Thunderhaake

Name: Alex (Junggemüse)
Das ist mein Vorderreifen. Meine Frage ist das normal, das der auf der einen Seite so runter gefahren ist und die andere Seite quasi noch 50% hat?
In Fahrtrichtung ist es die linke Seite, welche abgefahren ist. Hat das etwas mit dem Hinterradversatz des Boxers zu tun?

Oder kann sowas wirklich die Route, welche ich am Wochenende immer fahre, sein? Ich fahre quasi zu ca. 80% immer die gleiche Runde und die auch immer nur in die gleiche Richtung (ist halt so landschaftlich am Schönsten)
Aber so krass?

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Bei mir ist das andersrum. Warum? Ich vermute dass ich lieber Rechtskurven fahre. Da hänge ich mit dem Kopf nicht nahe der gegenfahrbahn und ich habe ggf nach links mehr Straße um Hindernissen auszuweichen. Ist ne Vermutung.
 
....Oder kann sowas wirklich die Route, welche ich am Wochenende immer fahre, sein? Ich fahre quasi zu ca. 80% immer die gleiche Runde und die auch immer nur in die gleiche Richtung (ist halt so landschaftlich am Schönsten)
Aber so krass?
Das ist die plausibelste Erklärung. Geh doch die Runde im Kopf durch - gibt es anspruchsvolle Kurven, die du einigermaßen zügig nimmst? Der stärkste Verschleiß mitten auf der Flanke passt dazu.
 
Ja, Linkskurven liegen mir tatsächlich mehr als Rechtskurven. Die (linken) fahre ich schon sehr zügig. Aber macht das so einen krassen Unterschied?
Naja, wenn es an meiner Fahrweise liegt, passt das für mich, daran kann ich arbeiten. Solange technisch/mechanisch alles ok ist, gut. :D

Die Reifen sind eh soweit fertig, das ich jetzt v+h Neue bestellt habe vor dem Urlaub in den Alpen...;)

Edith sagt:
Rechts fahre ich schon sehr vorsichtig, da dort ja mein "Side-Pipe"-Auspuff schon öfters geschliffen hat. Da passe ich unterbewusst sehr auf.
Links mach ich mir quasi keinen Kopf und lass laufen. Das sieht man nun scheinbar auch am Vorderrad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lenkkopf negativ verdreht. Also unten nach rechts. Das Fahrzeug würde nach links kippen. Man versucht das durch Lenkbewegung auszugleichen, also unbewusst nach rechts zu lenken. Das verschleisst die i.F. linke Flanke schneller.
 
Das ist relativ trivial zu erklären.
Anhand einer extremen Kurve zB Serpentine èinfach mal die abgefahrene Strecke und die Schräglage vergleichen. Eine Aussenkurve hat einen mehrfachen Weg wie eine Innenkurve und deutlich mehr Schräglage.
Aussenkurven sind bei Rechtsverkehr immer Linkskurven, demnach auch der höhere Verschleìss auf der linken Seite.
Frag mal die Engländer.
 
Lenkkopf negativ verdreht. Also unten nach rechts. Das Fahrzeug würde nach links kippen. Man versucht das durch Lenkbewegung auszugleichen, also unbewusst nach rechts zu lenken. Das verschleisst die i.F. linke Flanke schneller.
Da könnte er die Runde andersrum fahren und der Reifen würde trotzdem links mehr verschleißen.
 
Lenkkopf negativ verdreht. Also unten nach rechts. Das Fahrzeug würde nach links kippen. Man versucht das durch Lenkbewegung auszugleichen, also unbewusst nach rechts zu lenken.
Umgekehrt, oder? Wenn die Maschine nach links kippt, lenkst Du auch in diese Richtung, um sie wieder zu stabilisieren.

Ich seh den Reifenverschleiß aber nicht darin begründet.
 
Das ist relativ trivial zu erklären.
Anhand einer extremen Kurve zB Serpentine èinfach mal die abgefahrene Strecke und die Schräglage vergleichen. Eine Aussenkurve hat einen mehrfachen Weg wie eine Innenkurve und deutlich mehr Schräglage.
Aussenkurven sind bei Rechtsverkehr immer Linkskurven, demnach auch der höhere Verschleìss auf der linken Seite.
Frag mal die Engländer.
Die Richtung seiner Runde ist gegenüber der Gegenrichtung oder dem Linksverkehr m.E.. höchstens eine 360° Grad-Kurve mehr oder weniger. Egal, wie lang die Runde ist. Außer er fährt üblicherweise eine spiralförmige Strecke oder im Parkhaus...

Gruß Bernhard
 
Moije Alex, moije Gemeinde,

ich bin mir ziemlich sicher, dass das – mit Verlaub – eher mit deinem Kopf als mit dem Motorrad zu tun hat. 😉

Da du in Rechtskurven durch das frühe Aufsetzen von Auspuff und Ventildeckel eine gewisse Begrenzung hast, fährst du diese Seite vermutlich etwas anders an.

Woher ich das kenne?

Jeder von uns hat seine Lieblings-Kurvenseite. Ich bevorzuge beispielsweise auch Linkskurven, weil man dort einfach weiter in die Kurve hineinschauen kann.

