Meine Erfahrungen mit alten reifen sind unterschiedlich.

Ich hab mal mit 9 Jahre alten Metzler auf der r45 ein Sicherheitstraining mitgemacht. Hatte vorher keinen Wechseltermin bekommen, waren noch vom Vorbesitzer. Keine Probleme trocken und nass beim gesamten Training. Auch beim normalen Fahren unauffällig.

Die bt-45 auf der r100 hab ich letztes Jahr im Alter von 10 Jahren wegen metrischen Maßen auf Zöllige gewechselt. Beim Fahren ist mir nichts aufgefallen.

Die 8 jahre alten bt-46 auf der ST dagegen schmieren nur weg. Ich muss die Fuhre um die Kurve tragen. Mein Sohnemann ist mir mit der ybr125 in den Moselkehren gnadenlos weg gefahren. Wie beschrieben könnte das auch am Fahrwerk liegen, ist mir aber so noch nie vorher aufgefallen.
 
Falls jemand Interesse daran hat. Hab von meiner R100R classic beide Reifen von Metzeler (Original) nach über 18 Jahren Standzeit gegen neue gewechselt. Profil haben beide noch richtig viel. Risse hab ich nicht erkennen können.
 
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eine Bridgestone 350 GTR. Wahnsinn ! Gerade gegurgelt : wurde von 1969-1971 gebaut und hatte 37 PS.
Nie was von gehört und nie auf der Strasse gesehen. Ein interessantes Möppi und Exot im Vergleich zu den 2T Suzen und Kawas jener Zeit.
Und das die mit Bridgestone Reifen ausgerüstet war, kann eigentlich nicht anders gewesen sein
LG :wink1:
Martin
 
Hallo Ihr
Bridgestone Reifen in den 70'er Jahren war was ganz anderes als heute. Ich hab mal von meinem
Schwager Mitte der 70'er Jahre seine 750'er Kawasaki (H2 ,2 Takter )vom Nachbarort hier zum
Reifenwechsel, gebracht. Mal abgesehen das das eine 'Rakete' war mit wenig
Fahrwerk viel PS wenig Gewicht, war es beim Überqueren der Mittellinie auf der Autobahn so als ob man
einen Bordstein hochgefahren ist. Es ging ein Schlingern durch die ganze Maschine.
Das war dann viel besser als die Reifen gewechselt waren, ich meine auf Metzler.

https://s1.cdn.autoevolution.com/images/moto_gallery/KAWASAKIH2750MachIV-1229_1.jpg

An meiner 80R waren beim Kauf auch so 7-8 Jahre alte Bridgestone BT45 ,
die waren OK . Bei einer Kontrolle hier bei BMW war auch die Auskunft das ich
auf Risse achten und mit schlechterer Haftung rechnen soll.
Ich hab sie dann letztes Jahr gewechselt weil der Hinterradreifen in der Größe
nicht eingetragen war. Mit den neuen Michelin war es aber wirklich ein ziemlicher
unterschied.

Aber wie Martin schon sagt jeder nach seinem gut dünken und nicht übertreiben.


Gottfried
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Psyche passt nicht zu alten Reifen. => Schisser. 🫣

Habe gerade den Vorderradreifen meiner 9T gewechselt, nach gut 10 tkm. Der war zwischen Mitte und den Rändern runter. In der Mitte waren noch ca. 50 % und fuhr sich beim Einlenken kibbelig. Mit dem neuen läuft sie wieder so, wie das soll. 🤗
 
@Schlingel
Interessant für die Beurteilung das tatsächlichen Verschleisses ist die Profiltiefe im Neuzustand. Ich weiß aus eigener Erfahrung das Conti vor 4 Jahren die Profiltiefe bei "meinem" Reifentyp von 7mm auf 4mm reduziert hat.
Begründung auf meine schriftliche Anfrage war, dass der Reifen nun "spurtreuer" wäre. :D
Gruß vom Schoß
 
Moin Schoß
ja, sie spuren besser bei den Verkaufszahlen :D
LG :wink1:
Martin

PS Profitgier hat viele Gesichter und dazu immer schlüssige Begründungen, warum etwas weniger und teurer und doch viel besser ist als vorher
 
Unabhängig von der Fahrweise gibt es Sachen, die wir nicht beeinflussen können. Seit ich mal mit dem Wagen meiner Eltern (Limo mit 125 PS, Garagenfahrzeug, Automatik, Reifen nach 26.000 km noch WIE NEU aussehend, aber 16 Jahre alt) auf taufeuchter Straße nach einem Ampelstart der gemütlichen Art beim Linksabbiegen plötzlich quer auf der Straße stand, denke ich tatsächlich anders über die verborgenen bzw. verlorengegangen Qualitäten von Reifen nach.

