249_Folie schrieb:


... Oft reicht neu schleifen und Ventilschäfte nachfräsen und dann läppen.

geschliffen wird überhaupt nix mehr. Auslassventile von Verbrennungsmotoren werden in der Regel mit Stellit (einer Kobalt-Chrom-Wolfram-Legierung) aufgeschweißt. Wenn Du dann schleifst ist alles weg. Wann hast du deine Ausbildung gemacht? 1960 oder so? Hast du überhaupt eine Ausbildung?
Manfred
 
Hallo Jürgen,

beurteilen kannst Du den Zustand der Ventilführungen, wenn Du das Kippspiel der Ventile gemessen hast. Das Werkstatthandbuch (gibt's hier in der Datenbank) beschreibt den Vorgang und den Grenzwert.

An einen "sich anbahnenden" Ventilabriss glaube ich nicht, soweit auf Deinen Fotos zu erkennen, sehe ich nur starke Ablagerungen. Und ja, Wartungsarbeiten an den Köpfen macht man sinnvollerweise immer paarig.

Gruß
Florian
Ich muss hier mal nachhaken.

Das WHB schlägt in 11.9ff. vor, dass die Ventilführung dann durch Reiben nachgearbeitet werden kann, wenn das Verschleißmaß kleiner 8,3mm und das Kippspiel bei 60mm eingeführten Ventil kleiner 0,7mm ist.

ABER: Ich kann doch nur größer Reiben? Was passiert nach dem Reiben? Dazu schweigt sich das Handbuch aus. Übermaßventil(schaft?)
 
8,3mm ? Gibt es. Hintergrund. Als die Umstellung vom Benzin auf Bleifrei war verbaute BMW andere Ventilführungen. Diese sollten die Wärme besser abführen. Dazu kamen noch andere Auslaßventile mir 30 Grad sitz. Das Problem war, das die Ventilführungen bereits nach 30.000km verschlissen waren. Daraufhin führte BMW die 8,3 mm Ventile ein. Man konnte also die 8,0 Führung auf 8,3 aufreiben. Bei 60.000km war dann abe entgültig Schluß. Ich habe mir Handreibahlen in den Abmaßen 8,1, 8,2 und 8,25 besorgt. Die restliche 0,05 wurden mit einer Honbürste gehont.
Manfred