ratzfatz

Fear sucks™
Meine 75/5 springt bei den derzeitigen Temperaturen nur schwer bis gar nicht an, und generell unter 10 - 15° sehr schlecht, dafür im Sommer bzw. bei warmen bis lauwarmen Motor – unabhängig von der Witterung – problemlos. Ich vermute eher eine falsche Startmethode oder Einstellung, als einen technischen Mangel.

Die 64/32/9 & /10 sind 2011 von redb@ron vorzüglich revidiert worden, seitdem sind die etwa 3000km gefahren worden. Beide Gummimuffen sind parallel ausgetauscht worden und dicht. Die Bestückung der Bings:
Nadeldüse 2.66 (WHB 2.70)
Leerlaufdüse 45 (WHB 44)
Starterdüse 60
Hauptdüse 145 (WHB 135).
Abweichende Düsenbestückung durch Walter/Euklid55, die sich in reduziertem Verbrauch positiv bemerkbar macht. Die Choke-Züge sind bei Hebelposition ganz unten (Stufe 2) bis Anschlag auch am Anschlag der Startvergaser, so hat es mir Andreas/redb@ron erklärt. Ein nicht ganz unter richtigen Bedingungen gemessener CO-Wert war ca. 2,5 Vol-%, den Wert würde ich z. Zt. nur als sehr grobe Hausnummer ansehen. Schwimmerkammern habe ich letztens gesäubert, es war nur sehr sehr wenig Feindreck, kein Wasser drin. Vergasersyncro mache ich per Twinmax. Ventilspiel und ZZP (Ignitech) sind gecheckt. Für die derzeitigen Startversuche setze ich 2x 18Ah Batterien parallel ein, um ein Zusammenbrechen der Versorgungsspannung durch den Bosch Anlasser auszuschliessen, der IMHO normal zur Sache geht.

Bei den jetzigen Temperaturen in der Garage (+5-0°C) gehe ich so vor:
1. Schwimmerkammern füllen (bis zum Stillstand im durchsichtigen Filter), Choke auf halbem Weg zwischen Pos1 und Pos2, starten und 5-10 Umdrehungen laufen lassen.
2. Zweiter Versuch bei Pos 1 minus wenige mm Wegstrecke hin zu Pos0, Motor zündet 3-4 mal und geht mit oder ohne zartem Drehen des Gasgriff aus. Dann muss ich 30-60sek warten, drehe den Choke von einem zum anderen Anschlag.
3. Dritter Versuch bei Pos 1 minus wenige mm Wegstrecke hin zu Pos0, Motor zündet 5-7 mal und geht mit oder ohne zartem Drehen des Gasgriff aus.
4. Wie 2 und 3, jetzt läuft der Motor etwas länger, geht aber wieder aus.
5. dito
6. Choke auf halbem Weg zwischen Pos1 und Pos2, starten und der Motor lässt sich mit Glück und einem Hauch Drehen am Gasgriff nun am Leben erhalten. Manchmal geht's auch mit Pos2 (Anschlag unten). Wenn nicht, kommt Punkt 7 dito.

Ich tippe auf:
- Falsche Auffassung der Startprozedur
- CO-Wert zu gering/Leerlaufeinstellung zu mager
- Choke-Zug nicht korrekt eingestellt (keine Angaben dazu im BMW WHB, das Bucheli WHB schreibt, die Starterhebel am inaktiven Anschlag mit Chokehebel auf Pos0 einzustellen – ich hab's lt. Andreas genau andersrum eingestellt, sehe darin aber keinen Nachteil)

Aber was weiß ich. Was meinen die Profis?
Danke, Pat
 
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Bei den Temperaturen den Choke voll auf.

T'schuldigung! Ich schrubte obwohl ich kein Profi bin.:&&&:
 
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Das hilft initial aber nicht. Ab #5 vielleicht.

Zum Profi, ja nu, Laufleistung zählt auch.
 
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Schon sehr lange. Wie das vor der Revision bzw. Walters Anpassung war, entzieht sich meinem Langzeitgedächtnis.
 
