Hofe hat die Lösung gefunden.



Irgendein, nicht identifizierbarer, flüssiger Stoff im Tank.
Nachdem alles wieder zusammen war und die Kiste nicht starten wollte, Zündung und Vergaser offenbar ok waren, war auch mein verdacht: Diesel.
Eine Geruchsprobe zeigte aber einen Benzingeruch, Diesel riecht doch deutlich anders.
Zur Kontrolle habe ich die Schwimmerkammern abgenommen und darin befand sich eine klare Flüssigkeit mit kleinen (Wasser???)-Bläschen und Schmutzpartikeln.



Wo sollten die herkommen? Vergaser waren frisch geschallt und die Benzinsiebe gereinigt.
Also habe ich den Tank abgekoppelt und meine bewährte 50ml Pferdespritze als Probetank an den Rahmen gebunden und mit frischem Sprit aus einem anderen Kanister befüllt. Der Motor ist sofort angesprungen, lief aber sehr unrund und zumeist nur auf einem Zylinder.
Damit war klar, der Sprit im Tank war überwiegend kein Benzin.
Da Ulf vor der Tankstelle gerade auf Reserve schalten musste, waren noch etwa 4 Liter Super im Tank, die mit 20 Litern "irgendwas" vermischt wurden.
Mit dem Inhalt der Schwimmerkammern ist er dann noch einige hundert Meter weit gekommen und dann kam diese nicht brennbare Mischung an die Düsen und der Motor hat den Dienst eingestellt.
Mit dieser Suppe wollte auch der gestern revidierte Motor natürlich nicht starten, was ich ihm nicht verübeln konnte.
Wir haben den Tank dann wieder geleert und die Benzinhähne nochmal ausgebaut. Die Siebe waren schon wieder stark verschmutzt. Also haben wir den Tank 2 mal mit frischem Sprit ausgespült. Was dabei zutage getreten ist, zeigen die beiden Fotos.
Hier die Rückstände nach dem abkippen des "Benzins" gestern Abend:
Immerhin scheint die Flüssigkeit leicht flüchtig zu sein, denn heute früh war die Wanne abgetrocknet und die Rückstände lagen trocken drin:
Sand!
Wir haben dann gestern Abend noch sicherheitshalber zusätzliche Benzinfilter in die Leitungen eingebaut und mit frischem Benzin sprang der Motor dann auch an, lief aber immer noch weitestgehend auf einem Pott.
Nochmal die Schwimmerkammern geleert, die Suppe samt restlichen Rückständen weggekippt und den linken Vergaser nochmal abgebaut und überprüft.
Die Leerlaufdüse war schon wieder dicht. Kurz alles mit Druckluft durchgepustet, Vergaser montiert und der Motor lief wie es sich gehört.
Kurz warmlaufen lassen und dann war Feierabend.
Heute früh dann die Kopfschrauben nachgezogen, Ventilspiel nochmal eingestellt, Motor warmlaufen lassen, Vergaser synchronisiert, CO-Wert eingestellt und dann konnte Ulf die Mystic glücklich in seinen Bus verladen.