Für mich gehört an einen 2-Ventiler ein Kickstarter. Vor vielen Jahren mit der 69 S gab es eh keine andere Möglichkeit. Die 75/5 - auch mit 900er Zylindern - liess sich auch noch gut ankicken. Ich habe sie einige Zeit ausschließlich auf diese Weise zum laufen gebracht weil der Vorbesitzer die Schwungscheibe erleichtert hatte wobei auch die Verzahnung abgenommen wurde. Irgendwann ist mir dann allerdings der Wellenstumpf mit dem Mitnehmerzahnrad ins Getriebe gefallen, weil sich die Bohrung im Getriebedeckel geweitet hatte. Habe den Stumpf angebohrt, ein 5er Gewinde geschnitten und den Wellenstumpf mit einer Unterlegscheibe in Position gehalten.
Nachdem ich die /5 nach Unfall abschreiben musste und Schmerzensgeld erhielt (Kohle also zur Verfügung stand) habe ich mir 1988 eine 100 GS gekauft, die ich immer noch fahre. Kaufkriterium waren damals Speichenräder und Kickstarter, was BMW nur bei den GSen anbot.
Angetreten habe ich die sehr oft. Zum einen weil ich erst spät darauf stieß, dass sich ein Magnet vom Anlasser gelöst hatte und wohl auch, weil ich die Batterien immer so lange fuhr, bis tatsächlich nichts mehr ging. Das Antreten gelingt mir noch immer, aber nur ab und an. Bei kaltem Motor relativ oft, bei gut warmen Motor eigentlich immer, bei lauwarmem Motor selten.
Mitunter ist mir passiert, dass durch Fehlzündung beim Antreten an der GS ein Vergaser abgesprengt wurde. Da hatte ich natürlich - peinlich - die volle Aufmerksamkeit. Da war wohl möglich zu viel Frühzündung im Spiel.
Habe gerade ein Getriebe einer 100 R in der Mache, was ich auf Kickstarter umbaue. Die Welle hat im Gehäusedeckel bereits etwas Spiel. Von daher
@Walter: Du weist auch die Möglichkeit eine Stahlbuchse einzusetzen. Für eine Bronzebuchse scheint mir - als Laie - zu wenig Material an der Stelle zu sein. Deshalb klingt die Option eine (dünnwandige) Stahlbuchse einzusetzen für mich sehr interessant. Wer macht das?
Gruß Ulle