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Moin Tuners,
wer hat das schon mal gemacht, oder weiß wie das geht?
Ich brauche für meinen gekürtzten Zylindersatz natürlich auch kürzere Stößelstangen, dafür müsste ich eigentlich nur wissen, wie ich die Stahlenden zerstörungsfrei aus dem Aluminiumrohr bekomme!
Wer weiß Rat?
 
Moin Tuners,
wer hat das schon mal gemacht, oder weiß wie das geht?
Ich brauche für meinen gekürtzten Zylindersatz natürlich auch kürzere Stößelstangen, dafür müsste ich eigentlich nur wissen, wie ich die Stahlenden zerstörungsfrei aus dem Aluminiumrohr bekomme!
Wer weiß Rat?

.... erforderlichen mm einfach aus der Mitte nehmen, ansonsten müßtest Du mit Wärme ..., damit Du ein Kugelende rausziehen kannst ....
 
Hallo Volker,

ich glaube die Enden entfernen geht nicht. Ich würde in der Nähe eines Endes das Alu-Rohr trennen, dann kürzen und entweder mit mit eingeklebter Madenschraube oder eingeschrumpften Bolzen wieder verbinden. Da die Dinger auf Druck beansprucht werden, wird das halten. Dein Dreher- Spezi wird wissen wie das geht.

Gruß, Sucky
 
Ich behaupte mal eiskalt die Dinger sind eingeschrumpft. Also gut erhitzen bis 150 Grad und die Dinger fallen von alleine raus. Hast Du keinen an den Du das ausprobieren kannst? Und bitte keine Madenschrauben. Bei den paar mm bleiben nur ein oder 2 Gewindegänge die tragen.
Oder wende Dich an die Fa. Wank. Die haben hochfeste Alu Stößel im Programm. Und machen jede Länge passend. Kosten zwar ein bißchen... aber es trifft ja keinen Armen:D

Manfred
 
Gut warm machen (~200°), dann die Stoßstangenköpfe ausziehen. Am besten mit einem Ziehhammer, umgangsprachlich auch "Wichser" genannt :&&&: ). Dem sollte man ein passendes Zugstück verpassen (vielleicht fliegt ja noch irgendwo ein altes Bohrfutter rum).

Spannen sollte man die Stößelrohre in einer Spannzange (z.B. in der Drehbank), damit man sie nicht kaputtdrückt. Dann kann man sie an der Einpreßstelle auch gleich dünner drehen (natürlich nicht kürzer, als sie nachher werden sollen), dann gehen die Köpfe leichter raus.
 
Ich behaupte mal eiskalt die Dinger sind eingeschrumpft. Also gut erhitzen bis 150 Grad und die Dinger fallen von alleine raus. Hast Du keinen an den Du das ausprobieren kannst? Und bitte keine Madenschrauben. Bei den paar mm bleiben nur ein oder 2 Gewindegänge die tragen.
Oder wende Dich an die Fa. Wank. Die haben hochfeste Alu Stößel im Programm. Und machen jede Länge passend. Kosten zwar ein bißchen... aber es trifft ja keinen Armen:D

Manfred

Wenn man eine Madenschraube M4 x 12 wählt, trägt diese beidseitig 1,5 x D. Da ein Gewinde sowieso nur in den ersten 3 bis 4 Gängen Kraft aufnimmt., reicht das nach Maschinenbaunorm völlig aus. Wie gesagt, es liegt keine Zugbeanspruchung vor.

Gruß, Sucky
 
Wenn man eine Madenschraube M4 x 12 wählt, trägt diese beidseitig 1,5 x D. Da ein Gewinde sowieso nur in den ersten 3 bis 4 Gängen Kraft aufnimmt., reicht das nach Maschinenbaunorm völlig aus. Wie gesagt, es liegt keine Zugbeanspruchung vor.

Gruß, Sucky

:schock: Also ich wäre da nicht mutig genug eine Stößelstange zu teilen und mit 'ner Madenschraube wieder zu verbinden.
 
