Moin Jürgen,
keine Angst, das geht recht einfach - auch bei eingebautem Antrieb (etwas Werkstatt-Ausrüstung und handwerkliches Geschick vorausgesetzt):
Rad raus, Bremsbacken weg und Bremshebel/Bremsschlüssel ausbauen versteht sich von selbst.
Antrieb anwärmen und mit geeignetem Schlagdorn die Hülse für den Bremsschlüssel aus dem Deckel austreiben.
Deckel nach Entfernen der Schrauben mit Tellerrad aus dem Gehäuse herausnehmen.
Tellerrad, Lager und RWDR aus dem noch warmen Deckel herausschlagen.
Dann die Tiefe Trennfuge zu Lagersitz im alten und neuen Deckel messen.
Wenn sich da Differenzen ergeben, das Flankenspiel mit anderen Distanzscheiben entsprechend korrigieren.
Alles mit neuem RWDR, Lager (ggf. neu) und Tellerrad nebst Ausgleichsscheiben und neuem O-Ring unter Verwendung des Flächendichtmittels,
gemäß Rep.-LF, in den angewärmten Antrieb einsetzen.
Schrauben mit Drehmoment anziehen und prüfen, ob der Antrieb noch schön dreht ohne zu klemmen und etwas Flankenspiel da ist.
Wenn das so OK ist, die Hülse für den Bremsschlüssel wieder zurück treiben und den Rest montieren.
Schau Dir auch mal die Lauffläche für den RWDR auf dem Tellerrad an - wenn das Krad schon etwas gelaufen ist, ist es ratsam die Fläche zu polieren.
Der Antrieb bleibt sonst nicht lange dicht.
Mal dumm gefragt, was hat denn der alte Deckel? Und was hat das Krad insgesamt gelaufen?
Wäre ja doof, wenn Du den Deckel neu machst und in ein paar 100 km fallen der vordere RWDR und/oder weitere Lager aus, weil das Lebensdauer-Ende erreicht ist.
@Florian: das Laufspiel von Kegel-/Tellerrad wird durch die Einstellscheiben zwischen dem AX-Lager und Triebling sowie zwischen Tellerrad und KeRoLa eingestellt. Diese Einstellung ändert sich durch den neuen Deckel nicht.
Lediglich das Axial-Spiel vom Tellerrad zum Deckel muss ggf. angepasst werden, wie von mir beschrieben.
