Ottel

Sehr aktiv
Hallo zusammen,

das hier ist die Ausgangslage:

2026-01-31_BMW_Ölverlust 003.jpg

Kaum festzustellen, woher das ganze Öl kommt. Aus dem Motorbolzen? Wohl kaum, obwohl es an der Distanzscheibe immer am feuchtesten war.

Nun denn, da sowieso der Service anstand, hab ich neben Öl- mit Filterwechsel auch Köpfe und Zylinder demontiert, alles gereinigt und mit neuen Dichtungen und Gummis für die Stößelstangen-Schutzrohre wieder zusammen gebaut.

2026-01-31_BMW_Ölverlust 004.jpg

Zur Einstellfahrt ists nicht gekommen, da erstens das Wetter hier echt mies ist und zweitens nach nur einem Start die Kung Long nicht mehr wollte.
Trotzdem folgendes Ergebnis (Motor lief ca. 1 Minute):

2026-02-10_BMW_Ölverlust 001.jpg

Auch wenn der Deckel vom Ölfilter und das Rahmenrohr die Sicht versperrt, bin ich sicher, dass drumherum alles immer noch trocken ist.

Beim Stöbern bin ich auf diesen Beitrag von Michael gestoßen


Um ganz sicher zu gehen würde ich, wenn die neue Kung Long da ist, gerne den Motor ohne den Bolzen und das Distanzstück starten. Ich könnte unter der Ölwanne ja unterbauen. Funktioniert das? Oder schüttelts so, dass mir alles auseinander reißt?

Und was, wenn das Öl tatsächlich daher kommt? Der Motor hat grad erst mal 200.000km runter.

Viele Grüße Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Funktioniert das? Oder schüttelts so, dass mir alles auseinander reißt?

Ich würde es probieren

Ein möglicher Schaden vom Unfall?

Wenn es in so kleinen Mengen bleibt, würde ich es lassen. Ansonsten heißt es Block wechseln - wer will das schon. Falls doch machen wir einen Workshop draus ... Ich brauche noch Bilder

Hans
 
Kann es nicht sein daß sich noch etwas Öl in der / zwischen Motorhalterung und Bolzen befindet? Mit Kapillarwirkung und so. Ich würde den Motorbolzen auch mal rausholen - reinigen - Motor laufen lassen und wenn sich bestätigt dass Öl durchsickert den Bolzen mit Silikon an dieser Stelle wieder montieren und fertig.
 
Hallo,
beim Service hab ich den Bolzen rausgeholt, gereinigt und mit einem kleinen Werkstattpapier voran wieder reingeschoben, so dass noch vorhandener Schmodder aus der Bohrung rausgedrückt wurde.

Viele Grüße Thomas
 
Moin Ottel,

sah bei mir vor dem Abdichten und der Erneuerung der Stösselgummis ähnlich aus. Das Öl sammelte sich förmlich um den Motorbolzen.

Danach war Ruhe.

2734.jpg2727.jpg
 
Ich hatte mal nen Motor (R90/6) der immer am oberen hinteren Zylinderstehbolzen am Motorgehäuse geschwitzt hatte. Zigmal demontiert und mit verschiedensten Dichtungsmassen montiert und immer wieder lief da ein Ölfaden am Motorgehäuse entlang. Ich habe dann mal gründlich gereinigt und entfettet, und dann die Stelle mit ner Lupenbrille genau betrachtet und ich konnte sehen, wie rund 10mm neben dem Stehbolzen also knapp neben dem Zylinderfuß bei laufendem Motor sauberes Öl austrat. Das Motorgehäuse war tatsächlich an der Stelle porös. Ich habe es dann mal auf die billige Tour versucht, gründlich gereinigt und mit Aceton und Druckluft entfettet und sofort danach die Stelle mit Dirko HT, dieser hässlichen roten Silikonmumpe eingeschmiert und über Nacht trocknen lassen. Und siehe da, es blieb trocken. Danach habe ich das Silikon mit Hammerite silber farblich angepasst, das funktioniert tatsächlich auch auf Silikon. Danach habe ich die Stelle vergessen können, es blieb dauerhaft dicht und die Pfuschreparatur war nicht sichtbar.
 
Ich würde jetzt auch einwerfen, dass dein Kopulationsversuch mit der Bahn hier ursächlich sein könnte.
Wie das Bild in dem von dir verlinkten Beitrag zeigt, ist die Mitte der Bolzenachse gußtechnisch schwierig.
Vielleicht sind dort bei der Fertigung schon kleine Fehlstellen entstanden, die durch deine "Bahnfahrt" aufgebrochen sind.
 
Nun denn, da sowieso der Service anstand, hab ich neben Öl- mit Filterwechsel auch Köpfe und Zylinder demontiert, alles gereinigt und mit neuen Dichtungen und Gummis für die Stößelstangen-Schutzrohre wieder zusammen gebaut.
Für mich sieht das auf dem zweiten Bild so aus, als wäre der hintere Gummi nicht sauber in's Gehäuse reingerutscht.
Hast Du die Einpresstiefe des Schutzrohrs geprüft?
Ist die Vorspannung der Gummis gegeben?
Merkt man normalerweise schon beim Aufschieben der Zylinder.
 
