FelixL

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Moin zusammen, kurze Info vorweg, in diesem Post Liste ich mehrere Probleme meiner R100R Classic (1995) mit ca. 50.000km auf, die mir nach dem Winterschlaf aufgefallen sind. Ich kenne mich wenig mit der Materie aus, möchte aber lernen und habe genug Geduld. Folgende Probleme liegen vor:

1. Tank: Ich hatte das Motorrad wegen einer porösen Dichtung bei einer Werkstatt. Weil ich schonmal da war habe ich wegen des hohen Stromverbrauchs den Mechaniker gebeten in einem Schwung die analoge Uhr von der Batterie abzuklemmen. Dafür hat er den Tank abgenommen und wohl nicht wieder richtig aufgesetzt. Mir ist aufgefallen, dass die Schelle die beim Abnehmen der Sitzbank sichtbar locker ist (Video). Wie genau kann ich den Tank fixieren? Ich würde ungerne für eine (wie ich meine) Kleinigkeit wieder zur Werkstatt fahren.

2. Undichtigkeit Ölkühler: An einem Schlauch ausgehend vom Ölkühler drückt etwas Öl raus, es ist nicht sehr viel (Bilder 1-4 anbei). Wie einfach ist eine Reparatur? Auf Youtube habe ich leider keine passenden Videos gefunden. Habe ich etwas übersehen?

3. Getriebe: Ich merke manchmal, dass der erste Gang nicht leicht einzulegen ist. Wenn ich die Kupplung etwas kommen lasse und etwas Gas gebe lässt er springt er rein. Mittlerweile wird das Schalten manchmal etwas schwerer, manchmal sehr wieder leicht. Die Gänge rutschen nicht, gelegentlich hört man allerdings vom zweiten in den ersten Gang einen lauten klackern, der Gang hängt dann kurz im Leerlauf und lässt sich mit Gas und Kupplungsspiel wieder einlegen. Mir ist aufgefallen, dass das Problem häufiger auftritt wenn ich stärker Bremsen muss und somit schnell runterschalte. Das Motorrad ist nun über 30 Jahre alt und hat ca. 50.000km gelaufen daher finde ich es nicht unglaublich schlimm, dass die Gänge manchmal etwas zicken. Das Getriebe ist für mich aber ein Teil an dem ich große Arbeiten selbst nichts machen würde. Worauf würdet ihr jetzt achten und was wären eure nächsten Schritte? Mein Getriebeöl ist ca. 1,5 Jahre alt mit 5.000km Laufleistung.

4. Tachowelle: Ich habe heute die alte Tachowellendichtung ausgetauscht, der Schlauch ist auch sichtlich angeschlagen (Foto 5). Ist das schon ein Grund den Schlauch zu tauschen? Zusätzlich spielt meine Tachonadel ab einer Geschwindigkeit von ca.70 km/h verrückt, fällt herunter und springt manchmal auf 200km/h. Könnte die Macke im Schlauch ein Grund dafür sein?


Das waren alle Fragen zum Motorrad selbst, danke erstmal, dass ihr bis hier gelesen habt. Zusätzlich habe ich noch ein/zwei Fragen zum Schrauben generell:

1. Youtube: Bei kleineren Reparaturaufgaben haben mir Youtubevideos besonders geholfen, ich habe mir vor allem Videos von Qchn und Nils Homann angeschaut. Könnt ihr mir noch weitere Creator empfehlen?

2. Werkstätte: Ich wohne in Hamburg, zu meiner bisherigen Werkstatt möchte ich ungerne wieder gehen (lange Wartezeit, Problem mit dem Tank, dafür aber günstig). Könnt ihr mir einige Profis in und um Hamburg empfehlen? Gerne würde ich das Motorrad auch in eine Selbsthilfewerkstatt bringen und mit etwas Unterstützung selbst arbeiten.


Vielen Dank für eure Hilfe!! Stellt gerne Fragen und gebt Kritik/Tipps etc. Das Motorrad habe ich damals mit dem Wissen gekauft, dass Wartung und Undichtigkeiten kommen werden, bei so einem Klassiker nehme ich das aber gerne in Kauf. Leider kenne ich in meinen Kreisen niemanden den ich zu diesem Thema fragen könnte, deswegen würde ich mich über ausführliche Antworten freuen.

LG Felix

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1) Dein Link zum Video tut nicht. Der Bügel mit dem Gummi dran wird unter das nach hinten stehende Rahmenrohr geklappt. Wichtig ist, dass der Tank vorne auch richtig in die Gummis reingeschoben wurde.

2) Wenn das Öl an einer Dichtung rausläuft, diese wechseln. Ansonsten hier im Forum einen gebrauchten Kühler suchen. Die Verkleidung vom Ölkühler kannst du mit drei Schrauben abnehmen. Saubermachen und schauen, wo es rausläuft.

3) Dein Getriebe scheint in Ordnung zu sein. Schalten bei der BMW bedeutet, mit Vorspannung am Schalthebel zu schalten. Mit dem Fuß ein wenig den Schalthebel bis zum Widerstand bewegen, Kupplung ziehen und mit dem Fuß sachte den Gang wechseln. Nicht zu hastig. Im Stillstand geht der 1. Gang nicht unbedingt willig rein, weil das Getriebe nicht synchronisiert ist. Nie einen Gang einfach reinknallen. Das geht bei japanischen Getrieben, bei BMW ist Gefühl notwendig.

Youtube) Besser ist dieses Forum und die Datenbank. Viel besser. Unwahrscheinlich enorm wahnsinnig viel besser. Weil Dutzende von Leute jedes Dokument kritisch hinterfragen.