Seit damals können mir Reifen, besonders die auf den Motorrädern, gar nicht frisch genug sein!
 
Als Vertreter der Holzreifenfraktion passe ich meinen Fahrstil den Strassenbedingungen und dem Grip der Reifen an.
Mit den BT45 geht man anders in die Kurve als mit einem gut abgelagerten Rallyereifen mit hohem Negativanteil.
Manche sind auch nach zig Jahren noch griffig, manche nicht.
Conti Winterreifen beim PKW sind auch nach über 20 Jahren noch top, auch bei Schnee und nasser Straße.
Nokian oder Semperit nach kurzer Zeit schon eine Katastrophe.
Über die japanischen Erstausrüsterreifen der 70er und 80er Jahre schweige ich mich aus, die hat man meist direkt nach dem Fahrzeugkauf ausgewechselt.
Auch wenn ich reifenschonend fahre, komme ich bei weitem nicht an Martin's Laufleistung heran, Respekt!

Nicht immer gilt der Spruch: Fährste quer, siehste mehr
 
Ich hatte nach einem Fahrzeugkauf die Gelegenheit, Metzeler ME77 probezufahren. Hinten 9 Jahre, vorne 17 Jahre alt. Das Fahrzeug war dunkel und trocken gelagert, die Reifen nicht platt, hatten aber auch nicht mehr als 0,5-1 bar. Fuhr sich mit korrektem Luftdruck überraschend gut. Bei der Schräglage bin ich definitiv nicht ans Limit gegangen, muss ja auch nicht sein. Aber Kurvenlage, Richtungswechsel und vorne richtig scharf bremsen haben die alten Reifen problemlos mitgemacht. Nur in einer Haarnadelkurve wollte der neuere Hinterreifen nicht die Spur halten. Das würde ich aber eher auf den Reifen schieben und weniger auf das Alter.

Was ich damit meine ist, dass ein "Holzreifen" für den Alltagskolonnenbetrieb durchaus besser sein kann, als dessen Ruf. Über das Fahren im Grenzbereich kann ich nicht berichten. Und ja, die Reifen kamen zum Saisonstart runter. Vorne fürs Gewissen und hinten wegen der Spur.

Gruß Bernhard
 
Bist Du sicher, dass das nicht ein BT54 war?
Moin Detlev,
ja , das war ein Battlax BT 45. Ich weis noch genau, das ich mir den Reifen wieder kaufen wollte und statt des BT 45 war gerade der BT 46 rausgekommen.
In Kroatien ging in Split der Bridgestone Battlax BT 45 runter und es kam ein Metzeler Roadtec Z8 drauf (s.Bilder vom Verkauf der R1100RS)
Als Vertreter der Holzreifenfraktion passe ich meinen Fahrstil den Strassenbedingungen und dem Grip der Reifen an.
:fuenfe:So mache ich das auch und fahre schon lange gut damit.

LG :wink1:
Martin

Nachtrag : auf den Bildern ist der Metzeler Roadtec Z8 montiert. Vom Bridgestone Battlax BT 45 habe ich keine Bilder.

BMW R1100RS 2.JPG BMW R1100RS 4.JPG BMW R1100RS 1.JPG BMW R1100RS 3.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus dem KFZ-Sektor weiß ich, dass die Haftung von gewissen Reifenfabrikaten der günstigeren Sorte nach wenigen Jahren stark nachlassen kann, insbesondere bei Nässe. Bei meinem damaligen Passat 35i waren die Vorderreifen runter, ich hab neue aus renommiertem Hause aufziehen lassen, hinten blieben die noch gut ausreichend profilierten Günstigreifen drauf. In einer nicht ganz langsam angegangenen 90°-Abbiegung hat's mich dann ansatzlos um über 180 ° gedreht, ich stand mit dem Heck in den kurveninneren Hecken. Zum Glück außer ein paar geknickten Ästchen nix passiert.

Am Gespann konnte ich den Vergleich am Vorderrad machen zwischen
  • einem älteren AVON Safety Mileage Mk II
  • einem älteren Metzeler ME 77
  • einem neuen AVON Safety Mileage Mk II und
  • einem neuen Heidenau K28.
Der ME77 war einfach gruselig, da blockierte schon bei moderatem Bremsen der Reifen bei Nässe, Seitenführung war auch richtig mau, auch trocken war die Haftung ziemlich schlecht, beim Bremsen blockierte das Rad recht flott. Der ältere AVON war deutlich besser (insbesondere bei der Seitenführung und im Trockenen), aber auch nicht richtig toll. Der neue AVON war nochmals besser. Als der runter war, kam der K28 drauf, der ist in allen Belangen um Welten besser. Selbst jetzt, nachdem er schon ein paar Jahre runter hat, immer noch gefühlt deutlich besser als der neue AVON.