Nach meinen kürzlichen Erfahrungen wäre ich über minimalen Ölaustritt gar nicht so unglücklich, denn das sorgt immerhin dafür, dass man den Bolzen jederzeit eintfenen kann. Ich hatte hier einen Motor -interne Projektbezeichnung "die Wasserleiche"- dessen Bolzen knappst über Gehäuseoberfläche abgeflext war, also nix mit Mutter anschweissen und so, und der so festkorrodiert war, dass trotz wochenlangem Kriechmittel, Prellen, massivem Erhitzen und 10to- Presse zunächst nicht beizukommen war. Erst als ich das Gehäuse praktisch schon aufgegeben hatte, bzw. als letzte Möglichkeit kostspieliges Ausbohren/fräsen angesagt war, bin ich mit der Presse nochmal volles Risiko gefahren, dass ich schon dachte, jetzt platzt mir das Ding und endlich kam er mit häufigem Hin- und Herruckeln, dass ich ihn rausgekriegt habe.
Werde zukünftig wohl auch bei Montage alle meine Bolzen im Fettmantel montieren.
Gruss, Peter
 
Für mich sieht das auf dem zweiten Bild so aus, als wäre der hintere Gummi nicht sauber in's Gehäuse reingerutscht.
Hast Du die Einpresstiefe des Schutzrohrs geprüft?
Ist die Vorspannung der Gummis gegeben?
Merkt man normalerweise schon beim Aufschieben der Zylinder.
Hallo Rudi,

die Gummis flutschten nicht einfach so rein, ich musste Sie, wie gewohnt, "reinziehen". Insofern gehe ich von einer korrekten Funktion aus. Wie gesagt, es ist auch, soweit ich sehen konnte da alles trocken.

Viele Grüße Thomas
 
Nach meinen kürzlichen Erfahrungen wäre ich über minimalen Ölaustritt gar nicht so unglücklich, denn das sorgt immerhin dafür, dass man den Bolzen jederzeit eintfenen kann. Ich hatte hier einen Motor -interne Projektbezeichnung "die Wasserleiche"- dessen Bolzen knappst über Gehäuseoberfläche abgeflext war, also nix mit Mutter anschweissen und so, und der so festkorrodiert war, dass trotz wochenlangem Kriechmittel, Prellen, massivem Erhitzen und 10to- Presse zunächst nicht beizukommen war. Erst als ich das Gehäuse praktisch schon aufgegeben hatte, bzw. als letzte Möglichkeit kostspieliges Ausbohren/fräsen angesagt war, bin ich mit der Presse nochmal volles Risiko gefahren, dass ich schon dachte, jetzt platzt mir das Ding und endlich kam er mit häufigem Hin- und Herruckeln, dass ich ihn rausgekriegt habe.
Werde zukünftig wohl auch bei Montage alle meine Bolzen im Fettmantel montieren.
Gruss, Peter
Hallo Peter,
Fett habe ich schon immer vor der Montage an die Bolzen gemacht. Sooo oft zieht man die ja dann doch nicht. Aber für 1 Minute Öldruck ist es mir dann doch zu viel.
Ich bin aber etwas beruhigter und bestärkt durch Detlefs Beitrag, dass man eine mutmaßliche Undichtigkeit dann doch irgendwie mit Dichtmasse begegnen kann. Und @Detlef: ich finde das rote Dirko HT gar nicht so schlimm.

Viele Grüße Thomas
 
Hi Thomas,

es gibt das gute Dirko HT auch in grau, z.B.
Hi Holgi,

danke für den Tipp, dazu müsste mein rotes aber erst mal leer gehen. Da ich das aber immer nur (Zitat Detlef) "hauchzart" auftrage, wird das noch dauern. Werd's mir aber merken :-) .

Viele Grüße Thomas
 
Hallo,

habe eben auch so ein Problem. Nach 1 Jahr der Motor linkes vorn versaut. Offensichtlich hat der Gummi an dem Stoßstangenrohr versagt. Ein nachsetzten wie bei den /5 vom Vorspannring ist nicht möglich. Gleichzeitig mußte ich die Schrauben an der Ölwanne mit 10 Nm nachziehen. Waren alle nur noch mit 6 Nm angezogen, die Ölwannen Dichtung hat nachgegeben.
Das rote Dirko sieht viel attraktiver auf dem Motorgehäuse aus, gegenüber dem Grauen. :D

Gruß
Walter
 
Sollte die Undichtigkeit durch eine Fehlstelle im Guß bedingt sein (Lunker) gibt es Imprägnierungsverfahren bei denen ein 2K-Kunststoff innenseitig aufgebracht wird und dann mit Überdruck in die Pore gepresst wird. Dieser härtet dann aus verschließt diese Undichtigkeit.
Dafür müssten dann alle Öffnungen des Motorgehäuses geschlossen werden, dafür muss das Gehäuse komplett "entkernt" werden.

Grusz

Bernd

LINK zu einem Dienstleister
 
Ich habe bei einem Motor vor 100 Jahren, weiss nichtmehr was es war, einen solchen Gussfehler aufgebohrt und mit einer M4 Schraube gedichtet. Es war so viel Materieal, dass ich sogar ein Loch mit Boden bohren konnte. Dicht wars .