fredde

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Habe hier vor ein paar Monaten schon gefragt. Seitdem wurden die Vergaser gereinigt, die Zündung und die Ventile eingestellt. Der Motor weigert sich noch immer mit Choke zu starten. Wenn ich nach einigem Orgeln den Choke rausnehme springt der Motor nach einer halben Umdrehung an. Nimmt Gas an wie es sein soll. Nach kurzer Zeit läuft er mit normalem Leerlauf 900 umdr. Ziehe ich nun den Choke einer Seite, erhöht sich die Drehzahl auf 1200. Genau dasselbe mit dem Choke der anderen Seite. Mit Choke auf beiden Seiten ist die Drehzahl 1600.
Der Choke funktioniert also, denke ich. Aber warum startet das Ding nicht mit Choke? Ich bin ratlos. Hat Jemand von Euch eine Idee. Wie es wird wenn es kallt ist will ich vermutlich nicht wissen. Wird wohl garnicht starten.
PS. Die Chokes sind auf der richtigen Seite.
 
Das Verhalten finde ich etwas seltsam, meine beiden Kühe gehen im Standgas aus, wenn ich den Choke bei warmen Motor dazu gebe, da viel zu fett. Auch direkt nach dem Starten muss ich den Choke bei Beiden zurücknehmen, da sie mit vollen Choke viel zu fett laufen.

Klingt für mich so, als ob durch den Choke mehr Nebenluft als Sprit dazu gemischt werden würde - dichten die Gehäuse vom Choke richtig auf den Vergasern ab? Die Dichtungen wölben sich gerne auf und geben einen Spalt frei.

LG
Rainer
 
Wenn der Motor (kalt) ohne Choke anspringt, ist das Leerlaufgemisch zu fett eingestellt. Warum es zu fett eingestellt ist, kann ich nicht beurteilen, aber eine mehr als 1 Umdrehung geöffnete Leerlaufgemischschraube wäre ein erster Hinweis.
 
Für mich klingt das so, als wenn die Startvergaser vertauscht bzw falsch zusammen gestellt sind.
Hast Du die Möglichkeit mal CO zu messen? Ich schätze mal, dass der Motor mit "geöffnetem" Choke viel zu fett läuft und deswegen die niedrige Drehzahl hält.
 
In Michaels Bild unten rechts:
Da wo die blaue Engstelle ist , sitzt eine Düse.
Ist die verstopft, bekommt der Choke kein Benzin.
 
Hast du die Einstellungen bei warmen eingefahrenen Motor gemacht oder bei kaltem?
Denn einige machen es unglücklicherweise bei kühlem Motor, dadurch stellen sie den Motor zu fett ein und der Choke verliert seine Funktion.

...meine beiden Kühe gehen im Standgas aus, wenn ich den Choke bei warmen Motor dazu gebe, da viel zu fett. Auch direkt nach dem Starten muss ich den Choke bei Beiden zurücknehmen, da sie mit vollen Choke viel zu fett laufen...
Ist bei mir ähnlich.
Jetzt wo es kühler ist fahre ich nach dem Startvorgang mit dem Choke auf halber Stellung ca. 500 - 1000m bis ich den komplett zurückstelle da der Motor noch nicht Warm genug ist.
 
Die Einstellungen am Choke sind alle richtig. Die Düse innen ist auch frei. Benzin scheint ja vom Choke zu kommen, da sich die Drehzahl erhöht wenn ich den Choke bei laufendem Motor dazu gebe. Das Komische ist, dass der Motor nur anspringt wenn ich MIT Choke einige Sekunden georgelt habe, also Benzin eingesaugt wurde. Nehme ich dann den Choke weg, dann startet der Motor augenblicklich ohne Choke. Mit Choke startet er nicht. Und ohne Choke auch nicht. Nur mit der beschriebeben Prozedur ( Erst Startversuch mit Choke, dann gelungener Start ohne Choke) bringe ich das Ding zum laufen. Ich weiss nichtmer weiter.
 
Hallo Fredde,
überprüfe mal die Ansaugröhrchen für den Startvergaser auf Haarrisse.
2v 478.jpg

Um welche Vergaser handelt es sich genau und welche Startdüsen sind verbaut?

