Original von ck1
meiner meinung nach, müsste ein guter verteiler aus teflon und sehr leicht gängig sein und eine leichte feder haben, die den verteiler immer spielfrei hält, damit das zugspiel am vergaser sauber eingestellt werden kann. könnte mal jemand als anregung nehmen zum basteln .... ;-) (kleine serie erwünscht).
grüße aus mainz
claus
Hallo,
ist ja nicht das extrem wichtige Bauteil, aber ein wenig Hirnakrobatik am Vormittag schadet nicht.
Meinen Gaszugverteiler habe ich komplett aus Teflon gebaut. Würde ich in "Evolutionsstufe 2" nicht mehr so machen. Beste Leichtgängigkeit sollte sich auch mit der Materialpaarung Teflon / Aluminium erreichen lassen. Einen Koeffizienten für Haft- bzw. Gleitreibung Teflon auf Alu habe ich nicht gefunden, jedoch für Teflon / Teflon = 0,04, dsgl. Stahl auf Teflon auch 0.04 ! Dürfte mit poliertem Alu nicht der nennenswerte Unterschied sein.
Plan also: Gehäuse aus Alu, Gleitstück aus Teflon. Ein Metallgehäuse wird besser sein als meine erste Version aus Teflon, weil höhere Stabilität bei geringerer Wandstärke, somit etwas weniger Raumbedarf, ferner stabileres Gewinde für die vordere Stellschraube. Das Gehäuse muß relativ lang sein, damit der Hub für die Dellos reicht und das Gleitstück länger als üblich sein kann, s.u.!
Das Gleitstück: Aus Voll-Teflon mit drei geschlitzten Bohrungen für die Seilzugnippel. L ä n g e r als üblich, weil: Die beiden Gaszüge sollen absolut synchron gezogen werden trotz unvermeidlch unterschiedlicher Zugkräfte der Vergaser. Ein beim Bremszug-Verteiler segensreicher Waagebalken-Effekt wäre hier also absolut unerwünscht. Bei läbbrigen, im Durchmesser ungenauen Gleitstücken, wie dem jammervollen Originalteil, tritt so etwas aber durch Verkippen auf (bei meinem ursprünglichen Verteiler dazu noch mit konischer Bohrung des Gehäuses und Hängen be Vollgas

). Genaue, enge Führung ist nötig, was aber wegen auch nötiger Leichtgängigkeit zum Zielkonflikt führt. Gleitfreudiges Teflon ist da nur die halbe Miete. Ein l a n g e s Gleitstück bietet den schiefziehenden Kräften weniger Hebel, und der seitliche Druck ist geringer. Dadurch können zudem die beiden unteren und der eine obere Nippel schön entfernt voneinander eingehängt werden; sie ziehen das Gleitstück schon fast automatisch gerade (statt das kurze Originalteil fröhlich hin- und herzukanten).
Das Ganze schön glattpoliert und mit enger, aber dennoch sicher freigängiger Passung ausgeführt, so müßte die verbesserte Version aussehen. Als Tüpfelchen auf dem I die Sache noch schön in Silikonöl flutschen lassen (nein, Teflon quillt n i c h t so auf, daß es Passungsprobleme gibt; den Grubenhund mit Öl und Teflonzügen haben Andere und ich schon lange erschossen!).
Die oben erwähnte Feder innendrin wäre mir aber nicht so sympathisch. Bei der beschriebenen Konstruktion dürfte sich kein nennenswerter, lageabhängiger Unterschied im Seilzugspiel mehr ergeben. Darüberhinaus würde so eine Feder die Betätigungskräfte weiter erhöhen, und zwar gerade bei weiter Gasgrifföffnung, wo sie ohnehin nicht gebraucht wird.
Ach, was man alles noch bauen müßte; ich warte auf die Rente ... !