Okay, das Laufbild an deinem Vorderreifen ist schon recht auffällig. Es wirkt tatsächlich so, als würdest du häufig die gleiche Feierabendrunde fahren und dabei vor Kurven relativ spät und intensiv bremsen. Vielleicht versuchst du einmal, den Bremsvorgang etwas früher vor dem Kurveneingang abzuschließen.

Um jetzt noch etwas weiter ins Blaue zu spekulieren:

Spurversatz habe ich an meiner GS ebenfalls, aber sicher nicht wesentlich mehr als du. Ich glaube daher eher nicht, dass es daran liegt.

Ein Lenkkopflager hat meiner Erfahrung nach nur wenig Einfluss auf eine derart einseitige Reifenabnutzung.

Mechanisch könnten höchstens folgende Punkte eine Rolle spielen:

  • Verbogene Gabel
  • Verspannte Gabel nach einem Rad- oder Reifenwechsel
  • Ungleich arbeitende Gabelholme
  • Falsche Fahrwerkseinstellung
  • Fahrbahnbelag bzw. häufig gefahrene Streckenprofile
Aber du bist ein sehr guter Customizer und hast diese Punkte vermutlich längst überprüft. 😉

In diesem Sinne: Viel Spaß, wenn du deine Hausstrecke künftig mal öfter in der Gegenrichtung fährst. 😄

Grüße
Uwe
 
Moin,
Ich halte das Phänomen zwar bei Dir ziemlich deutlich, aber ejgentlich für normal. Bei meiner G/S sehe ich das Phänomen auch so, sowohl am Vorderreifen als auch am Hinterreifen!
Bei meiner kleinen Duc dagegen nicht....
Darum habe ich die wilde Theorie, dass unabhängig von persönlichen Vorlieben und sicherheitssachen (auf meinen oft gefahrenen Strecken gibt es viele enge, schlecht einsehbaren Rechtskurven im Wald, da brät man nicht einfach so rein wenn man überleben will.... in den Linkskurven sieht man oft weiter) auch technische Ursachen hat.
Bei den Kühen liegt die KW längs in Fahrtrichtung und dreht im Uhrzeigersinn also nach links. Nach meine wilden Theorie erleichtert diese Drehrichtung links "minimal" das Einlenken, besonders wenn man BMWtypisch in die Kurve reinbeschleunigt. Das ist nicht viel aber es gibt ein leicht anderes Gefühl das sich mit der Dauer abbildet. Mit meiner damaligen /7 hab ich das noch deutlicher gesehen.. Links der Reifen vorne stark asymmetrisch. an der Flanke fast nackt, rechts noch 1, 5 mm, hinten links runter bis zur"Fangrille" angefahren rechts noch 3 mm Platz....
Bei der Duc dagegen und meinen früher gefahrenen anderen Motorrädern ist bzw. war der Reifen Vetschleiss rechts und links dagegen vollkommen gleich.... Hmmmm
Mag sein, dass das pure Spinnerei ist, aber ich fand diese Erklärung irgendwie sinnig bzw. hab keine andere gefunden.

Gruß
Kai
 
Das Wichtigste dürfte sein, eine verzogene Gabel definitiv auszuschließen. Mach mal mit dem neuen Reifen einen "vorsichtigen Freihändig-Versuch" und schau, ob die Maschine nach links zieht. Ansonsten die Tipps der Anderen beherzigen.
Ich fahre hier in Tirol ausschließlich Landstraße. So ein Verschleißbild habe ich bei meinen zwei Solomaschinen aber noch nicht gesehen.
Natürlich ist das Bankett zum Straßenrand hin gewölbt und man hat mehr Auflagefläche am Reifen in Linkskurven als in Rechtskurven (bei Rechtsverkehr!). Bremst du wirklich über den Scheitelpunkt einer Kurve hinaus?
Angst um eine schöne, teure Auspuffanlage ist verständlich, allerdings könnte ein Kratzer auch wie eine Befreiung wirken, so wie bei einer Lackierung nach einer Vollrestauration.

Ist der Chrom (Lack) erst ruiniert, fährt es sich ganz ungeniert.
 
Nochmal meinen Gedanken zu #15. Wenn man eine Tour von A nach B fährt und man bleibt vernünftigerweise auf der eigenen Fahrspur, dann kann man sich die Strecke auch als Einbahnstraße mit ungefähr gleich vielen Rechts- wie Linkskurven vorstellen. Also spielt die Gegenfahrbahn und die Schräglage/Strecke, die man dort fahren würde, keine Rolle. Bei einer einzigen Fahrspur gibt es auch keinen Linksverkehr. Wird die Tour in der Gegenrichtung befahren, sind die Kurven dann genau gleich, nur eben andersrum. Und somit ist auch die Verteilung von Innen- und Außenseite der Fahrbahn gleichmäßig verteilt.

Bedingung hierzu ist natürlich, dass die Fahrspur mehr oder weniger zufällig homogen durch die Landschaft mäandert. Einzig und allein bei einem Rundkurs, der immer in der selben Richtung gefahren wird, kommt ein einziger Kreis hinzu. Nämlich der, der entsteht, wenn man die Tour so gestaltet, dass die Punkte A und B am selben Ort sind. Oder wenn an A und B gewendet wird.

Gruß Bernhard