julchen

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Hallo zusammen,

ich besitze eine R 100 GS Bj.1995.
Sie hat inzwischen 93000 km drauf und vor 8000 km wurden die Zylinderköpfe überholt.
Im Moment hab ich den Eindruck, dass sie sich hackliger schalten lässt.
Getriebe, Kupplung oder Kardan wurde noch nie gewechselt, aber gewartet.
Getriebeölwechsel wurde natürlich vor 500 km gemacht.
Ich wollte nächstes Jahr eine größere Runde (ca. 3500km) in Südeuropa machen.
Ist es sinnvoll bei dieser km-Leistung im Winter eine Getriebeüberholung + Kardanwechsel machen zu lassen?

Danke und Grüße,
Alex
 
Wichtig bei einer Paralever ist die Schmierung der Verzahnung für den Längsausgleich an der Antriebswelle,
hier gerne "staburagsen" genannt. Das nimmt vor allem Schädigungspotential fürs Getriebe weg.
Eine weniger geschmeidige Schaltbarkeit könnte den momentanen Temperaturen geschuldet sein.
Wie hat das letzte Öl ausgesehen? Erkennbare Partikel auch an der Ablassschraube?
Manches Getriebe läuft 200.000km ohne Überholung - ist auch eine Frage der Beanspruchung
 
Beim letzten Getriebeölwechsel/HAG Ölwechsel habe ich keine Auffälligkeiten (Farbe, metall. Partikel o.ä.) feststellen können.
Ist in beiden Castrol 75W-150 drin.
 
Hallo bei der Laufleistung lohnt m.M. auch ein Blick auf die Kupplungsverzahnung. Wenn da Rost statt Kupplungsfett ist, schaltet es auch schlechter. Auch den Kunststoffkolben bei der Kupplungsbetätigung kann man prüfen.

Bei einer geplanten längeren Tour und 93 Tkm Laufleistung würde ich aber schon eine Komplettüberholung in Betracht ziehen, schon wg. der bruchgefährdeten Feder an der Schaltklinke.

Gruß
Marcus
 
...schon wg. der bruchgefährdeten Feder an der Schaltklinke.
Alles richtig, aber auch eine neue Feder kann schon bald nach Einbau brechen. Die gesamte Kupplungsmechanik und deren Einstellung prüfen. Vernachlässigt wird gern das Nadellager und dessen Laufbuchse im Ausrückhebel. Nur wenn die Kupplung sauber trennt, kann man das Getriebe auch gut schalten.