SwissChris

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Hallo zusammen

Nachdem ich Ende letzten Sommer unfreiwillig eine Kollision mit meiner R 80 GS (Bj. 1990) hatte, habe ich über den Winter u.a. die Originalgabel überholt und gleich mit WP Gabelfedern ausgestattet. Diese sind länger als die Originalfedern und gemäss Original-Einbauanleitung werden diese ohne Vorspannhülse und mit Gabelöl 7.5W verwendet.
Grundsätzlich bin ich mit dem Ansprechverhalten der Gabel zufrieden. Habe aber das Gefühl, dass Sie einerseits mit Beladung zu sehr einfedert (Stichwort Negativfederweg), gefühlt mehr als die Originallösung. Andererseits finde ich sie bei Lastwechsel oder in schnellen Kurven etwas zu sofaartig/schwammig.

Was denkt ihr, wie soll ich vorgehen um diese beiden Punkte zu verbessern.
  • Evtl. Einbau von zusätzlichen "kurzen" Vorspannhülsen?
  • Evtl. Verringerung Luftpolster in der Gabel?

Ich freue mich auf eure Antworten. :)

IMG_3315.jpg
 
Hallo Chris,

ich hatte mir damals verschieden lange Vorspannhülsen angefertigt.

Diese habe ich auf immer derselben Teststrecke gegeneinander ausprobiert und schließlich die Hülsen eingebaut, die für mich am besten funktioniert haben.

Im nächsten Schritt kannst du dann auch noch mit unterschiedlichen Ölviskositäten experimentieren und das Fahrverhalten weiter abstimmen.

Denk bei deinen Testfahrten auch daran, verschiedene Beladungszustände auszuprobieren – also solo, mit Gepäck oder gegebenenfalls mit Sozius. So findest du am Ende den besten Kompromiss, der zu deinem Fahrstil passt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Grüße
Uwe
 
Hallo zusammen...
Habe aber das Gefühl, dass Sie einerseits mit Beladung zu sehr einfedert (Stichwort Negativfederweg), gefühlt mehr als die Originallösung.
Hallo Chris, das kann ich bestätigen. Habe deshalb Federn für die GS PD verwendet.
Andererseits finde ich sie bei Lastwechsel oder in schnellen Kurven etwas zu sofaartig/schwammig.
Zur Dämpferabstimmung siehe hier. Am Ende bin ich bei SAE W 2,5 Gabelöl in der Druckstufe (Serie links) und SAE 9 (Zugstufe) - selbst gemischt aus ATF (SAE W7,5) und SAE W15, mit beidseitig 20 mm höherem Ölstand gelandet. Damit "klebt" das Vorderrad auf der Straße :D
 
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Hallo Chris,

ich habe mal vor ewigen Zeiten verschiedene Gabelfedern und Dämpferöle an der GS verglichen. Zuerst im Fahrversuch. Da waren mir als eher "komfortorientiertem" Fahrer Wirth und Wilbers und Promoto zu hart. WP fand ich gut. Dabei ist mir wie dir aufgefallen, dass die Feder die Gabel bei statischer Belastung etwas mehr eintaucht als die weiche Serienfeder. Da hat mich dann der Forscherdrang gepackt und ich habe Versuche gemacht. Ein Gabelholm ausgebaut, unter die Werkstattpresse gestellt unten auf eine Waage und dann definiert eingefedert 2,5cm, 5cm, 7,5cm, usw. und an der Waage das Gewicht abgelesen. Und siehe da, die WP war auf den ersten paar cm Federweg tatsächlich weicher als die Serienfeder, wurde dann aber schnell progressiv härter. Dann hab ich noch Drahtdurchmesser gemessen, Windungen gezählt usw.

Ergebnis war, dass ich kurze, ca 3cm lange Distanzhülsen gefertigt habe. Damit war die WP dann am Beginn des Federwegs ähnlich hart wie die Serienfeder und hatte bei statischer Belastung ca. den gleiche Höhenstand. Dann noch dünnes Öl in der Druckstufe und etwas dickeres in der Zugstufendämpfung. Das hat mir dann gefallen. Vorteil gegenüber der Serienfeder ist aus meiner Sicht, dass die GS beim starken Bremsen nicht so tief eintaucht wie mit der Serienfeder.

Das Geschriebene gilt nur für die Standard WP Feder, die Hard-Variante von WP (ich glaube so steht es auf dem Karton), hat einen größeren Drahtdurchmesser und war mir tatsächlich zu hart.

Wenn die Gabel dir im Fahrbetrieb zu "Sofaartig" ist bringen dir die Vorspannhülsen m.M. eher wenig. Dann eher dickeres Dämpferöl, oder härtere Federn. Wenn du wirklich die Standard WP hast, könnte ich auch Hard zum Tausch anbieten (gebrauchte) ;-)

Gruß
Marcus
 
....Das Geschriebene gilt nur für die Standard WP Feder, die Hard-Variante von WP (ich glaube so steht es auf dem Karton),
Gibt es denn derzeit überhaupt noch "WP" Gabelfedern für unsere Motorräder zu kaufen? Wilbers hat doch vor Ewigkeiten deren Geschäft und Produkte übernommen. Erst seit kurzer Zeit ist die Marke WP wieder mit hochpreisigen Enduro und MX Fahrwerken unterwegs.
 
Zur Geschichte von WP:

Der Wilbers hatte mit WP direkt nichts am Hut.

"Trotzdem! Wilbers liegt an der Niederländischen Grenze, WP ist damals niederländisch gewesen - kann doch immer sein, dass man dem Nachbarn mal geholfen hat.

Wilbers schreibt auf seiner Website, dass sie mit ZF und BMW zusammengearbeitet haben, WP hat auch schon immer mit BMW zusammengearbeitet, entwickelt - also könnte da theoretisch die Verbindung sein, wenn man unbedingt eine herstellen will.

OFFIZIELL gibt es keine!"
Zitat

von Zusammenhänge WP und Wilbers ?
 
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