Mit ner Madenschraube wird das nix. Ich hab irgendwann mal selbst versucht, eine Stösselstange zu kürzen, dabei hab ich ein Ende ziemlich stark erwärmt und den Kugelkopf dann mit recht viel Kraft herausbekommen. Das war dann auch der Punkt, an dem ich abgebrochen habe, erstens, weil ich nicht die erforderliche Reibahle hatte (6,5 mm, Passungsklasse unbekannt), zweitens, weil das ein kräftiger Presssitz ist (Kugelkopfzapfen hat ca. 6,6 mm) und drittens, weil ich durch die notwendige starke Erwärmung ganz, ehrlich gesagt, Angst hatte, das Material ist entfestigt (eine unangenehme Eigenschaft mancher hochfester Alulegierungen).
Mit in der Mitte auseinandersägen und Madenschrube etc. würde ich das gar nicht versuchen, das Material wird durch das Gewinde geschwächt, die Druckbelastung ist nicht zu vernachlässigen und ausserdem biegt sich so eine Stossstange im Betrieb ganz ordentlich.
Ich hab seinerzeit dann beim Edelweiss-Dirk vier Stangen gekauft und gut war (der Preis war OK, ich musste dafür kein Risiko in Kauf nehmen und hab nicht noch mehr Werkzeug rumliegen ;) ).
 
Hallo,

wenn die Stangen gekürzt werden sollen, dann einfach den Kopf abstechen. Ca. 7mm steckt der Kopf in der Stange. Die Stange bohre ich mit 0,1mm Untermaß und setzte die Köpfe auf der Drehbank ein. Erwärmt und mit dem Reitstock kurz gedrückt laufen sie danach auch rund.

Gruß
Walter
 

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Hallo Gemeinde,

ich erwäge, statt einer langen Stößelstange,zwei kurze mit Zwischenstößel
im Stößelrohr, um das Biegemoment zu verringern.
Hat schon mal jemand so etwas gemacht?

Gruß aus der Schwalm

Reinhard
 
jawoll hab ich gemacht - ist unterm Strich genauso sinnfrei wie Rollenstössel die ich auch realisiert und probiert habe.

Da hätte ich Probleme erwartet, das Öl wieder zurück in die Ölwanne zu kriegen. Hattest Du da eine "Umleitung" gebaut oder nur die Zwischenstößel "durchlässig" gemacht?
 
Hallo Allerseits,

wer zum Thema Dähne BMW nachlesen möchte siehe MO SH BMW Nr. 8; insbesondere auf der S. 87 "Das Geheimnis des drehzahlfesten Stoss-Stangen-Ventiltriebes".

Viele Grüße

Ewald
 
Hallo Reinhard,

jawoll hab ich gemacht - ist unterm Strich genauso sinnfrei wie Rollenstössel die ich auch realisiert und probiert habe.

War mal in den 70ern hip da es das in den Dähne BMW's gab.

Die stärksten BMW 2V Boxer Rennmotore dieser Galaxie verzichten Aus gutem Grund darauf.

Eine ballige Stösselstange aus dem richtigen Material / richtig behandelt kann alles besser.

Herzlichen Gruß

Dirk

simplicity is the highest sophistication !!!

Hallo Dirk,
danke für die schnelle Antwort.

Ich kannte das auch von Helmut Dähne´s Rennkuh
und spielte schon lange mit dem Gedanken.
Aber dank Deiner Erfahrungen kann ich mir das Geld und die Arbeit sparen.

Gruß aus der Schwalm

Reinhard
 
Hallo,

Stoßstangen geköpft und wieder zusammengebaut habe ich mal anläßlich einer Füllung derselben mit Balsaholz.

Gemacht auf meiner Fräsmaschine; Kugelkopf unten mit Schonbeilage im Schraubstock gespannt und oben mit Spannzange ins Futter. Die Seite, die raus sollte, erhitzt - nur zur Unterstützung; nur etwas über spuckheiß, um das Alu nicht zu verderben - und dann auseinandergekurbelt.

Sollte entsprechend mit jeder kräftigen Bohr- oder Drehmaschine auch gehen.

Zusammenbau nach erneutem Warmmachen (und Abkühlen des Stahleinsatzes) mit einem rückschlagfreien Plastikhammer auf Holzunterlage. Kräftiges, achsgerechtes Zuschlagen ist vonnöten. Zum Schluß in der Drehbank Prüfen auf Rundlauf und gfls. Richten.

Grüßle, Fritz. )(-:
 
