249_Folie

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Jetzt habe ich mal eine Frage an die Experten.

Des Öfteren war ich schon mit meiner Blauen Alten 73 er BMW beim Tüv, Dekra, GTÜ, Küs....bei der HU.

Und in 8 oder 9 von 10 Fällen hatte ich Diskussion mit dem nicht von selbst einklappenden Seitenständer.

Für die kleinen Boxer gibt es da ein Gutachten mit einer A-Nummer, weil da kappt der Seitenständer auch nicht von selber ein.

Ich hab schon Konstruktionen vorgeschlagen bekommen die eher Schüttelfrost produzierten. Z.B. einen Federseilzug der mittels Tast-Öffnerkontakt die Zündung unterbricht wenn die Seitenstütze ausgeklappt ist. Ich halte das für lebensgefährlichen Unsinn, wenn der Schalter mal defekt geht während man fährt oder gar überholt geht da nix mehr vorwärts....
Die Serien Seitenstützenschalter haben Zugang zur Zündbox oder Motronik und haben 2 Kontakte, einen Öffner und einen Schließer und per Software eine Plausibilitätsprüfung.

Konstruktiv war dann mal ein GTÜ Prüfer der mich zu einer BMW Spezialistenwerkstatt geschickt hat, die für dieses Problem anscheinend eine Lösung hätten mit einem zusätzlichen Federzug.
Aha, das würde also akzeptiert. Interessant!!!
Ab in die Werkstatt, passende Zugfeder für diesen Job aus der Schublade gekramt. Aufhängungs-Ösen an die Zugfeder gebogen für Schlüsselringe und dann das ganze am Rahmenunterzug mittels Rohrschelle und in der richtigen Zugfeder für die Seitenstütze eingehängt und siehe da, klappt ein.
Hab das dann dem Prüfer als die Spezialkonstruktion der Spezialwerkstatt verkauft. Der war total begeistert wie genial die genannten Spezialisten doch sind.
Ich fürchte stark, dass ich wieder auf dem Absatz nach Hause hätte gehen können wenn ich diese Lösung als mein Eigenbau bekannt gegeben hätte.

Muss man mittlerweile so vorgehen damit man ohne Diskutieren durch die HU kommt, oder gibt es doch irgendwo in einem BMW Bulletin den passenden Hinweis für eine A Nummer für dieses Problem? Ich wurde bisher da nicht fündig, nur eben für die 248 Modelle.
 
Ich hab schon Konstruktionen vorgeschlagen bekommen die eher Schüttelfrost produzierten. Z.B. einen Federseilzug der mittels Tast-Öffnerkontakt die Zündung unterbricht wenn die Seitenstütze ausgeklappt ist. Ich halte das für lebensgefährlichen Unsinn, wenn der Schalter mal defekt geht während man fährt oder gar überholt geht da nix mehr vorwärts....
:fuenfe: sehe ich genauso. Mit einer Guzzi 850 T3 auf der AB auf der Überholspur passierte mir genau das. Ich hatte Glück und wurde nicht von der AB weggerammt .
Andererseits : feststehender, ausgeklappter Ständer in der Linkskurve :entsetzten:

.. und ja, bei /5,6,7 klappt der Seitenständer von alleine zurück mit 1 Stück Zugfeder

beim TÜV wird gerne mal eine 2.Feder verlangt oder der später erhältliche Einrastbügel. Willkür huuurrrraaa !

Für ältere Herrschaften ist der von selbst zurückklappende Seitenständer eine Probe darauf, ob sie gleichgewichtsmässig überhaupt noch fahren können :D
Dann lohnt sich der Umbau auf feststehend mit Zündungsunterbrecherschalter.
LG :wink1:
Martin
 
die eher Schüttelfrost produzierten. Z.B. einen Federseilzug der mittels Tast-Öffnerkontakt die Zündung unterbricht wenn die Seitenstütze ausgeklappt ist. Ich halte das für lebensgefährlichen Unsinn, wenn der Schalter mal defekt geht während man fährt oder gar überholt geht da nix mehr vorwärts....
Hallo Dieter,
Die Frage ist eher Pest oder Cholera:
Schließer: Defekter Schalter und abstehender Ständer mit Risiko des Abflugs
Öffner: Defekter Schalter und Zündunterbrechung, was durch eine defekte Zündkerze, einem gefluteten Kerzenstecker oder einem defekten Killschalter ebenfalls passieren kann.

