wophi

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Abend zusammen,

ich habe in den vergangenen Tagen eine elektrische Zündung an meiner BMW R100T verbaut. Diese lief knappe 100km super.
Heute fuhr ich knapp 20km und stellte das Motorrad dann für ca. 30min ab. Anschließend schaltete ich die Zündung (aber nicht den Motor) ein, nach zehn Sekunden begann es stark zu rauchen. Die Zündspule war geschmolzen, ein Bild hänge ich an.
Habt ihr bereits einmal von solch einem Problem gehört? Habt ihr eventuell Wegweiser, was ich nachschauen/nachmessen müsste damit dies mit der nächsten Spule nicht erneut passiert? Habe bereits eine Ersatzspule verbaut (war ein Doppelzündungssatz), diese wird bei Testfahrten ebenfalls extrem heiß.

Ich bin absoluter Elektronik (und elektrische Zündungs) Neuling und bin über jeden Rat dankbar.

Grüße
Philipp


Edit: Kabel wurden zunächst nur provisorisch verlegt, dies wird natürlich noch geändert.

IMG-20261004-WA0000.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Welches Zündmodul? Da scheint ein Problem vorzuherrschen, denn das sollte nach kurzer Zeit abschalten. Da kann die Spule nichts dafür.

Hans
 
Ich danke dir.
Zündmodul ist ebenfalls von SH, meines Wissens nach die jüngste Variante.
Habe SH eine Mail geschickt, ich werde berichten.
 
SH und Kundenservice ...
Naja, vielleicht ist das ja besser geworden.
Zu den vielen positiven Eigenschaften einer Elektronikzündung gehört das schnelle Abschalten,
wenn der Motor nicht läuft.
 
Antwort von SH erhalten:
"
Der Normal-Zustand der Zündbox ist, wenn sie die Zündung einschalten
und der Motor nicht dreht, das beide Ausgänge AUS sind.
-
Habe heute Morgen 6 Zündboxen aus dem Lager für eine Gegenprobe angeklemmt: alle waren AUS
-

Sie müssen prüfen an welcher Stelle die Zündspulen so angeschlossen wurden, dass sie AN sind.
Am besten ist die Prüfung, wenn sie anstatt der Spule eine Prüflampe verwenden.
In ihrem Fall wird die Prüflampe beim Zündung an leuchten, was falsch wäre."

Wie gesagt, ich bin Elektronik Laie und möchte nicht ausschließen dass ich bei der Verkabelung Fehler begangen habe. Werde dies in den kommenden Tagen mal testen.
 
Ich traus mich kaum zu sagen, aber ich habe einen offensichtlichen Fehler begangen welcher hoffentlich zu dem Problem führte...
In meiner Unkenntnis und Eile habe ich die Leitung des alten Hallgebers (Zwischenfrage, gab es 1979 schon Modelle mit diesem, oder wurde er bei mir nachgerüstet?) mit an die Zündspule angeschlossen.
Komme erst morgen dazu die Leitung rauszuwerfen, werde berichten.
 
79 war es noch ein Zündkontakt, allerdings in einer Blechdose wie später die Hallgeber. Zu erkennen am außen aufgeschraubten Kondensator.
 
Ach guck mal an, ich dachte Blechdose = Hallgeber. Ich merke schon, habe noch eine menge zu lernen. :-)
Danke Detlev!
Dann muss ich mich korrigieren, ich habe ich die Leitung vom Zündkontakt an der Spule mit angeschlossen 😅
 
Ja, das hat zur Folge, dass bei geschlossenem Zündkontakt und stehendem Motor bei eingeschalteter Zündung die Zündspule quasi Dauermasse hat und dann wird die Spule gegrillt.
 
Was hat das denn für einen elektronischen Nachteil, wenn er das Kabel zum Unterbrecher 15? 1?) nun an die Spule angeschlossen hat?
Bei 10 Sekunden Zündung an reicht es dann schon eine Zündspule zu grillen? Oder war die Fahrt davor schon ausschlaggebend mit besagtem angeschlossenen Kabel an der Spule.

Hat er damit nun auch das Steuergerät gehimmelt oder ist das noch ok und das Kabel war die Ursache und hat eine defekte Steuereinheit simuliert?
Ich frage als Stromlaie und würde es gerne verstehen
 
Was hat das denn für einen elektronischen Nachteil, wenn er das Kabel zum Unterbrecher 15? 1?) nun an die Spule angeschlossen hat?
Bei 10 Sekunden Zündung an reicht es dann schon eine Zündspule zu grillen? Oder war die Fahrt davor schon ausschlaggebend mit besagtem angeschlossenen Kabel an der Spule.

Hat er damit nun auch das Steuergerät gehimmelt oder ist das noch ok und das Kabel war die Ursache und hat eine defekte Steuereinheit simuliert?
Ich frage als Stromlaie und würde es gerne verstehen
Kontaktzündung ≠ Hallgeberzündung.

Gruß
Florian
 
Kontaktzündung ≠ Hallgeberzündung.

Gruß
Florian
Er hat ja die Kontaktzündung rausgeschmissen und dfür die SH eingebaut und so wie ich das verstanden habe, das Kabel, welches zum Kontakt ging (wo auch immer das jetzt angeschlossen wurde) oben am Kabelbaum dann an die Spule angeschlossen( wo es vermutlich doch vorher auch dran war) .Oder habe ich was missverstanden?
 
Danke für den Beistand Henni!

Und genau, das Kabel welches unten zum Kontakt ging, habe ich blöderweise an die Zündspule angeschlossen @strichsechs.
Interessante Fragen deinerseits, da würden auch mich die Antworten interessieren.
 
