Moin, passt zwar nicht zum Titel, aber zum Thema: zwei Erfahrungen mit der ATE Bremse in meiner R100S, Bj 1976:
1. Nach dem Wechsel der Bremsflüssigkeit scheint es unmöglich, blasenfrei neue Flüssigkeit einzufüllen. Es dauert immer ein paar Tage, bis das letzte Bläschen sich nach oben durch die Nachfüllöffnung verdrückt hat. Dabei hilft es, den Handbremshebel mit einem Gummiband über Nacht zu blockieren, dann sind die Bläschen kleiner. Spätestens bei der zweiten Fahrt ist der Druckpunkt wieder da. Selbstverständlich bremst es auch vorher schon, aber nicht so schön...
2. Ich habe den 17,5mm durch einen 14,5mm HBZ (von den kleinen BMW mit einer Bremsscheibe) unterm Tank ersetzt. Ein zweiter Abgang wurde vorher drangemacht. Das geht nur in Verbindung mit Stahlflex. Der tolle Druckpunkt ist dann relativiert, aber: die Bremse wird richtig gut, was sie vorher nie war (obwohl der alte HBZ sauber überholt war). Mit überschaubarer Handkraft krieg ist den Vorderreifen dazu, um Gnade zu wimmern, wenn's sein muss. Grund der besseren Verzögerung: das hydraulische Hebelverhältnis ist größer geworden, dadurch baut sich rund 35% mehr Druck bei gleicher Handkraft auf. Das merkt man!
Ich stelle mich ab sofort auch darauf ein, daß ich den Vorderreifen wegen Profil wechseln muss, und nicht, weil das MHD abgelaufen ist...
Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an: keine Experimente an der Bremse. Das muss einer machen, der weiß, was er tut. Ich habe mir auch kompetent helfen lassen.
Zweiter Disclaimer: das soll keine Aufforderung sein, es mir nachzutun, da mglw. die ABE der Bremse mit der Modifikation futsch ist.