Hallo,
auch wenn dieser Beitrag nun schon einige Jahre alt ist, schreibe ich hier weiter, in der Hoffnung weiterer Erkenntnisse.
Ich habe an meinem Motorrad die Köpfe überholen lassen und kann jetzt kein Ventilspiel mehr einstellen. Mit Dummies habe ich ermittelt, das die Stösselstange 3.4mm kürzer sein müssten. Nach dem ich hier einiges gelesen habe, habe ich heute nun versucht das problem zu lösen. Unter der Schulter des Kugelkopfes wurden 3,2mm bis auf den Schaft abgedreht. Nun war meine Hoffnung, dass man den Kugelkopf, von dem ja nun noch 4mm Schaft in der Stange stecken, wieder einpressen kann. Kalt ohne erwärmen, habe ich es nun zunächst in der Drehbank mit dem Reitstock versucht. Das ging nicht. Erst hat sich der Reitstock bewegt und dann die Stange im Futter. Nur der Kugelkopf nicht. Danach vertikal in ein auf dem Arbeitstisch einer großen Standbohrmaschiene liegendem Drehfutter eingespannt und mit dem Bohrmaschinenfutter lotrecht gedrückt, auch nichts.
Morgen will ich nun noch horizontal mit der Spindel einer Hobelbank versuchen. Ich hatte dann auch die Möglichkeit die Stößlstange auf jede Temperatur zu erhitzen. Mal schauen.
Wenn jemand einen Tipp für mich hätte wie ich das Problem gelöst bekomme, würde ich mich freuen.
Wenn das nicht klappt, wäre der nächste Ansatz wie oben, die Köpfe abdrehen und neue Stangen herstellen. Aber auch welchem Aluminium Material? Welche Materialgüte? Vollstange oder Rohr. Fragen über Fragen.

Beste Grüße Paul
 
Hallo,

wie kommt es zu den 3 mm? Ist das Ventil zu lang oder der Ventilsitz eingeschlagen? Es könnte auch sein, daß ein zu kleines Ventil im Sitz steckt.

Gruß
Walter
 
Ich habe an meinem Motorrad die Köpfe überholen lassen und kann jetzt kein Ventilspiel mehr einstellen.
Walter hat völlig recht: Bevor Du an den Symptomen rumdoktorst, musst Du die Ursache ergründen. Was hat der Motoreninstandsetzer (oder Du bei der Montage) verbockt, damit dieses Schadensbild auftritt?

Gutes Gelingen
Florian
 
Hallo Gemeinde,

ich erwäge, statt einer langen Stößelstange,zwei kurze mit Zwischenstößel
im Stößelrohr, um das Biegemoment zu verringern.
Hat schon mal jemand so etwas gemacht?

Gruß aus der Schwalm

Reinhard
Hallo,

der Witz war die zusätzlich Feder an der Stoßstange. Diese drückt sie zurück. Die Ventilfeder muß dann nicht noch die Stoßstange zurückbefördern.
Vereinfacht kann man ein Gehäuse Type 248 nehmen. Dort bildet die Stoßstange und Stößel eine Gerade was für die höhere Drehzahl hilfreich ist. Hatte vor 2 Jahren so ein Motor mit weiteren kleinen Veränderungen aufgebaut. Dauerdrehzahl 7600 U/min. kritisch wurde es bei 8000 U/min. Siehe "Fallert 860" mit 75 PS.

Gruß
Walter
 
Drei Millimeter an der Stößelstange etsprechen über vier Millimeter am Ventil.
Kaum zu glauben, dass das durch die Kopfrevision kommen soll.
Sitzt die Stößelstange unten sauber in der Pfanne des Stößels?
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die Beiträge. Zunächst, Die Hobelbank war der Sieger. Entsprechend sicher mit einer Lehre geführt. Ist der Schaft des Kugelkopfes mit einem Rutsch, als dann die entsprechende Kraft vorhanden war, bis zum Kragen also um 3.2mm nachgerutscht.
Mein Motorrad gehört laut Papier in das kleine Forum. In der Realität hier her. Ich habe vor 2 Jahren das Motorrad als R45 gekauft. Einige Indizien sprachen schon im Vorfeld dafür das Manches nicht passt. Nach 5 Metern Probefahrt, war klar, dass dieses Motorrad nicht wie in den Papieren 27 PS haben kann. Da ich das Motorrad aber vorrangig erst einmal nicht zum fahren sondern zum schrauben haben wollte, reizte mich diese Tatsache um so mehr. Irgend jemand im Vorleben des Motorrades, hat da mal einiges geändert. Ich bin mit dem Motorrad ca. 50km mit viel Spass gefahren und habe sie dann zerlegt. Da ich, in mich persönlich betreffenden Dingen faul bin, habe ich nicht alles ausreichend gut dokumentiert. Der Rumpfmotor ist eine R45. Die Kolben scheinen aus einer R 80/6 zu stammen. So auch die Vergaser. Unter dem Zylinderfuß befindet sich eine 4mm starke Distanzplatte die aussieht als wäre sie mit einer Handfeile hergestellt. Ausgemessen hat das Motorrad 709ccm. Wie gesagt, sie ist sehr gut gefahren. Bevor später die Fragen kommen, warum hast du sie dann zerlegt? Weil das der Kaufgrund war. Optisch war sie nicht schön, wenn sie auch sehr gut fuhr. Wie gesagt, habe ich die Köpfe überarbeiten lassen. Als ich sie vor 2 Jahren demontiert habe, habe ich das Ventilspiel nicht zuvor gemessen. Und kann daher dazu gar nichts sagen. Jetzt beim Wiederzusammenbau, wie gesagt, die entsprechenden Einstellschrauben voll auf Anschlag eingedreht und trotzdem keinerlei Spiel und damit auch nichts einstellbar. Auf beiden Seiten das Selbe. Auch auf OT und Überschneidungs OT habe ich geachtet. Mit Hilfe von Stößelstangendummies die ich mir aus Vollaluminium Stangen hergestellt habe, habe ich das benötigte Kürzungsmaß von ca. 3.0mm bis 3.5mm ermittelt. So habe ich das Maß 3.2mm festgelegt. Wie ihr seht, habe ich nicht viel Ahnung (noch nicht), daher kann ich mir anhand der genannten Details, die zu langen Stößelstangen nicht erklären. Auch intensive Recherche half bis dato nicht. Vielleicht hat ja jetzt einer von euch den passenden Gedanken. Ach so, ja die Kugelköpfe sitzen überall gut in ihren Pfannen. Auch das habe ich mehrfach geprüft. Ich habe im Vorfeld an meiner GS Baujahr 92 geübt. Die hat auch gerade neue Teile bekommen und dort lief alles auf Anhieb wie es soll.
Ich gehe auch nicht davon aus, das es an der Kopfrevision liegen könnte.
Bis dahin besten Dank fürs zuhören (lesen)
Paul
 
