Moin,
abgesehen davon, dass wir hier wohl Luxusprobleme lösen, auch der Totalverlust eines Motorrads ist im Vergleich zu den angefallenen Personen- und Sachschäden locker verkraftbar, ist ein solcher Wasserschaden Problematisch.
Dabei ist das pure Wasser noch am wenigsten der Knackpunkt.
Würde ein Motorrad in ein "sauberes" Schwimmbecken fallen, wären die Maßnahmen überschaubar. Wasser, wenn es mit großer Fließgeschwindigkeit "abfließt" transportiert aber die Ton, Schluff und Sandfraktion (von allem Anderen mal abgesehen!). Dieser "Schlamm" setzt sich ab wenn die Fließgeschwindigkeit (die Transportenergie) absinkt, das Grobe zuerst. Genau dies passiert auch im Motorrad und deswegen ist Eile vonnöten!!
Zumindest die Ton und Schlufffraktion, die sich auch in kleinen Hohlräumen und Ecken festsetzen kann braucht einige Stunden bzw. Tage zum absetzen. Eine "Brutalomethode" diesen Glibber herauszubekommen wäre Ausspritzen der Hohlräume mit sauberem Wasser unter hohem Druck und dann trocknen, Öl rein und damit noch mal durchspülen.
Beim Motor kannst du auch nur mit "dünnem" Öl spülen.
Wenn man zu lange damit wartet kann, wie die Bilder vom Walter eindrucksvoll zeigen, im Antrieb und Getriebe, wo auch im Normalbetrieb kein Öldruck die Innereien "spült" , evtl. in den "Ecken" was übrig bleiben und sich fest setzen und das kann sich mittelfristig fatal auswirken.
Ist also ein Lotteriespiel und muss man sich anschauen. Pauschal empfehlen würde ich so etwas nicht. Irgendwo im Outback würde ich das so machen und hoffen nach Hause zu kommen. Die Zweiventiler sind da recht robust... wenn ich überlege durch wie viele tiefe Bäche ich gefahren bin.......
Gruß
Kai