OK, wollte nur sicher gehen, daß nicht das Kaltstartrohr gerissen ist. Andreas hätte das mit Sicherheit entdeckt.
Startprozedere: Choke voll auf, je nach Aussentemperatur Gas geben, ganz kalt heisst kein Gas.
 
Nein. Müsste ich machen. Die Vermutung, dass der Bosch Anlasser möglicherweise alters- und/oder kältebedingt der Ignitech zuwenig Spannung übrig lässt, hatte ich eine zeitlang. Deswegen auch die zwei Batterien parallel, plus aktivem C-Tek Ladegerät beim Startversuch, um Anlasserbedingte Zusammenbrüche ausschliessen zu können.

Leider fehlt mir ein typenähnlicher Vergleich, um akustisch Beurteilen zu können, ob andere 75er mit 8 Zähne Bosch ähnlich starten. Auch wenn das eher esoterisch denn empirisch ist.
 
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Ich kenne das Ladegeraet zwar nicht, aber die meisten liefern sowenig Strom, dass das keinen Unterschied beim Anlassen macht (da fliessen ueber 300 Ampere beim Bosch-Anlasser).

Wenn der Anlasser schwer gehen sollte und noch mehr Strom zieht, koennte man auch folgendes probieren, um die Bordspannung als Ursache fuer die Startprobleme zu identifizieren oder auszuschliessen:

  • Ausgangszustand: beide Batterien abgeklemmt, vor allem Masse wird erst am Schluss angeschlossen.
  • Erste Batterie mit dem Pluspol des Bordspannungsnetzes verbinden
  • Das dicke Plus-Kabel am Anlasser entfernen (mit Klebeband isolieren!) und ein separates, dickes Kabel vom Anlasser zum Pluspol der zweiten Batterie fuehren
  • Beide Batterien mit Masse verbinden; die Batterie, die den Anlasser versorgt, braucht natuerlich auch hier ein dickes Kabel
Auf diese Weise sinkt die Spannung im Bordnetz beim Anlassen nicht mehr ab, egal wieviel Strom der Anlasser zieht.

Gruss,
--Christian

Edit: Oder einfach mal die Bordspannung beim Anlassen messen -- das sollte einfacher sein, wenn man weiss, ab wann die Zuendung nicht mehr mitspielt.

Edit2: Oh, das hat Hubi ja schon geschrieben :pfeif:
 
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Moin Pat,

Fahr seit 31 jahren 75/5, aber Start Problem Experte bin ich leider (oder zum Glück) nicht:D

Hatte nie größere Probleme mit dem anschmeissen.

Die Bedüsung meiner vergaser ist bis auf die nadeldüse 2.68 gleich.
hat aber fürs Kaltstarten mmn. keine Bedeutung.

Ist schwierig was zum Startvorgang zu schreiben, ist wie beim Fahren, ich denke nicht weiter drüber nach, ist automatisiert.

Versuchs trotzdem: Choke immer voll, habe aber auch die Startvergaser mit nur einer Stellung. Zu ca 95% benutze ich den Kickstarter.
Springt dann eigentlich spätestens nach dem 3.mal an. Wenn nicht, bischen warten. und dann nochmal versuchen. Wenns dann immer noch nicht klappt nehm ich dann den Anlaser zu Hilfe.
Nicht zu vergessen ein wenig mit dem Gasgriff zu spielen, kann ich aber nicht beschreiben.

Wenn der Motor dann läuft, dann fahr ich los und nehme den Choke nach ca 200m wieder raus. Ist ja in meinem Fall, auch nur ein Startvergaser und kein regelbarer Choke. Halte den Motor dann mit dem Gasgriff am Leben, stabiler Leerlauf kommt später wenn ein paar kilometer gefahren sind.

Aber das nützt Dir wahrscheinlich auch nichts.

Du schrubst von feinem Dreck in der Schwimmerkammer, kann es sein dass die Leerlaufdüse zu ist, ist ja auch eine sehr feine Bohrung. Hatte ich mal bei einer Suzuki GS500, sprang mit Choke an, starb aber sofort ab wenn man Gas gab.

Ist Benzin in der seperaten Kammer für den Startvergaser?

Grundstellung Drosselklappe? vielleicht zu weit offen?

