Ich brauche bitte mal eure Hilfe. Denn ich habe unglaublich wenig Erfahrung mit Dichtmasse.

Aktuell beschraube ich eine 50er vom Nachbarn. Die CPI SM50 hat einen nachgebaut AM06 Motor. Also von rechts der Deckel für Kupplung, Kicker, und ein paar Zahnräder. Links der Deckel von Lima und Polrad.

Vorgeschichte.
Kicker hat blockiert, anrollen ginge noch. Sagte der Eigentümer. Rechten Deckel runter, alles gut. Motor fest. War dann nicht der Motor sondern gelöste Schrauben, die auf der anderen Seite das Polrad blockiert hatten. Die Lima sah entsprechend aus.
Rechts alles wieder mit neuer Dichtung geschlossen. Links hat jeman vergessen dem Polrad etwas Drehmoment zuteil werden zu lassen.

Neue Runde: Öl suppte raus wie sau und es schepperte höllisch.
Die neue Dichtung war doof gefertigt, so dass der Abstand zwischen zwei Schraublöchern nicht zu den Schrauben passte. Die Dichtung hatte sich verzogen und bedeckte an einer Stelle die Dichtfläche nicht mehr, sie war förmlich nach innen geklappt. Zusätzlich hatte sich das Polrad gelockert und ein paar Späne am Deckel abgetragen.

Da keine neue Dichtung zur Hand nahm ich Curil T2, das lag gerade rum.

Jetzt ist wieder ein Ölleck vorhanden und es kommt ordentlich Öl heraus, soweit ich das sehe nur beim Fahren. Fast am gesamten Motor ist ein Ölfilm zu sehen. Im Gegensatz zur ersten Dichtung tropft es aber primär Links (hat nur Seitenständer). Vorher war der Hauptüberschuss rechts. Eine echte Quelle ist nicht zu erkennen, das müsste bei der Menge aber feststellbar sein.

Nun zur Frage:
Die Dichtflächen waren sauber. Dünn mit T2 eingestrichen und zusammengeschraubt. Es schien drei Tage alles dicht, jetzt ist der gesamte Motor wieder ölig. Vor allem auch oben drauf.

Ist T2 das falsche Dichtmittel? Wäscht es vom Öl aus? Kann so ein Deckel überhaupt so viel tropfen, dass plötzlich kaum noch Öl in Kupplung und Getriebe ist? Oder musstest dann woanders austreten?
Kann man bei der Verarbeitung von T2 so daneben liegen?
Welche anderen Ideen habt ihr wegen der Ölquelle? Ich habe schon daran gedacht, ob durch das blockierte Polrad ein Riss ins Gehäuse gekommen ist oder die Dichtung zwischen den Motorhälften einen bekommen hat und Öl willig austreten lässt. Alles bisher nicht erkennbar.

Mein nächster Plan ist eine neue Papierdichtung. Andere Ideen?


PS: Dieser chinesischen CPI hat keiner was zugetraut. Mit nun über 24000km (km-Zähler zählt nicht mehr) läuft die wie sau. Der Sohn ist die rund 15000km gefahren. Bei 50km/h ist noch lange nicht Schluss. Ersatzteile sind verfügbar. Bei allen Vorurteilen zeigt diese Chinesin, wie gut 2 Takter halten können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist kein einziger KfZ-Silikondichtstoff bekannt, der nicht mineralölbeständig ist. Die Unterschiede liegen vor allem in der Haltbarkeit der angebrochenen Tuben...
Konkret würde ich bei der Maschine alles fettfrei saubermachen und auf dem Seitenständer mit einer Pappe drunter für zwei Tage abstellen. Dann nach hängenden Tropfen suchen, nach heruntergefallenen sowieso. Es kann auch zu irgendwelchen Wellen heraussiffen.
 
Ist denn auch Öl in der Lima? Ein allfälliger Riss müsste ja wahrscheinlich im Umfeld der blockierenden/rappelnden Lima aufgetreten sein.
Wenn der Deckel ein reiner Deckel und nicht auch eine Lagerstelle für eine Welle, einen Kicker o.dgl. ist, sollte es eigentlich wurscht sein, ob Du Dichtschmatze oder/und eine Papierdichtung nimmst, solange der Deckel nicht verzogen ist und die Dichtflächen nicht vermackt sind.
Ansonsten gibt's noch den Tipp mit Babypuder zur Suche nach dem Leck...
 