Mein Motorrad gehört laut Papier in das kleine Forum. In der Realität hier her.

Moin Paul,

ein überaus kluger Gedanke.

Die Kolben scheinen aus einer R 80/6 zu stammen.

Als /6 hat's keine 800er gegeben. Dieser Hubraum wurde erst im Laufe der /7-Baureihe erstmalig eingeführt.

Ausgemessen hat das Motorrad 709ccm.

Dieser Hubraum ergibt sich wenn man einen 248er Motor (Kurbelwelle mit 61,5 mm Hub) mit Zylindern/Kolben mit 85,7 mm Bohrung kombiniert. DAS ist für R 80-Zylinder/Kolben 'n büschen viel. Sicher dass Du richtig gemessen hast?
 
Du hast die selbstgefeilte, 4mm Distanzplatte nicht wieder eingebaut!
Alles sehr seltsam an diesem offenbar aus interessanten Teilen zusammengebautem Motor.
Wenn für diesen Motor eine 4 mm „Distanzplatte“ nötig war, dann dürfte es ohne diese ein wenig eng werden im Brennraum / am Zylinderkopf. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Werner,
ich hatte das oben auch falsch geschrieben. Ich habe auch Vergaser 64/32/09 bzw 10 drauf. Die sollten auch aus einer R80/7 sein, oder?
ich habe den Hub eben noch einmal mit 61mm gemessen. Also ist er so wie du sagst 61.5mm
Den Zylinder habe ich mit 84.8mm gemessen. Da werde ich sicher auch Abweichungen im Zehntelbereich haben.
Nachgerechnet sollte ich so bei ca. 344ccm pro Seite liegen. Das sind dann keine 709ccm aber fast.
Ich habe mit "Hobby" Werkzeug gemessen, also nicht perfekt, aber nahezu genau.
Hallo Eisenschwein. Ich mach aus deinem ! ein ? Ja der Motor ist 1:1 wie demontiert wieder montiert. Mit 4mm Distanzen. Ich habe zwar wenig bei der Demontage nieder geschrieben aber viele Fotos gemacht und gerade die Motorteile so abgelegt gehabt, dass ich sie rückwärts wieder einbauen konnte.
Hallo Wolfgang, das wäre auch mein Gedanke gewesen, wenn ich überlegt hätte etwas weg zu lassen was vorher bei gut laufendem Motor drin war.

Beste Grüße
Paul
 
Hallo Eisenschwein,

"Bis jetzt ist der Motor auch noch nicht gelaufen." Wie meinst du das?
Jetzt nach dem ich das Motorrad auseinander genommen habe, noch nicht. Das ist richtig.
Aber ja eben davor. Und das für mein Gefühl ziemlich gut. Mein Kumpel der mit seiner R100 Mystic mit mir fuhr, war beindruckt wie die "R45" unterwegs war.

MfG Paul