesslich muss ich noch 5 weitere Möppis und einen Heinkel Tourist Roller mit neuen Reifen bestücken :D
LG :wink1:
Martin
 
Der K34 hat am Hinterrad bei mir 13.000 km gehalten!
Ist übrigens eine R25/2 mit 12 PS. Du scheinst also einen ziemlich ruhigen Fahrstil zu haben...

Da du (wie ich) keine Probleme mit dem Mischen zweier Hersteller hast: probier doch mal den ContiGo! aus. Optik nicht sooo klassisch, aber dafür ist auch Haftung und Handling da. Ich bin auf der 75/5 zöllig mit diesen Reifen (vorn und hinten) unterwegs und zufrieden.
Der RB2 läuft ja eher in der Hartholzklasse.
 
Servus Martin,
vielleicht hilft dir diese Info :bitte:

Ich bin auch schon Reifen gefahren welche 10 Jahre alt aber noch genug Profil hatten und konnte keinen merkbaren Unterschied feststellen.
Allerdings waren die Reifen nur wenig UV Strahlen ausgesetzt und die Motorräder stehen immer in einer trockenen kühlen und dunklen Garage.
:wink1:
 
Zuletzt bearbeitet:
... mit alten Reifen habe ich auch kein Problem. Das einzig wichtige ist für mich, dass sich das Reifenmaterial nicht in feinrissigem Zustand befindet. Bei schlechten Reifen beginnt die Feinrissbildung schon nach kurzer Nutzungsdauer, auch wenn die Reifen nur 1-2 Jahre alt sind. Solche Reifen würde ich freiwillig auch mit noch reichlich verbleibendem Profil tauschen.
Ich hatte das mal mit Autoreifen aus Fernost. Runter damit und neu.
LG :wink1:
Martin
 
Krasse Laufleistungen - ohne daß ich bei Klassiker-Reifen jetzt großartig eigene ErFahrungen habe.
Die TKC 80 auf der links abgebildeten GS waren spätestens vorne nach 15, 16 tkm - hinten nach 7 bis 8 tkm grenzlegal. Und die 80er Jahre Profile auf der 500er HONDA haben auch bei weitem nicht so lange gehalten.

Bei mir egal, ich brauche keine Marathonprofile - ich bewege die Klassiker nicht so viel.
Du aber machst ja etwa soviel km mit dem Moped, wie ich mit allen zusammen.

Du hast da ein scharfes Auge (oder mit guter Sehhilfe) auf den Zustand Deiner Kräder. Da ist Unsereins vielleicht leicht genervt vom Prüfer bei solchen Anmerkungen.
Allgemein finde ich so´ne geprüfte Bemerkung des Sachkundigen nützlich, nicht nur für die Mehrheit der Kradfahrer und -fahrerinnen, die den Schwerpunkt auf Fahren legen und drauf angewiesen sind, daß die Fachwerkstatt und der "TÜV"-Prüfer sehen, was sie nicht sehen.
Oder abschätzen können, da finde ich es hilfreich für viele, gesagt zu bekommen, was wahrscheinlich nicht bis zur nächsten Inspektion, HU durchhält. Oder ohnehin in die Wurst geht.
Auch für uns Freaks, mir ist da kürzlich ein ordentlicher Cut in der Lauffläche entgangen - zumindest der Umstand, daß der satt bis aufs Gewebe durch ist.
Und gleichermaßen, als ich mal eben so das Auto vom Sohnemann übern TÜV bringen wollte - total ärgerlich, mußten wir erstmal Reparaturen hinterherlaufen. Aber zwei Defekte, die ich für durchaus sicherheitsrelevant ansehe - ich hänge an meinem Sohn, hatte ich in der groben Durchsicht nicht entdeckt, ob das ehemals-Omas-Auto die Plakette kriegt.
 
Bei einem Motorradreifen mit 34.000 km Fahrleistung und noch akzeptablem Restprofil mag ich an eine gute Straßenhaftung oder vernünftigen Fahrstil nicht glauben.
 
.... Reifenphilosophie ist ein weites Feld.
Vom mit der Heizmanschette vorgewärmten Rennslick bis zum komplett heruntergefahrenen Reifen auf Auslandstour, vom Erdferkelstollenprofil über schlauchlose Reifen und Reifen mit Schlauch.

Eine breite Palette.

Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und weis deshalb mein ganzes Leben lang schon mit wenig Geld viel anzustellen :D.
Da ich keine Rennen fahre liegt für mich das Hauptaugenmerk auf dem Aussehen des Profils. Ich bevorzuge immer die klassischen Profile der 50er bis 70er Jahre, die man heute auch noch problemlos finden kann. Es scheinen mehr Leute so zu denken wie ich.

Wenn man den Blitzstart aus dem Stand unterlässt aber trotzdem flott unterwegs ist, kann man genau so viel Spass haben und die Reifenlebensdauer ( und die des kompletten Motors nebst Antriebsstrang ) lässt sich erheblich verlängern, was mir immer sehr viel Freude macht und das schmale (Rentner-)Portemonnaie schont..

Ob der Reifen hart oder weich ist, spielt auf Sand, Rollsplit, öliger und nasser womöglich verschlammter Fahrbahn keine Rolle.
Der Fahrer wird in solchen alltäglichen Situationen nicht durch die Gummimischung besser :D !!!

Will ich die extreme Schräglage muss es ein abriebfreudiges Gummi sein, weil das einfach besseren Bodenkontakt zur möglichst trockenen Fahrbahn herstellt .

