Guten Tag liebe 2 Ventiler Freunde.

Ich habe meien R100S BJ1978 jetzt langsam auf einen guten Stand gebracht, aber irgendwo gab es einen Punkt wo ich etwas an den Vergasern falsch geamcht habe oder etwas kaputt gegangen ist.

Vorab: Wenn sie warm ist, läuft sie wirklich super und ich kann keine Probleme feststellen. Durchzug usw. absolut gut und keinerlei Ruckeln oder sonst was. Standgas warm ist bei ~1050U/Min und stabil.

Wenn ich sie jedoch kalt starte, schaffe ich es nicht mehr sie ohne leichtes Gas am leben zu halten. Bis sie warm ist.

Mit Chocke (umgebaut auf "Einzelchoke") geht da überhaupt nichts. Auch wenn sie warm ist, erhöhrt sich mit der ersten Bohrung minimal das Standgas und ab der zweiten Bohrung stirbt sie eigentlich schon fast ab, dritte Bohrung ist sie immer sofort komplett weg. (Borhungen ist schlecht ausgedrückt, aber in dem Drehteller sind ja kleine Borhungen... man könnte auch "Stellung" sagen).

Kurz zu den Einstellungen des Vergasers (Im Ultraschallbad gereinigt):
Hauptdüse 170 (angeblich Standard bei R100S)
Nadeldüse 2.68 (von 2.66 erhöht wegen offenen Luftfilter)
Standgasdüse 45 (Standard)
Gemischschraube 0,75-0,85 heraus gedreht
Standgas Warm 1050

Wie gesagt, wenn sie warm ist ein Traum. Kaltstart geht nur ohne Choke und nur mit ganz mit Gasgriff.

Jetzt muss ich ganz dumm fragen, ist 1050 Standgas einfach zu wenig? Muss ich auf 1200 gehen damit er beim Start einfach mehr Dampf hat? Ich zerdenke das glaube ich gerade und vielleicht ist die Lösung dafür einfach viel einfacher als man denkt.

Wie hoch ist der Drehzahlunterschied zwischen kalt und warm bei euch?

grüße Stefan
 
Hauptdüse 170 (angeblich Standard bei R100S)
Nadeldüse 2.68 (von 2.66 erhöht wegen offenen Luftfilter)
Standgasdüse 45 (Standard)
Gemischschraube 0,75-0,85 heraus gedreht
Alles auf "Fett" ausgelegt
...Kaltstart geht nur ohne Choke und nur mit ganz mit Gasgriff.

Hallo Stefan, liest sich als wäre das Leerlaufgemisch viel zu fett eingestellt. Wird gern genommen, weil der Motor dann im warmen Zustand stabil und rund läuft. Kostet aber richtig viel Sprit und macht ggf. Kaltstartprobleme. Die Gemischschraube soll höchstens 3/4 Umdrehungen herausgedreht sein. Die 1,0 aus dem Handbuch ist nur eine Grundeinstellung, mit der der Motor generell läuft.
 
... und täglich stellt das Murmeltier die Frage: "Ist die Datenbank bekannt?" :do:
Danke und was soll ich damit? Natürlich... ich habe den Vergaser nach Datenbank zerlegt und zusammengebaut? Vielleicht schließen wir das Forum einfach und setzten nur noch "SIEHE DATENBANK" auf die Hauptseite?

Alles auf "Fett" ausgelegt


Hallo Stefan, liest sich als wäre das Leerlaufgemisch viel zu fett eingestellt. Wird gern genommen, weil der Motor dann im warmen Zustand stabil und rund läuft. Kostet aber richtig viel Sprit und macht ggf. Kaltstartprobleme. Die Gemischschraube soll höchstens 3/4 Umdrehungen herausgedreht sein. Die 1,0 aus dem Handbuch ist nur eine Grundeinstellung, mit der der Motor generell läuft.
Verstehe ich so nicht so ganz. 170ger Düse ist der Standard bei der R100S. 45ger Leerlaufdüse ebenfalls. Nur die Nadeldüse (jetzt 2.68) habe ich um eine größe erhöht wegen der Luftfilter und dem Auspuff mMit der Originalen Bedüsung 2.66 läuft ist es 1:1 das gleiche, Kein unterschied festzustellen).

Zur Stellung der Gemischschraube: Ich habe sie auf 1 gestellt und dann so lange rein gedreht bis die Drehzahl abfällt... dann das ganze in die andere Richtung, bis die Drehzahl wieder abfällt. Die Mitte davon ist genau 1. Dann eine 1/8 bis 1/4tel Umdrehung wieder rein. Dann lande ich bei 0.75. Das sollte doch die Richtige vorgehenweise laut Datenbank sein oder?

ZUSATZINFO: Nadelposition ist 3 (drithöchste Postion -> Also eher auf der mageren Seite)
 
Also ich raste an der zweiten position von Oben an der Nadel ein -> erste rastung mager, zweite Raste etwas fetter, diritte noch etwas fetter usw.

