Zweinach1

Teilnehmer
Ich muss leider noch einmal das Thema Lenkkopflager ansprechen, ich komme auch mit den älteren Beiträgen nicht weiter und benötige eure Hilfe.

Meine R100R schwingt sich irgendwo zwischen 55-70km/h auf. Vermutung nach meiner Recherche: das Lenkkopflager.

Nach einem Blick ins WHB dachte ich, das wird eine schnelle und unkomplizierte Geschichte - irgendwie nicht :D

Ich löse erst einmal 1 & 2. Die 3 war sehr schwergängig, lies sich zu Beginn nur mit Rohrzange und Tuch bewegen.

Ich hab dann nochmal im Forum gestöbert und gelesen, man soll mal die Gabelbrücke lösen. Dann hat sich die 3 auch leichter gedreht aber auch die Gabelbrücke angehoben. Also die 3 wieder zurück gedreht, Gabelbrücke wieder angezogen.

Dann dreh ich an 3 (wieder schwergängig) und sollte der Lenker jetzt schon anders, sprich irgendwie schwerer nach links/rechts kippen? Oder erst nach dem alles wieder gekontert wird?

Sonst passiert aktuell einfach nichts, wenn ich an der 3 drehe. Mittlerweile bin ich so verwirrt, das ich nicht mal merke in welcher drehrichtung vorgespannt wird, es fühlt sich alles gleich an.

Wie gehe ich jetzt richtig vor? Wie ist das Vorgehen, wenn die obere Gabelbrücke gelöst wurde, muss dabei etwas beachtet werden?

Und kann mir nochmal jemand erklären, wie die einzelnen Teile zusammen funktionieren?

Danke euch!

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Hallo Timo,
zum öffnen
- halte 2 mit Zange oder Schlüssel
- löse 1 gegen Uhrzeigersinn
- löse 3 gegen Uhrzeigersinn
1000013503.jpg1000013502.jpg

Gruß, Axel
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

was der kleine Sechskant macht weiß ich nicht, gibts bei meinen Motorrädern nicht.

1 hält die Gabelbrücke, verbindet sie mit der Gabel.
3 hält das Lager, hier wird auch das Spiel eingestellt.

Zunächst 1 lösen, manchmal ist es hilfreich auch die Schrauben rechts und links an den Standrohren etwas zu lösen.
Nun 3 lösen bis sich die Gabel leicht nach rechts und links bewegen lässt.
X Die Gabelholme vorn unten umfassen und vor und zurück bewegen, es darf nichts klappern.

Jetzt 1 wieder anziehen.

Nun kann es aber sein, wenn 1 auf die Gabelbrücke und diese auf 3 drückt, dass das Lager zu stramm eingestellt ist.
Dann alles von vorn und erst 1, dann 3 ein klein wenig lösen, 1 wieder anziehen und prüfen.

Gabel muss nach einem leichten Schubser praktisch von selbst aus der Mittelstellung nach rechts und links "fallen", darf aber, siehe X, kein fühlbares oder hörbares Spiel haben.

Kann sich etwas hinziehen bis die richtige Einstellung gefunden ist. Schrauben an den Holmen nicht vergessen.

Lager zu locker = Klappern
Lager zu stramm = Motorrad pendelt oder man fährt leichte Schlangenlinien. Sehe ich oft, merke ich schon wenn ich einem hinterher fahre.

Gruß
Willy
 
Mit 3 wird das Lagerspiel eingestellt, wenn 1 und 2 lose sind und Spiel habe. 3 dreht sich immer schwer, wenn das gesamte Gewicht des Vorbaus daran zieht - also Rad aufstellen und leicht belasten.
Wenn das Spiel "leicht schwergängig" eingestellt ist, wird 2 angezogen und mit 1 gekontert. 3 darf dabei nicht verdreht werden.
 
Diese Variante mit den drei Teilen sorgt dafür, dass das Lenkkopflagerspiel sich nicht mehr verändert, wenn man Nummer 2 anzieht. Man stellt also mit 3 das Spiel ein und geht dann nach WHB vor und das Spiel passt weiterhin, ohne mehrfaches Einstellen.

Teil 3 hat ein Feingewinde, daher muss man schon ein Stück drehen, um eine Veränderung zu merken.
 
Diese Variante mit den drei Teilen sorgt dafür, dass das Lenkkopflagerspiel sich nicht mehr verändert, wenn man Nummer 2 anzieht.
Gut zu wissen, ich habe die Aufgabe dieser Schraube nicht gefunden. Dann sollte es beim ersten Einstellen ja klappen und durch das Anziehen von 1 nicht strammer werden.

Gruß
Willy
 
Kann aber auch vom Vorderrad/Reifen kommen.Hatte ich bei meiner GSX 1100 mal.

Weitere Möglichkeit ist, dass das Lager eingelaufen ist bzw. Marken hat, wo es immer wieder "einrastet". Diese entstehen bei großen Laufleistungen, da die Lagerrollen immer auf der nahezu gleichen Stelle laufen.
Wenn man das Lager bewusst etwas zu stramm einstellt merkt man das. Dann neues Lager....
 
Weitere Möglichkeit ist, dass das Lager eingelaufen ist bzw. Marken hat, wo es immer wieder "einrastet". Diese entstehen bei großen Laufleistungen, da die Lagerrollen immer auf der nahezu gleichen Stelle laufen.
Wenn man das Lager bewusst etwas zu stramm einstellt merkt man das. Dann neues Lager....
Was Zweinach1 beschreibt, weist aber auf ein zu lose eingestelltes Lager hin. Hoch offiziell im WHB nachzulesen. 😀 Wenn das Lager lange zu lose eingestellt ist, bilden sich aber gern Rattermarken.

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