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Warum man nach einem Ventilabriss gleich alles zerlegen soll erschließt sich mir nicht wirklich.
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Wobei, wenn Platz und Fähigkeiten vorhanden sind, kann man natürlich die Zeit über den Winter nutzen und den kompl. Motor frisch machen.
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Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen beim Boxer bereits zweimal auf der Werkbank (zum Glück nicht bei meinen, sondern bei Freunden...).
In beiden Fällen war die KW ok, das Pleuel hatte Markierungen auf der Oberseite vom Ventilteller und war deswegen Schrott, und in beiden Fällen konnte man am Motor hingreifen wo man wollte, für eine Handvoll Späne langt es immer. Köpfe und Zylinder sind hin.
Ich würde in jedem Fall Patrick's Vorschlag Nr. 2 folgen. Vielleicht kann man die Späne im Motor lassen, und trotzdem fahren. Die Vorstellung löst bei mir aber Unwohlsein aus.
Für die Reparatur brauchst Du einen neuen Kopf, einen neuen Zylinder mit Kolben. Den Kopf solltest Du - wenn nicht werksneu - unbesehen mit dem von der anderen Seite überholen lassen. Neue Ventile sind Standard, dann hält es auch wieder viele Jahre ohne das diffuse Unwohlsein, was sich nach Ventilabriss einstellt.
Bei den Zylindern kannst Du nach Geldbeutel entscheiden: Falls gut gefüllt kauf Dir einen 100er 7-Rock-Satz. Falls Ebbe, dann besorg Dir gebrauchte 800er Nikalsil Zylinder (mit Kolben, ist klar), die sind recht auch im guten Zustand preiswert zu haben, weil viele auf 1000ccm umbauen.