Gruß Bernhard
 
1) Dein Link zum Video tut nicht. Der Bügel mit dem Gummi dran wird unter das nach hinten stehende Rahmenrohr geklappt. Wichtig ist, dass der Tank vorne auch richtig in die Gummis reingeschoben wurde.

2) Wenn das Öl an einer Dichtung rausläuft, diese wechseln. Ansonsten hier im Forum einen gebrauchten Kühler suchen. Die Verkleidung vom Ölkühler kannst du mit drei Schrauben abnehmen. Saubermachen und schauen, wo es rausläuft.

3) Dein Getriebe scheint in Ordnung zu sein. Schalten bei der BMW bedeutet, mit Vorspannung am Schalthebel zu schalten. Mit dem Fuß ein wenig den Schalthebel bis zum Widerstand bewegen, Kupplung ziehen und mit dem Fuß sachte den Gang wechseln. Nicht zu hastig. Im Stillstand geht der 1. Gang nicht unbedingt willig rein, weil das Getriebe nicht synchronisiert ist. Nie einen Gang einfach reinknallen. Das geht bei japanischen Getrieben, bei BMW ist Gefühl notwendig.

Youtube) Besser ist dieses Forum und die Datenbank. Viel besser. Unwahrscheinlich enorm wahnsinnig viel besser. Weil Dutzende von Leute jedes Dokument kritisch hinterfragen.

Gruß Bernhard
Danke dir erstmal, den Link habe ich ausgetauscht da sollte jetzt alles funktionieren. Ich denke dass der Tank dann vorne nicht richtig sitzt, ich werde mir das mal ansehen.

Das mit dem Getriebe hört sich ja erstmal gut an. Ich werde trotzdem noch weiter darauf achten, eine Diagnose übers Internet ist natürlich immer schwierig.

Und mit der Datenbank hast du natürlich recht, in Videoform kann ich das ganze leichter nachvollziehen. Dann werde ich aber in Zukunft das ganze nochmal gegenchecken.
 
2) Die Leckage am Ölkühler ist nicht ganz harmlos, solltest du genauer erforschen.
3) Getriebe: Lass mal jemand probefahren, der 2V-Erfahrung hat.
4) Die Tachowelle ist hin, das Zeigerverhalten spricht Bände. Schieb das nicht lange, sonst leidet der Tacho auch.
 
Falls du den Motor nicht auf der Rennstrecke fährst oder anders hoch belastest, kannst du den Ölkühler abbauen und das Thermostat bzw Ölfilterdeckel mit einem Schlauch kurzschließen. Bei der Kupplung solltest du auf das richtige Spiel am Handhebel achten. Wird zu viel Spiel gelassen, trennt die Kupplung nicht richtig was die Schalterei erschwert.
 
Moin,
so wie FrankR80GS schreibt würde ich es machen. DAS hat er gemeint:

 
3. Getriebe: Ich merke manchmal, dass der erste Gang nicht leicht einzulegen ist. Wenn ich die Kupplung etwas kommen lasse und etwas Gas gebe lässt er springt er rein. Mittlerweile wird das Schalten manchmal etwas schwerer, manchmal sehr wieder leicht. Die Gänge rutschen nicht, gelegentlich hört man allerdings vom zweiten in den ersten Gang einen lauten klackern, der Gang hängt dann kurz im Leerlauf und lässt sich mit Gas und Kupplungsspiel wieder einlegen. Mir ist aufgefallen, dass das Problem häufiger auftritt wenn ich stärker Bremsen muss und somit schnell runterschalte. Das Motorrad ist nun über 30 Jahre alt und hat ca. 50.000km gelaufen daher finde ich es nicht unglaublich schlimm, dass die Gänge manchmal etwas zicken. Das Getriebe ist für mich aber ein Teil an dem ich große Arbeiten selbst nichts machen würde. Worauf würdet ihr jetzt achten und was wären eure nächsten Schritte? Mein Getriebeöl ist ca. 1,5 Jahre alt mit 5.000km Laufleistung.
Sorry, ich bin hierzu anderer Ansicht als andere Kommentierende und sehe die von mir hervorgehobenen Symptomschilderungen als Hinweise für einen aufkommenden Defekt. Ich denke, dass die "Feder des Grauens", sprich die berüchtigte Feder am Schaltautomat, ihre letzten Zuckungen tätigt und "demnächst" (5Km oder auch 5000Km...) brechen wird.
Thema habe ich zweimal hinter mir nach ähnlichen Symptomen, speziell das Problem beim Einlegen des ersten Ganges ist für mich ein Déja-vue.
Die relativ geringe Gesamtlaufleistung Deiner Q spricht nicht gegen meine These: Eine nagelneue Feder verabschiedete sich bereits nach knapp 48TKm erneut. Das ist ein Cent-Artikel, bei dessen Herstellung Qualitätskontrolle keine Priorität zu haben scheint. Das Teil ist eine Wundertüte: Es gibt Getriebe, die sich nach 250TKm weiterhin einwandfrei schalten lassen, andere stehen nach 25TKm mit schlackerndem Schalthebel da....
Daher würde ich das Getriebe von jemand Kundigem überholen lassen.
 
Ich schließe mich Frank an, da meine R100R das selbe Verhalten beim schalten zeigte. Und ich hatte erst einen schlimmen Schaden befürchtet, also vielleicht hast du ja auch Glück :)
Das Spiel nach Betriebsanleitung einstellen, wenn’s dann nicht besser wird kannst du immer noch weitere Schritte einleiten ;)
viel Erfolg!