An der Stelle sollte jeder selber entscheiden, welches Risiko das geringere ist.

Hans
 
Meine blieb früher draußen, dann nach einer HU habe ich ihn, noch auf dem Hof dort, gängig gemacht.
Dann habe ich mein Auto aus der Garage geholt und war unaufmerksam, normal hätte ich, Stoßstangengummi gegen Sturzbügel, die Kiste nur leicht aufgerichtet und vielleicht einige Zentimeter weiter geschoben aber es machte "Klack" und kostete 1100€.
Wie genau das abgelaufen ist hab ich nicht mitbekommen, nur das ein Lenkerende stärker war als das Blech des Kotflügels.

Seitdem klappt die Seitenstütze nicht mehr von allein ein.

Gruß
Willy

P1060149.JPG
 
Muss man mittlerweile so vorgehen damit man ohne Diskutieren durch die HU kommt, oder gibt es doch irgendwo in einem BMW Bulletin den passenden Hinweis für eine A Nummer für dieses Problem?
Meine /6 klappen auch von selbst ein, muss nur ab und an gepflegt werden.
Dein Motorrad hat doch auch mal eine Betriebserlaubnis bekommen, dann sollen die Prüfer dir keine Konstruktionsvorschläge machen, sondern bei dieser enormen Gefahrenlage versuchen die Betriebserlaubnis zu kassieren.
Sind das dann immer nur gut gemeinte Ratschläge, oder soll da auch das Siegel für die nächsten zwei Jahre dran hängen?
 
Bei den kleinen Boxern bestätigt BMW, dass der Seitenständer der gesetzlichen Vorgabe entspricht.
Die Bestätigung gibt es, weil der Seitenständer bei Bodenkontakt während der Fahrt sofort einklappt und nicht gegen den Boden abstützt. Das wird unter Anderem durch das große vertikale Spiel erreicht, von dem manche glauben die Aufnahme sei ausgeleiert. (Ja, das klappt wirklich)

Meine 75/6 dagegen hatte einen Seitenständer zum Aushebeln. Ob das so gewollt war weiß ich nicht, einmal hat es mich deshalb geschmissen. Zum Glück bei Schrittgeschwindigkeit auf einem Parkplatz.

Die r100 hat sich den Seitenständer eingeschüttelt. Bin abgestiegen um ein Tor zu öffnen, mit Seitenständer und laufendem Motor an einer leichten Steigung abgestellt. Leerlauf war etwas niedrig. Kaum war das Tor offen rumpelte es hinter mir und die RT-Verkleidung verlangte einen neuen Spiegel. Auch ein kleiner Rempler eine Fußgängers hat das ein anderes Mal geschafft. Da hat der Spiegel es überlebt.

Also nein, eine Bestätigung von BMW gibt es, außer für die kleinen Boxer, nicht.

Die Lösung der Kleinen oder einen Schalter finde ich optimal. Sofortiges Einklappen ist ok für zwischendurch. Ungesicherte Seitenständer sind garnix für mich.
 
Servus,
Bei meiner 77er RS klappt der Seitenständer auch nicht von selbst ein. Ich find das garnet übel,da mir das Absteigen erleichtert wird. Im stehen mit dem Fuß das Ding raus und nach links abstellen. Dann absteigen ohne Probleme.