Viele Grüße,
Gerhard
 
Danke einstweilen. Bin ein paar Tage nicht zuhause. Ich melde mich wenn ich nachschauen konnte.
 
Nun habe ich zum 100sten mal die Vergaser abgenommen.
Es sind Bing Gleichdruck 36 m/m Die Membranen sind in Ordnung und Alles Andere. Ich habe keine Ahnung was es sein könnte. Fuhr eine 5er 40 Jahre und 2 Cylinder seit 1962 aber solche Probleme kenne ich nicht. Hat Jemand von Euch eine Idee???
 
Ja, hab sie gemessen mit der Schiebelehre. Das Mass das zum Motor zeigt.
Dumme Frage ; wie hast Du gefunden was ich gestern schrieb. Bei "neuen Beiträgen" sehe ich das nicht. Ich begreife das neue Forum nicht richtig.
 
Es sind Bing Gleichdruck 36 mm

Hallo Fredde,
das sind 32er Bing Vergaser. Du hast im Bereich der Drosselklappe gemessen, entscheidend ist aber die Verengung (Venturi), da hat dein Vergaser einen Durchmesser von 32mm, das sollte auch auf der Luftfilterseite eingeprägt sein.

IMG_0524.jpg

IMG_0525_1.jpg


Viele Grüße,
Gerhard
 
Fredde, hast Du die Möglichkeit andere 32er Vergaser auszuprobieren, z.B. von einem Bekannten usw.?
Wenn nicht, kann ich Dir meine 32er Leihvergaser zum testen zusenden.

Viele Grüße,
Gerhard
 
... Dumme Frage ; wie hast Du gefunden was ich gestern schrieb. Bei "neuen Beiträgen" sehe ich das nicht. Ich begreife das neue Forum nicht richtig.
"Neu" ist das dann, wenn für dich ein neuer Beitrag erschienen ist. Das muss aber nicht mit der Sicht anderer übereinstimmen.
Sobald du neue Beiträge gelesen hast, erscheinen die bei Neuanwahl nicht mehr.
 
Hallo Fredde
nimm doch 'Aktuelles' da werden die gelesenen Beiträge, wenn Du sie
gelesen hast nur in dünnerer Schrift angezeigt.
Gottfried
 
Natürlich hast Du recht, Gerhard. Sind 32 ,ist ja auch so gestempelt.
Bei meiner Solo R 75 hatte ich tatsächlcih die Vergaser nier runter oder geöffnet bei über 200 tausend. Ich kenn mich also garnicht aus mit den Gleichdruckvergasern. Bin aber Techniker und verstehe auf jeden Fall die Funktion. Neulich fragte ich, wie es möglich ist nach einer Woche so viel Benzin zu verleiren im Stillstand, dass es eine halbe Minute dauerte ehe ich am Filter sah, dass nichtsmer rann.
Die Empfehlung da war icg sollte mich nicht drum kümmern. Nunhabe ich den Fehler entdeckt. Nachdem ich den Vergaser auf der rechten Seite zum Beiwagenboot abmontiert hatte ( saueng)
ebtdeckte ich, dass die Dichtung des Schwimmergehäuses beim Öffnen irgendwann verrutscht war und dadurch nicht dicht war.
Das könnte abr wohl nicht die jetzigen Probleme hervorrufen,oder was denkst Du? NUn reinigte ich nochmals Alles mit einer kleinen runden Zahnbürste, die für zwischen den Zähnen, und Druckluft. Nun werde ich mir nochmals den anderen Vergaser vornehmen. Ich habe die ja vor einiger Zeit Beide gereinigt und der Erste jetzt war bltzeblank und sauber. Ich hoffe, ich finde irgendwas.
Dein Angebot für Probevergaser ist ja wirklich sehr nett, aber ist wohl nicht so einfach. Ich wohne ja in Schweden und das Porto zwischen unseren Ländern ist so sündhaft, man glaubt es kaum.
Ich bastel mal weiter und halte Euch amlaufenden. Kann ja auch für Andere interessant sein.
 
