Hallo Gerd,
wenn es Dir nur um die Kontrolle der Quetschkante geht, kannst Du doch im zusammengebauten Motor die Methode Lötzinn anwenden.
Dazu den Motor auf eine Stellung kurz vor OT bingen.
Auf der Seite, die gerade im Verdichtungstakt ist (beide Ventile geschlossen) durch das Kerzenloch einen 2 mm dicken Lötzinndraht so einführen, daß er seitlich die Zylinderwand berührt.
Dann den Motor über OT hinwegdrehen und den Lötzinn herausnehmen und die Dicke der gequetschten Stelle messen (im Idealfall dann 1,5 mm in Deinem Fall).
Anschließend den Motor um eine Umdrehung weiterdrehen und auf der anderen Seite genauso verfahren.
Gruß Ulli
...Haben beide Zylinder den gleichen Kompressionsdruck ist davon auszugehen, daß die Brennräume annähernd gleich sind.
Gruß
Walter
Hallo Gerd,Nachtrach 2: könnte man nicht allerdings durch hingebungsvolles Synchronisieren eines Motors mit 2 unterschiedlich großen Brennräumen genau diesen Umstand maskieren (so daß Dein Meßgerät gleiche Kurven zeigt)? Also nach dem Prinzip "2 Fehler neutralisieren sich"?
... Ich beharre darauf (!!!!!) das geht nur mit ÖL
Gruß Holger
Hallo Gerd,
das glaube ich nicht. Wenn es nur um den absoluten Unterdruck ginge, wäre Deine Annahme wohl richtig. Da das "EKG" aber den gesamten Unterdruckverlauf während eines Arbeitsspiels für jeden Zylinder als Kurve anzeigt, werden sich unterschiedliche Brennräume (und damit unterschiedliche Verbrennungsabläufe) auch in unterschiedlichen Kurven manifestieren.
Gruß,
Florian

ps: ich vermute auch öl ist das genaueste aber das mit der spritzhöhe könnt ja mal jemand ausprobieren hätte ne 100gs mit bbk 12,7:1 und eine mit rplacement kit zur höhen vergleichsmessung
).
- Lötzinn in die Quetschkante (hier hat meine Erinnerung "~1,5" offenbar getrogen):
- links 1,0
- rechts 1,1
(auch hier habe ich je 3 Messungen gemacht, um nicht einer zufälligen Ölkohleablagerung aufzusitzen)
Erstens: die Abweichungen "rechts / links" passen zueinander.
Zweitens: Ulli, Deine Idee funktioniert bestens!
Ich störe den wie so oft durchbrechenden humoristischen Aspekt nur ungerne mit ein paar öden ersten Messungen:
- Kompression (Mittelwert aus 4x2 Messungen)
- links 9,6
- rechts 9,5
(weil es mir nicht auf den Absolutwert ankommt, habe ich beide mit "drannen" Vergasern gemessen, nur Gas dabei gegeben, und ja, ich weiß, der Schieber bleibt dabei unten)- Lötzinn in die Quetschkante (hier hat meine Erinnerung "~1,5" offenbar getrogen):
- links 1,0
- rechts 1,1
(auch hier habe ich je 3 Messungen gemacht, um nicht einer zufälligen Ölkohleablagerung aufzusitzen)
Erstens: die Abweichungen "rechts / links" passen zueinander.
Zweitens: Ulli, Deine Idee funktioniert bestens!
Drittens: jetzt muß ich nachrechnen, ob auch die Größenordnung des Verdichtungs-Unterschiedes zu der "gemessenen" QK-Differenz paßt. Könnte also einer Kolbenrückstandsdifferenz von 0,1 mm entsprechen.