Gruß
Der Indianer
 
Du brauchst die Seitenstützenlasche der /6. Damit klappt die Seitenstütze ein, allerdings nur wenn die Lasche richtig positioniert ist.
WedUnterschied Seitenstützenlaschen links.JPG
 
Um dieses Problem des hängenden oder nicht selbsttätig einklappenden Ständers bei HU zu vermeiden habe ich den Seitenständer meiner /5 einfach abgebaut.
Ich hab nun den Hauptständer als alleinige "Stehhilfe" und gleichzeitig auch eine recht einfache Kontrolle über meine "Fahreignung". So lange ich den Bock ohne Fremdhilfe auf den Hauptständer ziehen kann vermute ich, dass ich über hinreichende körperliche Eignung für das Führen diese Fahrzeugs bin. Sollte das nicht mehr der Fall sein wird es wohl an der Zeit sein sich von der aktiven Teilnahme im Straßenverkehr zurück zu ziehen.
Zudem fand ich die Neigungswinkel des Motorrads in der Seitenständerposition alles andere als "elegant" :D
Grusz

Bernd
 
Ich weiss jetzt immer noch nicht, ob die Abnahme davon abhängig gemacht werden sollte oder nicht ?
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, waren die Seitenstützen der Japaner immer deutlich kürzer und anders angeschlagen als bei /6.
Meines Erachtens kann bei einer (in Fahrtrichtung) rollenden/fahrenden /6 nichts passieren wenn die Seitenstütze runter fallen sollte, das Ding ist so lang, ein Aushebeln kann ich mir nicht vorstellen. Ich bin jetzt ca. 400.000km /6 Kilometer gefahren, mir ist noch keine Feder gebrochen, oder das Ding anderweitig runtergefallen, kann also für den Ereignisfall nicht mitreden, aber Unheil vorstellen kann ich mir nicht.
Die Seitenstützenprobleme von heute gab es ja früher auch nicht, früher stieg man ab, stellte das Moped auf den Seitenständer, fertig.
Heute müssen die Dinger ja so konstruiert sein, dass übergewichtige, ungelenke Fahrer ihre übergewichtigen, mit Koffern bestückten Hobel abstellen können, ohne vorher abzusteigen, weil sie sonst einfach umfallen. Dass so ein stabiles Konstrukt von selbst einklappen muss, oder der Hobel erst garnicht anspringen darf ist ja dann selbstverständlich.
Diese Situation dürften aber junge Prüfer nicht bei alten Motorrädern annehmen.
 
Du hast Recht. Die jap. Seitenständer klappten nach vorne in Fahrtrichtung aus. Hatten die Fahrer vergessen beim los fahren das Ding einzuklappen war ein Freiflug drin. Bei unseren BMW s kann die Feder brechen und in der rechtskurve der Ständer ausklappen. Und dann könnte es schwierig werden
Manfred
 
Hatten die Fahrer vergessen beim los fahren das Ding einzuklappen war ein Freiflug drin.
Nicht zwingend. Es ist ganz unterschiedlich, meist gibts einen Knall, einen Ruck und die Stütze ist eingeklappt.
Ist mir die letzten zwanzig oder dreißig Jahre nicht mehr passiert aber früher doch öfter schon mal. Geschmissen hat es mich nie.
Oder doch, einmal ist mir die Laverda an einer Tankstelle umgekippt, da hatte sich der Bolzen verabschiedet*, die Seitenstütze klappte nach vorn, ich ließ die Karre kommen und da lag sie. Zum Glück von der Säule weg, so dass ich den Fall, so überraschend er kam, bremsen konnte.
*Die Kisten haben ständig irgendwas verloren.

Gruß
Willy
 
Meine 75/5 (1970er Bj.) hatte einen nicht einklappenden Seitenständer. Als ich die Maschine kaufte wurde das beim Vollgutachten (22 Jahre abgemeldet) natürlich bemängelt. Bei 7Rock holte ich ein anderes (siehe Bild in #11) Anlenk-/Einhängestück der Feder. Damit klappte das Dinge nun bei Entlastung ein, und der TÜV war zufrieden.
Keine 2. Feder, kein Kurzschlussschalter, alles original BMW.