Sieht billig aus. Hab neulich 1 kg mit der Post geschickt. DHL hab ich nicht versucht, muss mal sehen was es da gekostet hätte. Mit der Post verschwindet die halbe Rente.
 
Bin wieder da nach allen Feiertagen und allem Zirkus.
Nun habe ich zwischenzeitlich beide Vergaser in alle Einzelteile zerlegt, Alles saubergamacht, Düsen gereinigt, geschaut dass Aller richtig zusammengaut wird und mich an allen Euren guten Ratschlägen orientiert. Alles, wirklich Alles ist wie es sein soll und sauber wie vom Werk. Die Zündung hab ich mit einer neuen Stroboskoplampe kontrolliert. Was glaubt Ihr ? Das Ding ist genauso wie vorher.
Mit Choke ein paar Sekunden orgeln, dann ohne Choke starten, das gelingt nach einer Umdrehung des Motors. Dann brauche ich eine Minute den Choke, sonst geht er wieder aus. Nach warmlaufen hab ich dann die Leerlaufdüsen eingestellt. sind jetzt knapp eine halbe Umdrehung offen.
Jetzt geb ichs auf. Mit der obigen Prozedur startete die Fuhre ja sogar bei nur 1 Grad. Nochmal Alles runterreissen macht keinen Sinn. Aber es wäre interessant, wenn man ausklügeln könnte wo der Fehler ist.
Vielen Dank nochmals für Eure Tips und Hilfe. Gute Fahrt Allen im neuen Jahr.
Grüsse aus 60 cm Schnee Fredrik
 
Hast Du mal ne CO Messung im Leerlauf gemacht? Die könnte Aufschluss über das merkwürdige Chokeverhalten geben.
 
Kann ich jetzt im Winter nicht selber machen. Wenn der Winter Schluss ist kann ich zu einem Freund fahren, der har die Geräte zum messen. Mal sehen was sich da ergiebt. Irgendwas muss es ja sein.
 
Wie sieht das Starten aus, wenn Du den Ansaugbereich ca. 3/4 verschliesst und ohne choke versuchst zu starten?
Oder mal ohne Choke aber mit einem Schuss Bremsenreiniger im Vergaser versuchen zu starten?
Manchmal haben Vergaserprobleme die Ursache in der Zündung.

Med vennlig hilsen, Frank
 
Ohne vorher Bensin mit dem Choke ein paar Sekunden reinzupumpen geht garnichts. Dann staret der Motor ja ohne Choke, will aber den Choke dann haben um weiter zu laufen. Mache ich mit Choke weiter staret er auch nicht. Dasselbe ohne choke vorher. Mit Startspray startet er, aber das macht er ja mit Bensin vom Choke auch. Nur nicht mit Choke sondern erst, wenn ich den wieder weg schalte.
Die Zündung ists nicht. Alles neu und grosser Funken, auch richtig eingestellt.
Ich glaube es ist der Geist in meinem alten Haus. Der hat schon so manches angestellt, das bisher Keiner erklären konnte. ( das ist wirklich so)
 
Hast Du mal ne CO Messung im Leerlauf gemacht? Die könnte Aufschluss über das merkwürdige Chokeverhalten geben.
Das halte ich für eine wichtige Messung. Von der Einstellung üner die Gemischregulierschraube wurde bisher nichts geschrieben. Der Motor muss zum korrekten Einstellen richtig gut warm sein. Nur ein bisschen warmlaufen nach dem Starten reicht nicht aus nicht.
 
...Nach warmlaufen hab ich dann die Leerlaufdüsen eingestellt. sind jetzt knapp eine halbe Umdrehung offen.

Das halte ich für eine wichtige Messung. Von der Einstellung üner die Gemischregulierschraube wurde bisher nichts geschrieben.
Was oben steht, hatte ich so interpretiert. Eine knappe halbe Umdrehung ist halt seeehr knapp. Ich habe schon viel mit magerem Gemisch experimentiert, aber so knapp eingestellt lief der Motor nie auch nur halbwegs rund.
 
Leerlaufschraube und Leerlaufgemischregulierungschraube sind für verschiedene Einstellschrauben. Das wurde bisher nicht klar, oder ich habe da was überlesen.