Hi,
was Markus oben über den Zusammenhang von Motorleistung, Getriebeauslegung und Höchstgeschwindigkeit geschrieben hat, ist vollkommen korrekt. Die Auslegung der Übersetzungen auf Höchstleistung bei Vollgas im letzten Gang ist das Maß aller Dinge ... bei einer Rennmaschine.
Ah ja.
Deshalb übersetzten viele kluge Ingenieure - z. B. aus Japan - Motorräder (Autos sowieso) häufig so, dass im letzten Gang weder die Maximalleistung noch die Höchstdrehzahl erreicht werden. Die wissen nämlich, dass mancher auf der deutschen Autobahn Dauervollgas fährt, und wenn man da ständig am roten Bereich kratzt, Bergab stehenlässt, sich über Rückenwind freut, dann gibt's irgendwann einen ordentlichen Motorschaden.
Die GS - als Reisemotorrad - ist also, idiotischerweise, viel zu kurz übersetzt. Wäre das nicht so, gäbe es diesen Thread gar nicht, und es würde niemand Zahnräder für die längere Übersetzung des 5. Ganges fertigen, und kaufen würde sie auch keiner.
Nach meiner ganz persönlichen Auffassung hat BMW die GS damals zu kurz übersetzt, weil im 'Tourenfahrer' - für GS Interessenten damals die wohl wichtigste Fachzeitschrift - stets die Beschleunigung von 50 auf 120 km/h im letzten Gang als das Maß aller Dinge galt. Und genau da schafft man prima Werte, wenn man den letzten Gang so kurz wie möglich übersetzt.
Die wirklich sinnvolle Lösung gibt's leider nicht, nämlich ein länger übersetztes HAG, so daß der Drehzahlsprung von 4. zum 5. nicht größer wird wie bei dem Kayser-Zahnrad.
PS - Hubis Kombi mit langem 5. und 32/10 ist nur was für Beschleunigungsfetischisten.
