gosie

R 80R Baujahr 92
Hallo
schon sind zwei Jahre um und ich muss/will die Bremsflüssigkeit
wechseln. Vom letzten mal hab ich noch ungeöffnete Bremsflüssigkeit rumstehen.
Nun hab ich gelesen das auch im ungeöffneten Zustand die Bremsflüssigkeit
nur 2 Jahre haltbar ist. Begründung gab es keine.
Weiß jemand was genaueres ?
Gottfried

Ps
war in der neuen Ausgabe der Zeitschrift 'Motorrad' (4/26) übrigens mit
dem Foto einer neuen BMW F 450 G/S .
Also wie sie Aussehen könnte wenn BMW so was bauen würde.
Zeitschrift
 
Hallo Gottfried,

benutzen und gut ist. Die Dose ist verschlossen, so kann die Bremsflüssigkeit kein Wasser ziehen. Wenn du es ganz genau wissen willst, kaufe dir ein Messgerät dafür.
 
Es gibt kein Behältnis, das aus wissenschaftlicher Sicht absolut dicht ist.
Aber was wir brauchen ist technisch dicht und das ist eine ungeöffnete Dose in diesem Fall.
Da hätte ich auch nach längerer Lagerung keine Bedenken.
Hersteller wollen sich halt aus jeder Form von Gewährleistung freihalten.
 
Hallo Ihr
na ja so eine Dose koste 8 Euro,
will da keine Weltanschauung rausmachen und halte mich mal zurück.

Gottfried
 
Zuletzt bearbeitet:
Verwende die Bremsflüssigkeit, schraub dann die Flasche fest zu, stell sie auf die Waage und schreib mit einem Edding das Gewicht drauf. Wenn in einem oder zwei Jahren der nächste Bremsflüssigkeitswechsel ansteht, dann stell die Pulle wieder auf die Waage. Du wirst feststellen, das das Gewicht unverändert ist. Und weiter geht‘s.
 
Hallo Wolgang, kurze Frage: Wenn die Bremsflüssigkeit Wasser gezogen hätte, erhöht oder senke sich das Gewicht? Du weist, dass ich deine Chemiekenntnisse besonders schätze.

Gottfried: Nutzen und gut. Da man die Dose bei einem normalen Wechsel nicht leer bekommt, nehme ich selbst nach zwei Jahren den einmal geöffneten Inhalt nochmal. Glaub mir, alle 10 Jahre wechseln ist deutlich gefährlicher.

Hans
 
Nein, in keiner der Werkstätten, in denen ich beruflich geschraubt habe, stand ein Bremsflüssigkeitstester. Dort wurde immer nach Herstellervorschrift gewechselt und der Durchsatz war entsprechend hoch, so dass sich die Frage nach einer Überlagerung nie stellte.

In meiner Hobby-Werkstatt habe ich einen Tester aus der Preisklasse des verlinkten Louis-Teils, aber ehrlich gesagt noch unbenutzt und eingeschweißt... :D

Gruß
Florian
 
Es gibt zwei Wege der Prüfung: Gewicht und elektrische Leitfähigkeit.
Beim TÜV standen früher diese ATE-Tester; das ist aber dann eingestellt worden.
So einen einfachen elektrischen Tester habe ich auch, ist für eine Entscheidung ausreichend.
Neben dem Kriterium Wassergehalt gibts natürlich auch anderes, das langfristig relevant ist.
Neben chemischen Veränderungen (Oxidation?) ist da vor allem der innere Abrieb von Bedeutung.
 
Hallo Wolgang, kurze Frage: Wenn die Bremsflüssigkeit Wasser gezogen hätte, erhöht oder senke sich das Gewicht? Du weist, dass ich deine Chemiekenntnisse besonders schätze.

Gottfried: Nutzen und gut. Da man die Dose bei einem normalen Wechsel nicht leer bekommt, nehme ich selbst nach zwei Jahren den einmal geöffneten Inhalt nochmal. Glaub mir, alle 10 Jahre wechseln ist deutlich gefährlicher.