Zündung: habe festgestellt, das wenn der Zündzeitpukt etwas zu früh (natürlich innerhalb der Toleranz) ist. springt der motor eher schlecht an.
Weiß nicht wie es mit der Ignitech ist, habe noch Kontaktzündung.

Viel Glück
 
Hatte mit meiner ein ähnliches Problem. Vorher nie Probleme mit dem Starten bei tieferen Temperaturen gehabt. Seid letztem Frühjahr war das gute Stück nicht mehr dazu zu bewegen an zu springen. Egal welche Choke oder Gasstellung. Immer mit Startpilot oder Bremsenreiniger 2 Stöße in den Luftfilter und sie lief an, mit ein wenig Glück und spielen am Gasgriff konnte ich sie auch am Leben halten. Kein schönes Bild wenn Du das irgendwo in der Öffentlichkeit vorführen must mit einem Oldtimer! Im Dezember dann nach einigen langen Telefonaten mit RedBaron die Vergaser komplett zerlegt, überprüft ob die Startvergaser, das sind ja 2 seperate Gemischanreicherungsvergaser, richtig arbeiten. Alles, ohne richtige Befundung, noch einmal intensiv mit Druckluft und feinen Borsten gereinigt (Startvergaser). Aber nichts sichtbares gefunden. Die beiden Benzinfilter im Zulauf auf Durchflußmenge geprüft.
Danach penibel wieder alles zusammen gebaut. Noch Benzinstandhöhe in den Schwimmerkammern geprüft. Anfang Januar dann bei +2° Celsius mit 2 langen Unterhosen wieder in dei Garage, Benzinhahn geöffnet bis im Durchflußfilter stillstand war, Choke auf Vollanschlag, Starterknopf gedrückt und?(??????????????????????nach 3-4 Umdrehungen der Kurbelwelle ein gesundes und gleichmäßiges Brummen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:gfreu:

Am nächten Tag noch einmal das selbe Erlebnis und am folgenden Wochenende bei -6° Celsius das gleiche. Ich bin begeistert. Es kann nur eine Veschnutzung oder verengter Durchlaß im Leerlaufsystem gewesen sein, die mit der Behandlung mit der der Naturborste und Druckluft behoben wurde.

Also mach Dir die Arbeit, Vergaser runter und nur die beiden Kaltstartvergaser mit allen Kanälen und Düsen von der Schwimmerkammer bis zur Einblasöffnung an der Ansaugstutzen Seite intensiv reinigen.

Viel Erfolg!
Fred
 
Hast Du eine Stroboskoplampe? Die muss bei jeder Kubelwellenumdrehung einmal blitzen, damit könntest Du testen, ob die Kerzen auch funken wenn der Anlasser seinen Stromhunger stillt.
 
.....das ist immer diese Krux.. ist es der Vergaser oder die Zuendung ? Der Vergaser ist - vorausgesetzt man hat ihn nicht total veraendert mit Duesen und Nadelstellung - schnell ueberprueft. Das geht mit den Augen und Druckluft.
Bei der Zuendung sieht das ganz anders aus. Es entzieht sich dem Blick, es sei denn, man legt die Kerzen samt Stecker ausgeschraubt an Zylinderrippenmasse. Probier das doch mal !
Liebe Gruesse
Martin
 
Bei der Zuendung sieht das ganz anders aus. Es entzieht sich dem Blick, es sei denn, man legt die Kerzen samt Stecker ausgeschraubt an Zylinderrippenmasse. Probier das doch mal !

Ist aber auch nicht 100%ig aussagekräftig wenn man die Kerze unter Atmosphärendruck prüft. Im Brennraum herrscht im Moment des ZZP ein weit höherer Druck, die Spannung, die zum Funkenüberschlag nötig ist, steigt gewaltig an. Hat man jetzt in der Zündleitung oder an der Spule eine mangelhafte Isolation, so kann die bei der relativ geringen Überschlagsspannung an der Atmosphäre noch gar nicht auffallen, bei Druck in der Überschlagsstrecke aber sehr wohl.
Übrigens kann man deswegen auch mit einem Oszi drauf schliessen, welcher Zylinder die geringste Kompression hat ;)
 