Grysze, Michael
 
Nach dem "dienstäglichen" Ölfred sind Reifen wohl DAS Thema, bei dem endlich jeder was dazu sagen kann.
Vorweg: Man kann mit fast jedem Reifen Motorrad fahren, egal wie hart der ist oder wie lange der hält.
Alles eine Frage der Fahrweise, Geschwindigkeit und des Abstandes.

Aber warum fahre ich denn überhaupt Motorrad?
Mir persönlich geht es um Landstraßen, die ich in möglichst wenig Verkehr kurvenreich umrunden kann.
Dazu gehört Schräglage. Also richtige, nicht die 18° wie beim Hollandrad.
Und das geht gefahrlos mit einem passenden Reifen, der viel Grip hat. Und bringt im Schnitt auch ziemlich Reserven im Notfall.

Gefühlt hat die (Nass-)Haftung in den letzten 20 Jahren ziemlich zugenommen, bis vor ~5-8 Jahren sich nicht mehr sooo viel tat.
Da scheint die Weiterentwicklung an Grenzen gestoßen zu sein, Silica hin oder her.
Es ist heute kaum noch möglich von den bekannten Reifenherstellern wirklich schlechte Reifen zu bekommen.
Die Qualität von chinesischen Herstellen kann in den nächsten Jahren gerne jemand anderes testen.

Ich für meinen Teil merke zwischen den Fabrikaten einige Unterschiede und ziehe die mir genehme Mischung auf, ohne große Sparsamkeit.
Der Reifenlatsch ist die einzige Kontaktfläche zwischen mir/meinem Mopped und der Straße, die hätte ich gerne einschätzbar und zuverlässig.
 
Auf alten Noppenreifen mit verrundeten Kanten über nasses Kopfsteinpflaster A%!
Da kommt das Adrenalin früh.
Deshalb fahre ich Motorrad.
Und langsam, dann ist der Bodenkontakt nicht so schmerzhaft.
 
Guten Abend, ich bin mit dem T66 schon etliche Kilometer ohne Probleme gefahren. Viele Grüße, Harold
T 66 mmmm...
Halten die so extrem lange, wie es wohl mal sein sollte? Was kann der gut?
Die verqueren Einträge im Fahrzeugschein zum T66 raubten mir kürzlich den letzen Nerv, wie sich anderweitig an meinen Beiträgen leicht erkennen läßt.
Ohne den selbst gefahren zu sein, erschloß und schließt sich mir die Existenzberechtigung des T66 am ehesten für reine Straßen-Vielfahrer und so
für mich und wohl die allermeisten GS-Fahrer nicht.
Meine GS - Reifen müssen auch mal Schotter und bißchen Dreck bewältigen und kommen auf der Straße ordentlich schräg daher, selbst der gute alte TKC 80.
 
T 66 mmmm...
Halten die so extrem lange, wie es wohl mal sein sollte? Was kann der gut?
Gemessen an heute möglichen Laufleistungen hielt der T66 nicht besonders lange und hatte eine ziemlich miese Nasshaftung. Der Vorderreifen ist mir zudem mit ausgeprägter Sägezahnbildung in Erinnerung. Der spätere Anakee 2 (ebenfalls vorn diagonal, hinten radial) konnte alles besser, vor allem bei Nässe und wurde wiederum vom TKC70 deklassiert.
 
Gemessen an heute möglichen Laufleistungen hielt der T66 nicht besonders lange und hatte eine ziemlich miese Nasshaftung.
ersteres: nö, fand ich immer OK

1776282090563.png

zweiteres: Keine Ahnung, wie damit gefahren werden musste, um damit ins rutschen zu kommen, mir hat es immer gelangt (ich fand den Reifen toll). Selbst Leute, die den hassten, konnte ich im Regen ohne Probleme hinterherfahren - und ich bin sicherlich nicht der schnellste ...

Der Vorderreifen ist mir zudem mit ausgeprägter Sägezahnbildung in Erinnerung.
Jupp, aber ohne Probleme weiter nutzbar

Hans
 
Guten Morgen, ich bin mit den T66 10.000 bis 12.000 km gefahren. Bei Regen muss man immer die Geschwindigkeit anpassen und Abstand halten. Sie haben nie Probleme bereitet. Ich fahre jetzt meinen dritten Satz Dunlop Trialmax. Ich bin sehr zufrieden damit, sowohl bei Regen als auch auf trockener Straße. 15.000 km sind problemlos zu schaffen. Viele Grüße, Harold