ck17jo

Teilnehmer
Grüß euch,
hab mir eine Mystic mit 31 tsd km in schönem Originalzustand angelacht. Hab leider defekte Stössel samt Nockenwelle und grenzwertige Ventilführungen festgestellt und das ganze saniert. Bei den ersten Fahrten zeigt sich nun das Fahrwerk sowohl gabel- als auch fedebeinseitig für mich wesentlich zu hart. Gibt´s die Möglichkeit auf eine weichere Feder hinten zu tauschen? Hat da jemand von euch Erfahrung oder eine Tipp für mich?
Schönen Abend aus dem Salzburger Land
Michi
 
Ja, es gibt z. B. von Wilbers ein passend für dich gefertigtes Federbein. Mein Tipp ist hier, ein geringeres Gewicht anzugeben, da die Federbeine eher hart abgestimmt sind.

Bei der Gabel kannst du dünneres Öl verwenden.
 
......das Fahrwerk sowohl gabel- als auch fedebeinseitig für mich wesentlich zu hart. Gibt´s die Möglichkeit auf eine weichere Feder hinten zu tauschen? Hat da jemand von euch Erfahrung oder eine Tipp für mich?
Hallo Michi, am serienmäßigen Federbein kann man die Feder nicht einfach austauschen. Ich empfehle dir ein Zubehörfederbein (z.B. YSS) mit weitem Verstellbereich für die Dämpfung. Mit minimaler Federvorspannung und geringer Dämpfung könnte das vielleicht passen. Falls nicht, kannst Du eine weichere Feder ausprobieren. Am besten wäre natürlich "alles aus einer Hand" mit der klaren Vorgabe Feder weicher als Serie (80 N/mm).

Zur Gabel der R kann ich nicht nichts sagen.
 
Hallo,

von meiner Seite aus kann ich nur Founales Federbeine empfehlen. Wobei keine Feder vorhanden ist, nur Luftdruck.

Gruß
Walter
 
Zunächst mal fände ich eine Bestandsaufnahme sinnvoll .

Was ist überhaupt eingebaut und wie eingestellt .

Eigentlich ist Serie immer gefühlt arg weich . Erst recht nach der langen Zeit .

Vielleicht ist das hintere Beinchen ja in der Dämpfung zugedreht und auf höchster Verspannung in Verbindung mit harten Gabelfedern, dickem Öl und maximaler Füllmenge .
 
von meiner Seite aus kann ich nur Founales Federbeine empfehlen. Wobei keine Feder vorhanden ist, nur Luftdruck.
BMW hatte in der HP2 Enduro und der G650 Xchallenge serienmäßig Luftfederbeine, die nicht selten durch konventionelle ersetzt wurden. Es scheint also auch Nachteile zu geben - abgesehen von der fehlenden ABE oder auch nur einem Gutachten.
 
BMW hatte in der HP2 Enduro und der G650 Xchallenge serienmäßig Luftfederbeine, die nicht selten durch konventionelle ersetzt wurden.
Das Luftfederbein ist nicht mehr lieferbar, die Federbeine seit 2004 (HP2) bzw. seit 2008 (XChallenge) im Gebrauch, einige also seit mehr als 20 Jahren. Das ist der Grund warum oft ein konventionelles Federbein in diese Maschinen eingebaut wird.
Weil beide Maschinen, oft von Besitzern gefahren werden, die ihre Maschinen im Gelände hart ran nehmen. Das Luftfederbein ist nicht öfter defekt als ein konventionelles Federbein, bei artgerechter Haltung.
 
Guten Morgen allerseits,
danke für euren Input. Ich kann zur Gabel derzeit noch nichts sagen, da gibt´s ja ausreichend Erfahrung. Beim Federbein hab ich natürlich so weit als möglich die Vorspannung reduziert und die Dämpfung auf soft gedreht und getestet, bevor ich meine Anfrage gestellt hab. Mit 1,68 und 75 kg trotzdem definitiv zu hart.
SG Michi
 
...so weit als möglich die Vorspannung reduziert und die Dämpfung auf soft gedreht und getestet, bevor ich meine Anfrage gestellt hab. Mit 1,68 und 75 kg trotzdem definitiv zu hart.
Die Vorspannung ändert nur den Negativfederweg, nicht die Federrate. Wenn du ein Federbein kaufst, bestelle eine dezidierte Federrate, nicht nach Abfrage irgendwelcher Präferenzen. BMW Serie 80 N/mm, YSS 85 N/mm, Wilbers/WP oft noch höher. Weniger als 75 N/mm würde ich nicht empfehlen.
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine R100R mit serienmäßigen Feder-/Dämpfungselementen "wesentlich zu hart" sein kann. Das Motorrad ist werksseitig (im Vergleich mit modernen Motorrädern) eher auf der weichen Seite. Nicht so weich wie eine alte /7, aber trotzdem sehr komfortabel. Das gilt für die Gabel wie auch das Federbein. An der Gabel kann man mit zu zähem Dämpferöl oder "sportlichen" Gabelfedern viel kaputtmachen. Hinten eigentlich nur, wenn man wie oben schon vermutet am Serienfederbein die Dämpfung total zudreht. Oder ein Austauschfederbein verbaut. Dort sind eigentlich alle die ich kenne, straffer als die Serienfederung. So eine extrem weiche Federung bei bei alten BMWs geht m.M. bei der R100R nicht ohne weiteres, die Gabel hat zu wenig Federweg für eine supersofte Auslegung, wenn es hinten zu weich ist, setzt man in Kurven mit Bodenwellen schnell mal auf.

Gruß
Marcus
 
Moin Michi,
eine serienmäßige (?) Mystik, die vorn u Hinten zu hart ist, kann ich mir ebenfalls kaum vorstellen.
Aber sei es drum:
Vermiß mal den Federweg hinten als Abstand von einem festen Punkt am Hinterachsgetriebe zum Heckrahmen oben
1. aufgebockt (frei)
2. Abgebockt (nur Fahrzeuggewicht)
3. mit Fahrer (Helfer benötigt)
Federvorspannung dabei unbenutzt.

Erst dann weißt Du wie weit sie einsinkt bei normaler Beladung bzw wie groß der negative Federweg ist.
Gleiches kannst Du vorne vollziehen.
Dann hier posten und es werden Dir sicherlich viele Vorschläge gemacht werden...