... womit Du Recht hast. Diesen Unterschied bezueglich verschiedener Druecke musste ich frueher mal muehsam an einem 2-Takter lernen.
Die Funkenprobe "draussen" ist nur ein Anhaltspunkt
Liebe Gruesse
Martin
 
Hallo Fans,
ich muß hier doch noch einmal meinen unscheinbaren Senf dazu geben. Um zu prüfen ob die Zündung arbeitet genügt wirklich ein kleiner Spritzer Startpilot oder was wohl jeder in der Garage hat, ein Spritzer Bremsenreiniger von der Batterieseite in den Rundluftfilte einsprühen. Wenn die Zündung arbeitet läuft damit jeder 2V kurz an! Macht er dass, ist der Motor zum Kaltstart definitiv zu mager. Also Gemischanreicherung nicht in Ordnung. Läuft der Motor mit dieser Prüfung nicht kurz an, dann sollte man sich natürlich um Battriespannung, ZZP oder Ventileinstellung kümmern.

Gruß Fred
 
Erst mal danke für alle konkreten Beiträge :fuenfe:
Die Zündkerzen hatte ich zwischendurch mal raus, weil es nach Benzin roch und ich in Folge die Zylinder "leer" durchlüften liess, dito die Kerzen, da funkt es wie erwartet (was wg. dem fehlenden Druck nicht viel hergibt). Den Tipp mit der Strobolampe gehe ich zeitgleich mit der Messung nach Spannungszusammenbruch an.
Spannungszusammenbruch halte ich nicht für den Fehler, sonst würde es auch ohne Ladegerät nicht nach mehreren Anläufen noch gehen. Der Schwimmerstand ist korrekt nach Lehrbuch, in der Bohrung der Schwimmerkammern ist der Stand analog. Ich muss wohl die Vergaser auseinanderbauen und ein paar Dichtungen besorgen, dann kann ich die Startvergaser neu abdichten. Nerv. Können die Gleichdruckkolben und Membranen drin bleiben, oder muss ich komplett zerlegen?

Aber noch mal zu #0. Warum springt der Motor irgendwann bei ungewöhnlicher Chokeposition für paar Takte an, um sich dann schlußendlich bei einer anderen, eher gewöhnlichen Position überreden zu lassen. Dann läuft der Motor normal in Pos2 und bei zunehmender Betriebstemperatur exakt wie zu erwarten: Je wärmer er wird, desto mehr muss ich den Choke zurückstellen. Im Zwischenstadium, wenn ich im Fahrbetrieb den Choke rausnehmen kann, aber an der Ampel stehend den Motor mit etwas Handgas am laufen halten muss, ist Pos1 zu fett. Dabei sollte hier der Motor mit erhöhtem Standgas laufen, oder nicht? Im Fahrbetrieb ist sonst alles vollkommen normal. Erst wenn's wieder kalt ist, x Stunden später, geht der Tanz wieder los.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um die Startvergaser zu reinigen und zu prüfen brauchst Du keine neuen Dichtungen. Das Gehäuse der Startvergaser kannst Du nach lösen der vier Schrauben vorsichtig abhebeln. Die darunter befindliche graue Dichtung bleibt in 95% aller Fälle heile. Auch die Korkdichtung der Schwimmerkammer bleibt ganz. Achte beim Zusammenbau bitte auf die genaue Lage der Achse mit Ihrem Körnerpunkt auf der Stinseite, sowie auf die Lage des Drehschiebers im Gehäuse des Startvergasers. Die runden Dome oben auf dem Vergaser brauchst Du nicht abnehmen. Geh mal unter Googel und suche nach der Beschreibung des Aufbaues Deiner Vergasertypen. Die bessere Lösung ist diese Vergaser gleich zum RedBaron zu senden.

Auch bei mir sprang der Motor nach elendiger Orgelei manchmal an, ging wieder aus und das gleiche von vorn. Meißt erst nach dem Leerorgeln der ersten Hawker im Boot.

Viel Erfolg
Gruß Fred
 
Spannungszusammenbruch halte ich nicht für den Fehler, sonst würde es auch ohne Ladegerät nicht nach mehreren Anläufen noch gehen.