Für mich als Tourenfahrer uninteressant. Ich will weit und lange zügig-flott fahren und dafür benutze ich auch gerne "gereifte Reifen", bis sie auf die 1,6mm heruntergefahren sind. Erst dann ist bei mir der gereifte Reifen reif .... für die Tonne :D
LG :wink1:
Martin
 
.... Ob der Reifen hart oder weich ist, spielt auf Sand, Rollsplit, öliger und nasser womöglich verschlammter Fahrbahn keine Rolle.
Offenbar hast du zu wenig Erfahrungen mit unterschiedlichen Reifen auf nasser Fahrbahn. Dort gibt es riesige Unterschiede, die für jedermann "erfahrbar" sind - bei Gefahrensituationen, die man sich nicht immer aussuchen kann, allemal. Ich erinnere mich mit Grauen an den modernen, aber bei Nässe völlig untauglichen Michelin T66.
 
Guten Abend,
hab vor 2 Jahren einen VR Heidenau K53 mit 34Mm gelaufen demontiert.
Auf einen Metzeler ME77 hab ich vor 20 Jahren mal 23,5 Mm gefahren.
Den letzten Neureifen 2013 gekauft,.
Seitdem geschenkte Altschlappen runtergefahren. Momentan einen 10 Jahre alten geschenkten Bridgestone hjnten drauf.
Gruß Vitus
 
Ich staune da nur!
Irgendetwas mache ich falsch... meine TKC Contis halten vorne so 12 und hinten maximal auch so 7000 bis 8000 km... und ich denke das ich altersgemäß schonend fahre und keine Ampelstarts mache.....
Ich hab die damals guten Metzler Enduro 2 auch schon in 3000 Km getillt... dazu hab ich in den 80zigern nur 30 PS gebraucht mit der XT... ! :pfeif::D:D

Du hast in manchem Recht Martin, aber ich möchte nicht mit einem "gereiften Reifen" bei nassem Wetter morgens um 7 lange Waldstrecken fahren, ich brauch da jedes Quäntchen Haftung für spontane Ausweich- und Btemsmanöver. Nicht weil ich da rase sondern weil ich nie weiss wer gerade hinter der Kurve steht....

Gruß
Kai
 
Offenbar hast du zu wenig Erfahrungen mit unterschiedlichen Reifen auf nasser Fahrbahn. Dort gibt es riesige Unterschiede, die für jedermann "erfahrbar" sind - bei Gefahrensituationen, die man sich nicht immer aussuchen kann, allemal. Ich erinnere mich mit Grauen an den modernen, aber bei Nässe völlig untauglichen Michelin T66.
 
auf nassem Laub rutscht jeder Reifen.
Ich will hier auch niemandem zureden, so wie ich zu fahren. Ich mache das so - und nicht gerade langsam -seit 1973 und hatte auch schon so manches :entsetzten: Erlebnis. Bis auf einen Unfall im Januar 1974 mit der NSU Max ( da fuhr mir ein Renault R16 vom Fahrbahnrandstreifen losrasend bei nasser Fahrbahn in die Seite ) fahre ich - toi,, toi. toi - unfallfrei

Den Glauben an die bessere Nässehaftung kann ich nicht teilen. Wasser ist ein gutes Gleit-/Trennmittel und dann ist es egal, wie hart oder weich das Gummi ist. Die Reifenindustrie sieht das natürlich anders und alte Reifen fahren geht nicht, wenn die laufende Produktion nicht an den Mann gebracht werden kann.
Es ist reine Glaubenssache nach meiner Ansicht.
Ich fahre jetzt seit 53 Jahren Motorrad mit Unterbrechungen wegen meinem früheren Hobby segeln und es ist noch immer gut gegangen.

Die Diskussionen um den richtigen Reifen wirken auf mich wie die Diskussion um Sinn oder Unsinn von Fahrerassistenz-Systemen.
Auch die können einem nicht vorsichtige und defensive Fahrweise abnehmen.

Der wichtigste Sicherheitsfaktor ist und bleibt der Fahrer. Wenn der die Situation nicht meistern kann und seine Fahrkünste überschätzt, nützen die besten Reifen samt der ganzen Assistenzsysteme nichts :D

Jeder nach seiner Facon. Übrigens hatte ich schon mal mehr Kilometer mit dem Vorderradreifen runter : damals mit der R 60/6 waren es deutlich über 40.ßßßkm
Grundsätzlich liegt die relative Reifenlebensdauer bei meiner 90/6 und den anderen Möppis VR : HR wie 1 : 2-3 Stück

Kauft die Reifen die Ihr mögt. Was ich mache ist nicht massgebend.
Viele schöne Möpp-km bei bestem Wetter wünscht Euch
Martin :wink1:
 
Den Glauben an die bessere Nässehaftung kann ich nicht teilen. Wasser ist ein gutes Gleit-/Trennmittel und dann ist es egal, wie hart oder weich das Gummi ist.
Moin Martin.

Es liegt mir völlig fern, Deine Fahrweise zu kommentieren. Du bist alt genug, denke ich.
Dein oben vorgebrachter Einwand ist aber gefährlich falsch, längst durch diverse Tests und wissenschaftlich widerlegt.

Du darfst das gerne weiter glauben, es aber in einem Forum nachlesbar für alle (vor allem Anfänger) so falsch zu behaupten, halte ich für problematisch.