Was mich in der ganzen Diskussion wundert ist, warum das überhaupt zur Disposition steht. Bremsflüssigkeit kostet jetzt nicht die Welt und der Wechsel ist bei unseren Kühen schnell selbst erledigt, deshalb stellt sich so eine sicherheitsrelevante Frage in meinen Augen nicht. Außerdem hätte ich mal gerne gewußt ob das was hier so verbreitet wird eigene Meinung, Expertenmeinung oder Erfahrung ist, das wäre durchaus entscheidend zu wissen in einem Forum das für jeden zu lesen ist.
Hallo …,
ein Forum ist ein Forum, d.h. es spiegelt nahezu immer die eigene Meinung, die eigene Erfahrung oder tatsächlich auch Expertenwissen wieder. Eine Klassifizierung erfolgt nicht bzw. selten.

Die im ersten Post gestellte Frage ist definitiv legitim. Das, was hier gemacht wurde, ist eine Risikoabschätzung. Und in meinen Augen erfolgten keinerlei gefährliche Hinweise. Denn eigentlich müsste hier geschrieben werden: Das Arbeiten an Bremsen ist nur Fachkräften erlaubt, alle anderen müssen die Finger davon lassen. Da wir aber wissen, dass solche Hinweise nicht ernst genommen, haben wir eben auch Anleitungen zur Bremsenreparatur in der Datenbank.

Und bis jetzt reden wir nur über eine in der originalen Dose gelagerten Bremsflüssigkeit mit 2 Jahren auf dem Buckel und nicht darüber, ob man von einem Spenderfahrzeug die Bremsflüssigkeit für eine Reparatur nehmen soll. DAS wäre eine echte Hausnummer.

Heißt: Das Arbeiten an der eigenen Maschine unterliegt der eigenen Gewährleistung und Risiko.

Hans
 
Heißt: Das Arbeiten an der eigenen Maschine unterliegt der eigenen Gewährleistung und Risiko.
Lieber Hans,

ich Schätze Dich, Dein Wissen und Deine Meinungen, auch aus dem Nachbarforum, sehr aber hier bin ich anderer Meinung. Es könnte ja ein Bremsversagen durchaus dazu führen das man Dritte gefährdet.
Aber das ist wie in jedem Forum, ein paar Ingenieure haben Dinge entwickelt, hier in diesem Beispiel ein hydraulisches Bremssystem, und geben Empfehlungen basierend auf Expertenwissen und ggf Forschung heraus. Das wird dann im Laufe der Zeit von "Laien", Hobbymechanikern und sonstigen "Fachleuten" in Frage gestellt. Das ist mir im Prinzip auch egal, solange der Schaden dann auf deren Seite bleibt (man sehe sich bloß mal die endlosen Diskussionen um Ölwechselintervalle an), bei sicherheitsrelevanten Dingen hört bei mir aber der Spass dann auf. Die Herren Dunning und Kruger lassen in diesen Diskussionen herzlich grüßen.
 
sehr aber hier bin ich anderer Meinung. Es könnte ja ein Bremsversagen durchaus dazu führen das man Dritte gefährdet.
Wenn du mir den Nachweis bringen könntest, wäre ich auf deiner Seite. Mir war der Hinweis von Wolfgang sehr wichtig. Die anderen Aussagen gehen in die Richtung Haftung - ein ganz anderes Thema.

Nochmal: Neu ist immer besser (auch da müsste dann neu hinterfragt werden, siehe die Frage nach dem Abfülldatum auf der Dose), nur ab wann darf es nicht mehr eingesetzt werden?

Hans
 
Bei bisher allen Gebraucht-KFZ waren die Bremsanlagen unterirdisch gewartet.
Rostige Kolben, undichte HBZ, Schmodder im ganzen System.
Da ist der regelmäßige Wechsel nur ein Aspekt.
Vielleicht sollte man empfehlen, wie in Japan die Bremsanlage alle 10 Jahre zu überholen?

Gruss, Frank
 
Nun ja, ich würde mal behaupten eine neue Dose Bremsflüssigkeit ist ja luftdicht, mittels eines Siegels, meist aus Plastik, verschlossen. Wenn man dieses Siegel bricht dann wird man diese Dose nie wieder wirklich luftdicht verschließen können und Ergo wird die Bremsflüssigkeit Feuchtigkeit aufnehmen. Wie lange dieser Prozess in Anspruch nimmt bis die BFL unbrauchbar wird weiß ich nicht. Das werde ich aber beim nächsten mal wenn ich BFL übrig habe mal austesten. Was man machen kann ist die Bremsflüssigkeit aus der angebrochenen Dose vor dem Verwenden mit dem bereits erwähnten Bremslüssigkeitstester auf ihren Wassergehalt testen. Immerhin besser als blind ins Bremssystem kippen.
 