Ich wuerde das nicht kategorisch ausschliessen -- Ueberganswiderstaende an den Anschluessen oder Kabeln (auch die Masseverbindung zum Getriebe) koennen einen starken Spannungsverlust bei dem hohen Anlassstrom zur Folge haben. Aber das wirst Du beim Messen der Bordspannung bzw. mit der Stroboskoplampe schon finden.

Die Bordspannung solltest Du am Besten am Zuendsteuergeraet messen, notfalls auch z.B. an einer Lampe (Ruecklichtbirne entfernen und Messgeraet an der Fassung anschliessen), auf jeden Fall nicht an der Batterie, da sonst ein eventueller Spannungsabfall nicht auffallen wuerde.

Gruss,
--Christian
 
Hallo ratzfatz,
eingangs schreibst Du, Du hast etwas genau andersrum gemacht. Was genau meinst Du damit ?
Es gibt einen linken und rechten Startvergaser, die nicht verwechselt werden duerfen.
Wenn der Choke betaetigt wird, muss der Hebel am Startvergaser hoch kommen. Wenn der Choke raus ist ( in 0-Stellung ), muss der Hebel am Startvergaser GANZ am Anschlag UNTEN anliegen. Alles andere gibt Probleme. Check das doch nochmal.
Liebe Gruesse
Martin
 
Stelle mal den Zündzeitpunkt mit einer Stroboskoplampe ein.
Ich hatte ein gleiches Problem wie Du. Nach der Einstellung,
(Zündung war ca. 1° daneben) nach Werksangaben, war alles in bester Ordnung.
Sie springt jetzt auch bei reichlich Minusgrade sofort an und läuft sauber durch.

Gruß klaus
 
Schlingelmartin, die Züge sind so eingestellt, dass der Startvergaser-Hebel am Anschlag ist, wenn der Choke-Hebel am unteren Anschlag ist – spielfrei. Falschrum geht das nicht.
Powerlufti, der ZZP stimmt nach Abblitzen und Ignitech-Menü, wie in #0 beschrieben.
Fred, die Bings waren 2011 bei Andreas, die folgende Laufleistung rechtfertigt keine vorzeitige/weitere Überholung, wie in #0 beschrieben. Der Kompressor steht in der Garage.
Christian, ich versuche, direkt an der Zündbox zu messen, danke für den Hinweis. Bei dem Baujahr weiss man kabelmässig nie …

Anbei ein Diagramm der erwähnten Hebelpositionen:
 

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hallo ratzfatz,

warmer Motor :
so wie ganz oben im Bild : Chokehebel horizontal :
Hebel am Startvergaser am unteren Anschlag.
Und nicht etwa schon teilweise angehoben. Sonst gibt der Startvergaser bei warmem Motor Sprit zu, was er aber wegen sonst zu fettem Gemisch nicht machen darf.

bei der Seilzugmontage montierst Du fuer warmen Motor :
mit dem Finger pruefen,ob der Startvergaserhebel wirklich am unteren Anschlag aufliegt und der Chokehebel horizontal im Anschlag nach oben steht, um teilgeoeffneten Startvergaser bei warmem Motor zu vermeiden.
In dieser Stellung Klemmschraube fixieren, fertig.

Das ist die Standardposition fuer warmen Motor. In dieser Stellung ist der Startvergaser nicht wirksam.

im Betrieb :
so wie im Bild ganz unten : Chokehebel zeigt nach unten :
Hebel am Startvergaser zeigt schraeg nach oben

Das ist die Normalposition bei kaltem Motor. Startvergaser ist aktiv.

Bei kaltem Motor starte ich und fahre immer mit vollem Choke an, um dann in die mittlere Position zu wechseln und nach einigen 100 m den Chokehebel ganz nach oben (so wie im obersten Bild horizontal) zu druecken. Dann ist der Startvergaser wieder ausser Kraft.