Hans
Hallo Hans,

Glykolbasierte Bremsflüssigkeiten, also nach DOT 4 und 5.1, sind hygroskopisch, und ziehen in einem mehr oder weniger offenen System ( Druckausgleich) im Laufe der Zeit Wasser aus der Luftfeuchtigkeit in die Bremsflüssigkeit. Außerdem gelangt Schmodder aus den Dichtungen und eventuell aus den Leitungen in die Flüssigkeit, sodass sich im Laufe der Zeit die Eigenschaften zum Negativen verändern. Man spricht dann davon, das die Bremsflüssigkeit „altert“. Deswegen wechselt man regelmäßig.
Das Eindringen von Wasser ist aber bei einer fest, d.h. dicht verschlossenen Flasche nicht möglich. Deswegen mein Tipp, die Flasche zu wiegen und zu beschriften. Wenn ein oder zwei Jahre später das Gewicht der Flasche nicht zugenommen hat, dann hat die Flüssigkeit auch kein Wasser gezogen. Ich kaufe nicht zu jedem Wechsel ein neues Fläschchen.

PS: Wenn ich Bremsflüssigkeit verkaufen würde oder wollte, dann würde ich etwas anderes schreiben.
 
Es geht nicht um die max. 10€, sondern um die Haltbarkeit von Bremsflüssigkeit.

Die Frage von Gottfried hat Michael in #3 aus meiner Sicht perfekt beantwortet, und ich bin der Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, zu jedem Wechsel der Bremsflüssigkeit ein neues Fläschchen zu öffnen.
Deine Meinung Wolfgang, passt, alles gut.

Michaels #3, bin ich völlig Deiner Meinung, sehe ich auch so.

Ich halte mich nun an #5 ;)
 
Ja, im Prinzip schon.
Im ungeöffneten Original Zustand dürfte sich hier, nix verändern.
Aber wie lange dürfen eigentlich, die Gebinde, in den Warenla(ä)ger stehen, bevor (?) passiert.
Ich kaufe eher weniger und dafür
" frisch", zumindest meint man das dann.
Alle zwei Jahre wechsle ich auch, da auch mal öfter, Regenfahrt.

Beste Grüße Beem.
:)
 
Mein Rat in diesem Fall ist, dass ich mir stets kleinere Gebinde (500 ml) kaufe für meine beiden Doppelscheibenbremsen. Größere, vermeintlich preislich günstigere Mengen, nehme ich nicht. So bleibt auch kein Rest übrig, der durch das lagern alt wird. Die noch original verschlossene würde ich auch noch verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Rat in diesem Fall ist, dass ich mir stets kleinere Gebinde (500 ml) kaufe für meine beiden Doppelscheibenbremsen. Größere, vermeintlich preislich günstigere Mengen, nehme ich nicht. So bleibt auch keine Rest übrig, der durch das lagern alt wird. Die noch original verschlossene würde ich auch noch verwenden.
Die 500 ml-Gebinde nehme ich auch.
Und nun mein finales Statement in dieser Angelegenheit:
Bremsflüssigkeit altert in der Bremsanlage und nicht beim Lagern in der Flasche!
 
....Beim TÜV standen früher diese ATE-Tester; das ist aber dann eingestellt worden.
Der Zustand der BFL im Vorratsbehälter stimmt nicht unbedingt mit dem der BFL im Bremssattel überein. Das wird wohl auch der TÜV eingesehen haben.

Ein Wechselintervall von zwei Jahren ist sehr konservativ, denn bei neuen Leasingfahrzeugen hält sie erstaunlicherweise drei Jahre.
 
Nein, in keiner der Werkstätten, in denen ich beruflich geschraubt habe, stand ein Bremsflüssigkeitstester. Dort wurde immer nach Herstellervorschrift gewechselt und der Durchsatz war entsprechend hoch, so dass sich die Frage nach einer Überlagerung nie stellte.

In meiner Hobby-Werkstatt habe ich einen Tester aus der Preisklasse des verlinkten Louis-Teils, aber ehrlich gesagt noch unbenutzt und eingeschweißt... :D

Gruß
Florian
Ist auch ganz einfach, testen tust du im Behälter, beim PKW ist aber wohl hinten rechts die Bremsflüssigkeit am schlechtesten.
So wurde es mal von der Innung, auf einer Weiterbildung, weiter gegeben.
Test hatte glaube ATE o. ä. gemacht.
Kann man sich dran aufhängen oder nicht, PKW wechsel ich alle zwei Jahre, Motorräder jedes Jahr.