Die Spule bekommt bei eingeschalteter Zündung dauerhaft 12V an Klemme 15. Bei elektronischer Zündung das "Signal" zum Zünden vom Steuergerät an Klemme 1.
Bei Kontaktzündung kommt das Signal vom Unterbrecherkontakt. Da wir dann Masse an die Zündspule Klemme 1 gelegt zum Laden und beim Öffnen zündet es.
Steht der Motor bei eingeschalteter Zündung, macht die elektronische Zündung erstmal gar nichts bzw. schaltet nach einer bestimmten Zeit ab.
Bei Zündung an und zufälligerweise geschlossenem Unterbrecherkontakt wird die Zündspule dauerhaft bestromt.
Die für Kontaktzündung üblichen Zündspulen haben einen Primärwiderstand von ab 3 Ohm, alles darunter sollte elektronisch geregelt werden (Steuergerät). Eine 3 Ohm ZS zieht deutlich weniger Strom als eine niederohmige ZS. Die 3 Ohm Spule wird dadurch nur warm, die z.B 0,6 Ohm Spule wird gegrillt. Deswegen haben Steuergeräte Strombegrenzung und Abschaltzeit.
Rein rechnerisch:
3 Ohm ZS zieht 4 A
0,6 Ohm ZS zieht 20 A
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Detlev, soweit verstanden.
Das Kabel jedoch, welches an der Zünddose (Kontakte) am Kontakt dran war, ja dann vermutlich bei SH nicht mehr benötigt wird, wie kann er das denn an die Zündspule angeschlossen haben? Das andere Ende oben sitzt doch an der Spule original, oder nicht?
Meine Frage daher, was passierte mit dem Ende unter dem Limadeckel?
Ich hoffe ich drücke mich verständlich aus.
 
Hat das so in der Einbauanleitung von SH gestanden? Sicher nicht! ;)

Sehr sympathisch, wo der TE seinen Fehler schon eingeräumt hat:---)
Das kannst Du so empfinden. Vielleicht hätte ich besser geschrieben, daß man sich gerade als elektronischer Laie strikt an die Einbauanleitung des Herstellers halten sollte.
Dann bleibt auch weniger "Negatives" am Hersteller hängen, über dessen Service hier im Forum ja gerne hergezogen wird.
 
Da hast du Recht Wolfram, ich habe fairerweise mal den Herstellernamen aus meinem ursprünglichen Post gelöscht - dieser trägt ja nun wirklich keine Schuld.
Auch die Antwort von diesem kam zügig, freundlich und war hilfreich.

Grüße
 
... Das Kabel jedoch, welches an der Zünddose (Kontakte) am Kontakt dran war, ja dann vermutlich bei SH nicht mehr benötigt wird, wie kann er das denn an die Zündspule angeschlossen haben? Das andere Ende oben sitzt doch an der Spule original, oder nicht?
Meine Frage daher, was passierte mit dem Ende unter dem Limadeckel?
Ich hoffe ich drücke mich verständlich aus.
Hallo,

wenn ich den Philipp richtig verstanden habe, ist Folgendes passiert:

Er hat am Anschluß 1 der Zündspule, das ist der masseseitige, sowohl das Elektronikmodul als auch den originalen Unterbrecherkontakt angeschlossen. Wenn die Zündung eingeschaltet wird, erhält die Zündspule am Kontakt 15 Dauerplus. Ein Zündfunke wird ausgelöst, wenn die Masseverbindung an der Klemme 1 unterbrochen wird.
In dem geschilderten Fall ist jetzt diese Masseverbindung zeitweise zweifach vorhanden. Der Zündfunken wird ausgelöst, sobald die "letzte" Masseverbindung unterbrochen wird, zeitlich gesehen. Das kann das elektronische Zündmodul oder der mechanische Unterbrecherkontakt sein. Je nach Einstellung der beiden Komponenten.
Kann sein, daß das elektronische Modul nie aktiv einen Zündfunken ausgelöst hat, je nach Einstellung und Lage der Verstellkurven zueinander.
Alles noch nicht so schlimm, fall das Elektronikmodul sich nicht am Unterbrecherkontakt "stört" bzw. Schaden nimmt. Bleibt jetzt allerdings die Zündung ohne Motorlauf für einige Zeit eingeschaltet und der Unterbrecherkontakt ist geschlossen, so verträgt die niederohmige Zündspule der Elektronikzündung dies nicht. Sie brennt wie ja schon erwähnt durch. Daß das Modul die Masseverbindung schon nach kurzer Zeit trennt, hat keine Auswirkung, denn es wird ja vom U-Kontakt überspielt.
Das serienmäßige Zündmodul der BMW schaltet unter einer Sekunde ohne Motorlauf den Zündstrom ab, unterbricht die Masseverbindung an der Klemme 1. Das Modul der Kickstarterversion tennt nach etwa 7 Sekunden.
 
Vielleicht hätte ich besser geschrieben, daß man sich gerade als elektronischer Laie strikt an die Einbauanleitung des Herstellers halten sollte.
Vielleicht...oder auch einfach...nix?;).Ich stells ja nur mal in den Raum. Zumal ich behaupten möchte, das sich die Anzahl der von dir in letzter Zeit montierten SH, Sachse und allgemein verbauten Zündanlagen in einem überschaubaren Rahmen bewegt...was natürlich niemanden davon abhalten muss, um mit Lehrbuchwissen zu glänzen.

Ich drücke Phillipp auf jeden Fall die Daumen, das die Thematik mit einer neuen ZSP gegessen ist und er noch ein paar Herbstsonnenstrahlen mit seiner SH geniessen kann.

Grüße, Hendrik
 
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