Wenn das so montiert wurde, ists korrekt.


nur fuer den Fall, das Du die Vergaser aufgeschraubt hattest (RedBaron macht das im Schlaf richtig, weil er Spezi ist fuer die Gasfabriken):

was ich meinte, und das siehst Du in der DaBa in der ETL /5/6, ist das man die Einzelteile von rechtem und linkem Startvergaser nicht vertauschen darf, weil sonst die Bohrungen des Drehschiebers verkehrt zum Gehaeuse liegen. Dann kann kein Zusatzsprit kommen und der Motor startet nicht oder nur saumies.
Die Startvergaserteile haben auch verschiedene Ersatzteilnummern.
Schau mal in die DaBa, da ist alles ueber die Vergaser der 75/5 zu finden.

Zuendung :
hast Du noch die gute alte Unterbrechergeschichte ?
wenn ja :
1. Unterbrecherabstand auf 0,4mm mit Blattlehre justieren (bei hohem Krater - austauschen)
2. Zuendzeitpunkt statisch einstellen mit Prueflampe oder besser
dynamisch mit Stroboskop
3. Kerzenelektroden auf 0,7mm einstellen und richtigen Waermewert pruefen

Lade Dir aus der DaBa die Betriebsanleitung fuer /6 runter. Da steht genau drin, wie es geht. Ist kein Hexenwerk!

Nach vielen Jahren altern Zuendkabel, Kerzenstecker und Zuendspulen.
Wenn Du da was tauschen willst, fang mit Kabel und Steckern an. Neue Spulen kosten ca 100 Euro oder mehr.

Startpilot als 1-mal-Versuch geht. Nicht uebertreiben mit dem Zeugs. Die Kolben und KW-Lager kriegen wegen extremer und unkontrollierter Fruehzuendung maechtig eins aufs Dach :oberl:.

Wenn dann nach all dem s.o. immer noch keine Besserung eintritt, wuerde ich mal einen Kompressionstest machen. Dann liegt der Fehler evt. ganz woanders, z.B. bei undichten Ein-/Auslassventilen. Wieviele km hat das gute Stueck denn schon auf dem Buckel ? Ab ca. 100.000 km koennen je nach Fahrweise Kolben, Zyl. und Koepfe faellig sein.
Munterbleiben und weiterforschen !
Liebe Gruesse
Martin
 
Martin, danke für deine ausführliche Antwort, sie geht aber an einigen Punkten am Sachverhalt vorbei. In welcher Position Startvergaserhebel und Chokehebel bei Montage sein müssen, unterscheidet sich zwischen Andreas und dem WHB. Weil sich bisher keiner explizit dazu geäussert hat, wird wohl beides gehen. Ich habe bei Startvergaser voll auf Anschlag und Choke-Hebel auf vollem Anschlag gemacht, daher steht der Choke-Hebel nicht exakt horizontal in Pos0.
Danke für den Hinweis, nicht die Startvergaser zu vertauschen. Ich mache die Bings sequentiell auf und zu, damit nichts vertauscht werden kann. Nach der Baronisierung hat sich da nichts geändert, sonst hätte ich das geschrieben.

Oben steht: Ignitech, ZZP ist abgeblitzt, Ventilspiel iO.
Elektrodenabstand ist bei 0,7mm. Startpilot ist sowas von egal, weil es um die ungewöhnliche Startprozedur bei derzeitigen Temperaturen geht.Die Q springt irgendwann an, nur ist es bis dahin umständlich und die Batterie unterwegs bis dahin evtl. platt.

Zum Zustand der Ventile, der Kompression, zur Laufleistung kann ich nichts sagen, da gibt es keine Belege und der Tachostand :schadel: ;) nun ja. Aus meiner langen Zweitaktererfahrung war schwache Kompression im Kaltstart unauffällig, nur bei Betriebstemperatur gab's Probleme mit der Vergasereinstellung. Immerhin ist die Kompression so gut, dass ich mit dem Kickstarter wenig Erfolg habe. Wenn ich papafrei und meine Gesundheit (wieder) habe, geht's ran. Auf welchen CO-Wert stelle ich die Gaser ein? Von 2,5 - 3,5 Vol-% ist hier manches zu finden.
 
