Hallo zusammen,

mir ist an der Ampel fast meine GS 80 abgefackelt. Das gute Stück hatte ich von einem älteren Herrn gekauft, tip top gepflegt, nur der Kabelbaum war unter dem Tank wohl mal suboptimal verlegt. An der Ampel gab es unter dem Tank auf einmal ein "schönes" Feuerwerk, ging auch ohne Zündung munter weiter. Der Zufall wollte es, das ich zwei Wochen vorher den tollen Massetrennschalter vom Forumskollegen eingebaut habe. Der hat das Moped gerettet.
Habe mir über Kleinanzeigen einen Kabelbaum im guten Zustand gekauft, leider der falsche ( ab Bj.91).
Ich brauche aber einen für das Modell bis 90, das mit der alten G/S Lampe (hat diesen Rundstecker für die Cockpitplatine).
Falls jemand einen entsprechenden zu verkaufen hat oder Tausch gegen meinen, bitte melden 🙂.

Grüße und schöne Ostern

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Soweit ich mich erinnere, waren an meiner G/S der Licht- und der Zündstromkreis nicht abgesichert.
Ich habe mir nach meinem Kabelbrand in den neuen Kabelbaum dafür dann 2 weitere Sicherungen eingebaut, und diesen Mangel beseitigt.
Nominell hätten für den Kabelquerschnitt 15 A Sicherungen genommen werden müssen, um aber möglichen Stoßströmen etwas mehr Raum zu lassen (gerade für den Zündstromkreis) habe ich dort dann aber 25 A Sicherungen eingesetzt.
Ich strande lieber mit einer durchgebrannten Sicherung am Straßenrand als mit einem ausgewachsenen Kabelbrand.
Und auch wenn jetzt der Eine oder Andere sagen wird, dass 25 A für die Kabelquerschnitte zu viel sind, soll er daran denken, dass ab Werk dort gar keine Sicherungen vorgesehen sind.


Schönen Gruß

Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kabelbaum für die neueren GSsen (ab 91) hat eine Sicherung für die Hauptleitung in der Nähe der Batterie. Hab ich auch nicht gewußt und dann munter eine nachgerüstet, nachdem ich das hier im Forum mal gelesen hab mit den Bränden. Naja, besser zwei als keine...:&&&:
 
Ich denke 25A x 12V = 300W.
Das reicht im "Kokelfall" dennoch für ein ordentliches Feuerchen.
Ja, das ist nicht unkritisch, aber ich wollte die Gefahr, wegen eines kurzen Stromstoßes im Zündstromkreis dann ungewollt liegen zu bleiben, minimieren.
Die Sicherungen sind auch nur für einen Kurzschlussfall gedacht, zur Absicherung der Leitungen gegen Überlastung taugen sie so natürlich nicht.
Immer vor dem Hintergrund, dass an dieser Stelle ab Werk gar nichts abgesichert ist .
Aber 15 A Sicherungen könnten genausogut störungsfrei funktionieren, habe ich bisher nur nicht versucht.
 
Den Zündungskreis sollte man eigentlich nicht absichern, weil ein Motorausfall einen in lebensgefährliche Situationen bringen kann.
Eine 15A-Sicherung brennt bei 15 Ampere noch nicht durch, sondern erst bei schätzungsweise dauerhaft 22 Ampere oder Kurzschluss.
Daher ist eine 25er hier tatsächlich übertrieben.
 
Vorsicht!
Ich denke 25A x 12V = 300W.
Das reicht im "Kokelfall" dennoch für ein ordentliches Feuerchen.
Nur, wenn diese Leistung über längere Zeit anliegt. Bei einem Kurzschluß brennt auch die 25 A Sicherung nach kurzer Zeit durch.
Wie mein VorVorschreiber schon ausgeführt hat: bei einem "schleichenden" Schluß kann eine Überlastung einer dünnen Leitung (1 mm², 0,75 mm²) eintreten.
 