....Dichtschmatze oder/und eine Papierdichtung nimmst, solange der Deckel nicht verzogen ist und die Dichtflächen nicht vermackt sind.
Hallo Andre,
Zimmi hat Recht. Das sollte bei reinem Deckel funktionieren, ich habe zusätzlich gute Erfahrung damit gemacht die Dichtflächen mit dem Dichtungsmittel zu versehen und dann einen feinen Wollfaden mit einzulegen. Der kann evtl kleinere Macken oder Verzug abdichten.
Viel Glück beim Schrauben und Grüße aus NordOstHessen
Ferdi
 
Ich würde bei so dünnwandigen Gehäusen immer nur mit Dichtung montieren. Für meinen und auch für andere Zweitakter verwende ich immer Abil 0.3 mm von der Rolle. Ohne HT Silikon. Dichtung bei Montage einfetten oder ölen, dann geht sie beim nächsten mal auch wieder ab.
 
In der Lima ist es trocken.

Deckel und Lager ist ein Hinweis: Im Deckel rechts ist der Kickstarter drin. Lagerung im Gehäuse und im Deckel. Das würde dazu passen, dass es erstmal dicht war und erst später wieder sifft. Ist das also eher schädlich für Deckeldichtung mit Dichtmasse?

Was mich tatsächlich total irritiert ist die verlustige Menge. Es fehlt viel Öl im Getriebe, unten hängen und tropfen aber eher einzelne Tropfen. Diese auch eher im linken Bereich des Motors, was am Seitenständer liegen könnte. Mit der defekten Dichtung hat auch deutlich rechts Öl abgetropft.

Ne neue Papierdichtung wird bestellt. Einbau auch bei der ersten schon mit Fett. Mist, dass die eingeklappt war.
Dann nochmal alles wieder raus und rein mit notwendigem Kühlwasserwechsel, der Kühlwasserkreislauf ist nun echt gut gespült. Das dritte Mal aufmachen.
 
Mein Hinweis bezüglich Lagerung im Deckel bezog sich hauptsächlich auf eventuelle Ausdistanzierungen. Dürfte bei einem Kicker kaum der Fall sein. Aber auf jeden Fall mal den WeDi am Kicker mit in Augenschein nehmen.
Viel Öl kann auch tröpfchenweise abhauen bzw. schon vorher über längere Zeit abgehauen sein.
Vielleicht mal den Motor außen ölfrei machen (innen natürlich wieder auf den korrekten Stand auffüllen) und dann im Stand eine Weile laufen lassen, damit alles schön warm wird, vielleicht zeigt sich dann ja die Stelle der Ölundichtigkeit? Sollte ja dank Wasserkühlung nicht schaden...
 
Beim Zweitakter ist das ja reines Getriebe/Kupplungsöl, 10w40. Kein Öldruck, nur umherspritzen.
Die Kicker-Welle hat neue O-Ringe bekommen, waren im Dichtsatz enthalten.

Zuerst war es mehrere Tage absolut dicht. Dann ist es aufgetreten. Wir haben gestern alles gereinigt. Aktuell sieht man im Stand erstmal nichts nach 1-2h. Ist die nächsten Tage zu beobachten. Der Motor war auch oben drauf ölig, nicht nur untenrum. Das ist schon komisch.

Es ist geschätzt mindestens 0,6l Öl in 12 Tagen verschwunden. Gedichtet am 03.09. Am 09.09. kam der erste Bericht "Tropft wieder". Die Menge muss eigentlich mehr als "Tröpfchen" sein. Viel wurde in der Zeit aber auch nicht gefahren.
 
Der Fahrtwind macht komische Sachen mit Öl. :rolleyes:
Wärme macht das Öl übrigens dünnflüssiger, und ein sich bewegendes Getriebe schleudert mit seinen Zahnrädern das Öl im Gehäuse umher. Beides begünstigt das Austreten des Öls, würde ich behaupten - daher kam mein obiger Tipp. :bitte:
Im Stillstand stört dann übrigens auch kein Fahrtwind. :&&&:
 
Hi,
sauber machen, im Stand länger laufen lassen und gucken.
Kommt da nix, nur wirklich sehr Kurze Fahrten machen, danach sofort gucken.
Wie Michael schon schreibt, Öl geht oft komische Wege.

Gruß
Willy