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nun koennts was werden:
wenn der Chokehebel fuer warmen Motor nicht ganz auf horizontal steht, heisst das, dass Du nicht den vollen Hebelweg am Startvergaserhebel beim Kaltstart nutzen kannst. Dann sieht der Chokehebel ganz unten wie voll zugeschalteter Starvergaser aus, ist in Wirklichkeit aber garnicht voll auf. Die Folge : zuwenig Sprit. Motor springt schlecht oder garnicht an.
Kleiner Job; Klemmschraube loesen und in Stellung s.o. fixieren
Liebe Gruesse
Martin
 
Hallo Pat,

ich habe meine Vergaser noch nie mit einem CO-Tester eingestellt (und ich habe keine Startprobleme).
Das Gemisch so einstellen, dass die maximale Drehzahl im Leerlauf erreicht wird (bei warmgefahrenen Motor). Das hat bei mir bisher immer bestens geklappt.

Warum hast du zusätzliche Benzinfilter verbaut? Die Dinger hemmen den Durchfluss. Die feinen Siebe in den Kraftstoffhähnen der /5 sind völlig ausreichend. Das sagt auch unser Baron: http://forum.2-ventiler.de/vbboard/...er&p=359404&highlight=Benzinfilter#post359404.

Was hast du denn für Zündkerzen verbaut? Ich hatte z.B. mit Brisk schon mal erhebliche Startprobleme. Nicht ganz günstig aber zumindest was das Startverhalten angeht meiner Meinung nach sehr gut sind NGK Iridium.

Auch Zündkabel und -stecker können durchaus ein Problem sein wenn sie zu alt sind.

Wenns kühl ist, sollte auf jeden Fall die Position Joke voll auf, also Hebel oben am Anschlag, zum Erfolg führen.

Gruss
Berthold
 
Zuletzt bearbeitet:
CO-Werte koennen Dir wegen des Motorradalters beim TUEV egal sein.
Grundeinstellung Leerlaufgemischschraube ganz rein ohne Gewalt, dann bei der R 75 1/2 -1 Umdrehung auf. 1 Seite Kerze mit Stecker an Masse. Motor starten und Drosselklappenschraube des laufenden Zylinders so einstellen, das der auf 1 Zyl. laufende Motor gerade nicht abstirbt. Jetzt mit Pussifingergerfuehl die LLGSchraube vorsichtig ein wenig etwas rein oder rausdrehen, bis Du die max. erreichbare Drehazahl gefunden hast. Das auf beiden Seiten.

Nach dieser Prozedur ist der Leerlauf etwas zu hoch. Jetzt drehst Du auf jeder Seite wieder mit Pussifingergefuehl die Drosselklappenschrauben etwas zureuck, bis sich 600-800 rpm einstellen.

Hast Du eine Feststellschraube am Gasdrehgriff? Muesste eigentlich bei /5 dasein.

Wieder 1 Kerze mit Stecker an Zylinderrippenmasse. Motor an, auf 1500rpm fixieren mit besagter Schraube. Seitenwechsel. Mit Gaszug den anderen Zyl. auch auf 1500rpm stellen. Seilzugspiel imLeerlauf vorhanden ? 1-2mm sind ok. Fertig.
Kinderleicht und sogar am Strassenrand machbar
Viel Spass und gutes Gelingen
Liebe Gruesse
Martin

Ps wenn Du in Freiburg zuhause bist - ich habe mal 2 Jahre in Denzlingen gewohnt und mit meiner Q, die ich jetzt noch habe, die herrliche Gegend genossen. Mit Emmendinger Kennzeichen
 
.... da faellt mir noch ein :

hattest Du die Kaltstartbetaetigung (offiz. BMW-Bezeichnung in der ETL/WHB) - sprich Chokehebel - auseinandergeschraubt, als Du die Vergaser zum Versand abgebaut hast ?

Falls ja, pruefe die Position der Zahnstange, die die 2 Drahtzugnippel aufnimmt zum drehbaren Hebel-Zahnsegment.
Die Verzahnung muss so ineinandergreifen, dass wenn der Startvergaserhebel unten am Anschlag steht, der Chokehebel horizontal steht (Pos. warmer Motor/ Startvergaser aus).
Wenn das nicht der Fall ist, hast Du nicht den vollen Startvergaser-Hebelweg. Folge wie oben schon beschrieben : zuwenig Sprit/Motor springt nicht oder schlecht an
Liebe Gruesse
Martin