Nominell hätten für den Kabelquerschnitt 15 A Sicherungen genommen werden müssen, um aber möglichen Stoßströmen etwas mehr Raum zu lassen (gerade für den Zündstromkreis) habe ich dort dann aber 25 A Sicherungen eingesetzt.
Ich strande lieber mit einer durchgebrannten Sicherung am Straßenrand als mit einem ausgewachsenen Kabelbrand.
In diesem Fall gibts das Gemeckere nur für das sich selbst Widersprechen innerhalb des nächsten Satzes :D
Den Zündungskreis sollte man eigentlich nicht absichern, weil ein Motorausfall einen in lebensgefährliche Situationen bringen kann.
Sorry, aber das ist nun Quatsch, der Zündungskreis ist in JEDEM (aktuellen) Fahrzeug abgesichert. Soweit ich mich erinnere auch in der 2V-GS - und läuft noch dazu über zig wacklige Schalter (Zündschloss; Killschalter, der gern vergammelt)...
Das einzige was bei der 2V-GS ab Werk nicht abgesichert ist, ist der Anlasser - und die B+ Leitung von der Diodenplatte (diese läuft jedoch ab Anlasser mit über dessen dicke Leitung).
Viel bedenklicher finde ich da einige Undinge, die die Ignitech beizeiten treibt. Meiner Ansicht, begründet durch meine Erfahrung professionellen Motorsteuergeräteentwickung, nach aufgrund Fehlkonstruktion (präzise Signal auf Späteinstellung und Interpolation der Frühzündung über eine vollständige Umdrehung ohne Kenntnis der Drehungleichförmigkeit - dies führt zu unerwartetem Hacken bis zum Motorstillstand wegen viel zu früher Zündung bei niederer Drehzahl und viel Last.
Nur damit jetzt niemand kommt und das relativiert: Die Drehungleichförmigkeit während einer Umdrehung kann mehrere 100upm betragen (laut Testbetrieb eines Motorradmotors auf einem entsprechenden Motorenprüfstand mit 0,1° KW Abtastung).
Nur, wenn diese Leistung über längere Zeit anliegt. Bei einem Kurzschluß brennt auch die 25 A Sicherung nach kurzer Zeit durch.
Wie mein VorVorschreiber schon ausgeführt hat: bei einem "schleichenden" Schluß kann eine Überlastung einer dünnen Leitung (1 mm², 0,75 mm²) eintreten.
Ist so zwar richtig, jedoch brennen die meisten Fahrzeuge eben genau wegen solcher Schmorbrände ab, bei denen eben kein vollständiger Kurzschluss vorliegt, sondern Isolierungen allmählich durchscheuern, einzelne Litzen kurzzeitig Kurzschlüsse erzeugen, vibrationsabhängig wieder nicht, dann wieder doch, langsam verkokeln, der Widerstand steigt wieder - aber insgesamt liegt der Strom über dem was die Leiterisolierung thermisch aushält. Genau deswegen werden Sicherungen nur zum Leitungsschutz ausgelegt, nicht zum Bauteilschutz (Dafür gibt es dann evtl. Feinsicherungen im jeweiligen Bauteil).

Grüße,
Steven
 
Zuletzt bearbeitet:
Soweit ich mich erinnere auch in der 2V-GS - und läuft noch dazu über zig wacklige Schalter (Zündschloss; Killschalter, der gern vergammelt)...
Das einzige was bei der 2V-GS ab Werk nicht abgesichert ist, ist der Anlasser - und die B+ Leitung von der Diodenplatte (diese läuft jedoch ab Anlasser mit über dessen dicke Leitung).
Leider nicht, Bsp. alle Paralever ab Bj 1991
Nicht abgesichert
Zündspule, Zündsteuergerät, Fahr/Fernlicht, Beleuchtung Tacho/DZM/Uhr

Hans
 
Hast recht - Falsche Fehlerinnerung, ich habe nur bei meiner GS (Bj 1989) das Thema gleich nach Kauf behoben und eine Hauptsicherung in einen ohnehin freien Platz in der Sicherungsdose integriert - und das dann für mich als neue Wahrheit gespeichert :D
 
... Ist so zwar richtig, jedoch brennen die meisten Fahrzeuge eben genau wegen solcher Schmorbrände ab, bei denen eben kein vollständiger Kurzschluss vorliegt, sondern Isolierungen allmählich durchscheuern, einzelne Litzen kurzzeitig Kurzschlüsse erzeugen, vibrationsabhängig wieder nicht, dann wieder doch, langsam verkokeln, der Widerstand steigt wieder - aber insgesamt liegt der Strom über dem was die Leiterisolierung thermisch aushält. Genau deswegen werden Sicherungen nur zum Leitungsschutz ausgelegt, nicht zum Bauteilschutz (Dafür gibt es dann evtl. Feinsicherungen im jeweiligen Bauteil). ...
Deine Argumentation leuchtet mir ein! Dann doch, wie von Dir vorgeschlagen, nach Leitungsbelastbarkeit absichern.
 
Hi. Mal völlig off topic:

Ich habe noch einen originalen „alten“ GS Kabelbaum. Der ist zu verkaufen ohne Eintausch gegen den verbrannten. Den nimmt vielleicht Hans für Recyclingmassnahmen…

Grüsse aus New York Dirk