Also ist sie relativ weit draußen. Sorry ich komm mit der Beschreibung mit mir selbst nicht gut klar. 44mm Länge hat sie gemssen.
 
Nadelposition wird immer von oben gezählt, also bei dir 2. von oben?
:fuenfe:
Wenn man sich unsicher ist kann man auch eine Skizze anfertigen und diese hier einstellen.

Noch komfortabler wäre ein Photo der Düsennadel. Dieses kann in der DB hinterlegt werden. Darin kann man die Position einzeichnen und dann hier einstellen.
So eine Skizze gab es z.B. jahrelang im KEDO-Katalog.
 
....Vielleicht schließen wir das Forum einfach und setzten nur noch "SIEHE DATENBANK" auf die Hauptseite?
Ich nutze zu meiner Zufriedenheit die Ignorierliste für diese ständigen Querulanten.
Verstehe ich so nicht so ganz. 170ger Düse ist der Standard bei der R100S.
Meines Wissens wurde die die HD170 aber später auf 155 reduziert.
Nur die Nadeldüse (jetzt 2.68) habe ich um eine größe erhöht wegen der Luftfilter und dem Auspuff mMit der Originalen Bedüsung 2.66 läuft ist es 1:1 das gleiche, Kein unterschied festzustellen).
Dann lass es doch bei ND 2.66.

Für die Leerlaufeinstellung ist das alles wenig relevant. Die Leerlaufgemischschraube soll so mager wie möglich eingestellt werden. Erst wenn bei weiteren Zudrehen die Leerlaufdrehzahl abfällt, wird wieder ein klein wenig geöffnet.
 
Danke @FrankR80GS für den Hinweis.

Ich habe zu der "vergkleinerung" der Düse nichts direkt gefunden. Nur ein Hinweis in der Datenbank auf 170 und da bei mir 170 eingebaut war das auch direkt als gegeben hingenommen. Vielleicht mache ich hier einen Kompromiss und gehe auf 160? Aber die Hauptdüse hat ja eh sehr wenig Einfluss auf Standgas oder Kaltstart.

Ich werde mal noch weiter runter gehen mit der Gemisschraube und sehen wie sie sich verhält.
 
Mmmmmh...das sie ohne Choke anspringt und mit Choke nicht, deutet eher auf einen grundsätzlicheren Fehler oder Fehlebedienung hin als eine Einstellungssache. Hast du die kleinen Düsen (bzw. Bohrungen) in der Schwimmerkammerkappe kontrolliert, die die Startvergaser mit Sprit versorgen?

Die meisten meiner Vergaser brauchen zum Starten ein klein wenig Öffnung am Gasgriff, laufen dann aber sofort rund mit leicht erhöhter Drehzahl und ich nehme den Choke langsam zurück. Mehr Öffnung der Drosselklappen lässt den Choke zunehmend ineffektiv werden.

Die Motoren brauchen einen Moment, bis sie, wenn man Gemisch und Drosselklappe bei warmem Motor knapp einstellt, auch kalt ohne leichte Gasöffnung laufen. Der Unterschied zwischen warm und kalt beträgt meiner Schätzung nach 250-300 Umdrehungen.

Die Bedüsung passt aus meiner Sicht für die 100S, evtl. kann man durch Ausprobieren noch auf ND 2,66 und HD160 runter gehen.

Grüsse, Hendrik
 
Alles auf "Fett" ausgelegt


Hallo Stefan, liest sich als wäre das Leerlaufgemisch viel zu fett eingestellt. Wird gern genommen, weil der Motor dann im warmen Zustand stabil und rund läuft. Kostet aber richtig viel Sprit und macht ggf. Kaltstartprobleme. Die Gemischschraube soll höchstens 3/4 Umdrehungen herausgedreht sein. Die 1,0 aus dem Handbuch ist nur eine Grundeinstellung, mit der der Motor generell läuft.
Fetter geht´s nimmer. Die Nadeldüse zurück auf 2,66. Die Leelaufgemischregulierschraube so weit wie möglich rein, so da sie grade noch gut läuft. Problem könnten die offenen Ansaugtrichter sein. Das mögen die Bings nicht immer. Kommt auch auf die Form und Länge der Trichter an.
 
Hallo,

neben die vertauschen der Seiten von dem Startvergaser, innen auf dem MS steht die Seite (R,L) auf. Ein weitere Fehler kann einen um 180° versetzte Chock-Zugbetätigung sein.
Im Prinzip wird der Startvergaser nur bei kalten Motor voll gezogen und kann dann auf 1/2 zurück gehen. Die originale Bremsarmatur gibt es so vor.

Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das hatte ich auch gehofft um ehrlich zu sein... leider war das alles richtig zusammen gebaut. Wenn wir davon ausgehen, dass links auch so betrachten wie man auf dem Motorrad sitzen. Also links = linkes Bein.