.....
Da hätte ich auch nach längerer Lagerung keine Bedenken.
Hersteller wollen sich halt aus jeder Form von Gewährleistung freihalten.
...und wollen doch nichts lieber. als das der Konsument so schnell wie möglich wegschmeißt/wegschüttet/austauscht....und neu kauft.
Wer hat Huxleys Buch - "Brave New World" gelesen: "the less stitches the more riches".
 
Hallo
Ich habe so wie die meisten hier auch wenig Ahnung 😁, wechsle aber alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit.
Ist ja nicht viel Arbeit und schnell erledigt.

Angebrochene und gut verschlossene Gebinde verwende ich auch nach 3 Jahren wenn noch genügend Inhalt vorhanden ist. Geringe Mengen hebe ich nicht so lange auf.
*Ungeöffnet hätte ich auch nach 5 Jahren oder mehr keine Bedenken die Bremsflüssigkeit noch zu verwenden.
Das war auch bei der alljährlichen Messung beim TÜV immer im grünen Bereich.
Ja, die nehmen das hier sehr genau. 🙃

Ich verwende auch schon lang DOT 5.1
Ein Ablauf oder Produktionsdatum hab ich noch nicht entdeckt.

Ansonst halte ich mich (meist) nach den Herstellerangaben. 😉

*Ergänzung
 
Zuletzt bearbeitet:
und geben Empfehlungen basierend auf Expertenwissen und ggf Forschung heraus.
Klar. Deshalb gibt's Wartungsintervalle von 15000km, dann 30000km und schließlich wieder 15000km beim gleichen Hersteller (VW) und Motorklasse. Das sind keine technisch notwendigen Dinge. Grund für die Intervalle sind aftermarket-umsätze und Haftungsausschluss. Tesla Model3 kennt nicht mal Wartungsintervalle, gar keine. Nicht mal für Bremsflüssigkeit. Es wird empfohlen, die Bremsflüssigkeit alle 4 Jahre zu prüfen... Kann man beurteilen wie man will.
Warum muss man im Motorrad das Getriebeöl regelmäßig wechseln und Autogetriebe fahren 500000km mit demselben Öl?

Das, was wir lesen, sind nicht die Erkenntnisse von Ingenieuren. Es sind die Dinge, die Hersteller und Marketing wollen, dass wir sie lesen. Ebenso wie auf Milchpakete beim zentralen Milchverarbeiter in der Eifel je nach Kunde ein unterschiedliches MHD auf die selbe Milch gedruckt wird.

Ja, Bremsflüssigkeit nimmt Wasser auf und altert nur durch herumstehen alleine deshalb. Meiner Meinung nach sind in den 2 Jahren jedoch alle Eventualitäten und Einsatzbedingungen eingerechnet, die auftreten könnten. Dementsprechend halte ich trocken und verschlossen gelagerte Bremsflüssigkeit für völlig unbedenklich.

Und nein, es geht mir nicht um 2 Euro 50. Bremsflüssigkeit ist übel zu entsorgen und ein echt mieses Zeug. Deshalb finde ich es auch unverantwortlich, dass für den Bremsflüssigkeitswechsel an unserem Ford 4 Liter (vier) erforderlich sind. Die werden durchgepumpt und entsorgt (ganz bestimmt). Füllmenge sind keine 600ml. Falls Ingenieure das tatsächlich so konstruiert haben, dass man 4L braucht, ist das verachtenswert.

Ich bin auch der festen Überzeugung, dass in 40-50 Jahren ein gewisser Fortschritt bei Bremsflüssigkeit erzielt worden ist und diese inzwischen haltbarer ist. Sollte man deshalb auf Umsatz verzichten?

Zur Klarstellung: das ist nur meine persönliche Meinug. Wer auf Nummer sicher gehen will wechselt jährlich (So, wie bei unserem Hyundai) die Bremsflüssigkeit mit frisch Gekaufter. Das ist bei entsprechendem Einsatz sicher sinnvoll (keine Ironie!). Ansonsten wie immer: unabhängig eine eigene Meinung bilden und danach handeln.
 
Außerdem hätte ich mal gerne gewußt ob das was hier so verbreitet wird eigene Meinung, Expertenmeinung oder Erfahrung ist, das wäre durchaus entscheidend zu wissen in einem Forum das für jeden zu lesen ist.
Dann ist unser Forum die falsche Informationsquelle für Dich.

Halte Dich ausschließlich an die (verfügbaren) Betriebsanleitungen und Werkstatthandbücher von BMW selbst, das sind die von Dir gewünschten qualifizierten Ersthand–Informationen vom Hersteller selbst.

Florian
 
Ich habe heute Abend meine Plastikflasche mit Liqui Moly DOT 4 betrachtet. Die Flasche ist gestempelt mit Batchnummer, Datum 07/24 und mit Expiry Date 07/26.

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