mschenk

Bäschtler & Reiseleiter
Mahlzeit!

Ich hirne und probiere gerade an Speichen rum. Dabei gehts mir unter anderem auch um die alte Frage bzgl. der Festigkeit von Niro- und verchromten Speichen.

Zunächst einmal ist mir aber aufgefallen, dass die in meinen Krädern gerissenen Speichen immer am Kopf abgerissen sind. Wenn wir das genauer überlegen, müssten Speichen ja eher an ihrer (geometrisch) schwächsten Stelle abreißen, also am Beginn des Gewindes (an der Stelle, wo der Nippel noch nicht greift).

Daher würde ich mich über Rückmeldungen zu Euren Erfahrungen freuen: Wann und wo reißen Speichen? Ich möchte folgende Parameter abfragen:

Bruchstelle: unterm Speichenkopf / im Gewinde / Nippel /...
Material: Niro / verchromt / blank /...
Bauform des Rades: klassisch / KSR
Fahrzeug: Solo / Gespann /...
Einbauort: VR / HR / SW-Rad /...
Fahrweg: Straße / Gelände /...

Ich hab bis jetzt zwei Mal mit gerissenen Speichen zu tun gehabt. Sieht so aus:

unterm Speichenkopf | Stahl verchromt | klassisch | Solo | HR | Straße
unterm Speichenkopf | Niro | klassisch | Solo | VR | Straße

Über zahlreiche Hinweise von Euch würde ich mich sehr freuen. Es braucht nicht so paramilitärisch dargestellt sein wie bei mir - Prosa langt auch.
 
Gerissene Speichen hatte ich nur bei der 25/2 Niro Speichen Abriß hinter dem Kopf.
Und Speichennippel. Aus Messing. Haben sich mittig getrennt
Manfred
 
Bei mir sind IMMER die Köpfe abgerissen.
Bis auf eine Ausnahme. Auf der Günter-Schabowski-Gedenkfahrt machte mich mein Hintermann darauf aufmerksam, dass das Seitenwagen Rad Seitenschlag hat.
Stimmte auffällig, Rad Raus und schnell nach zentriert- ging nicht! Eine (!) lose Speiche führte zum Schlag!
Die ließ sich aber nicht anziehen. Es hat ziemlich lange gedauert bis ich herausgefunden hatte, dass vom Kopf rechts und links jeweils der Teil mit der Nase weggebrochen war.
Kleeblatt Stahl verchromt M4x140mm

IMG_0219.jpeg
 
Falls die Köpfe kalt angestaucht werden, könnte der Übergang zwischen kaltverfestigtem und unveränderten Material eine "metallurgische Kerbe" sein, die unter zu hoher Spannung versagt. Gerade rostfreie Chrom-Nickel-Stähle sind ja berüchtigt für starke Kaltverfestigung.
 
Ich schreibe mal kurz meine Speichenerlebnisse nieder.
2009 ruinierte ich mir bei einer Italienrundfahrt die hintere Felge.
Zu hause dann bei einem Händler ( ich glaube es war der Kleeblattnachfolger )Speichen aus Stahl und Chrom und Nippel gekauft. Bei einem Bekannten alles zentrieren lassen, zum nächsten Bekannten , da konnte man das 19 Zoll Rad in die Drehbank einspannen. Bremstrommel ausdrehen lassen. Da kam so ein Mitnehmer der in 3 Speichen griff und das Rad mit nahm. Beim abbremsen der Bank machte es plötzlich klick und die Speiche war lose. Nippel gerissen. Neuer Versuch, gleiches Spiel. Beim Kleeblattnachfolger angerufen. Der gab dann zu das sie von einem anderen Händler das Lager übernommen hätten. Und da müssten dann die defekten Nippel drin sein. Da es nach Irland gehen sollte wollte ich auf Nummer sicher gehen. Also wieder neue Chromspeichen und Nippel.
Als wir in Irland ankamen wurde die Maschine auf dem Hauptständer abgestellt. Und irgendwann fiel mir auf das das Schlauchventil schief stand. Als ich mir das näher betrachten wollte sah ich das 3 Speichen lose rumhingen. Kopf ab. Also Reifen runter. Im Reifen war jede Menge Wasser.
Der Bordmechaniker von der Rallye lötete mir eine passende Flachmutter auf die Speichen. Jeden Tag waren 2-4 Speichen kaputte. ....
Den Rest der Story schenke ich euch. Zu Hause angekommen bekamen dann die Händler die defekten Teile. Der Kleeblattnachfolger erstattete mir ohne Diskussion die neuen Teile. Die sind heute noch drin. Inzwischen habe ich beim Boxer und bei der /2 Nirospeichen und Messingnippel verbaut.
Manfred
 
Abrisse hatte ich nur an meiner /6 am Hinterrad insbesondere bei Reisen zu zweit mit Campinggepäck.
Hatte immer ein Dutzend originale verchromte Ersatzspeichen dabei.

Da das ziemlich genervt hat habe ich auf verstärkte 4mm (?) Niro Speichen umgerüstet.
Seitdem ist Ruhe (seit 40 Jahren).
 
Das kann ich mit Bestimmtheit nicht sagen. Entweder ist das noch ein Rad, welches 1988 gebaut wurde. Dann sind die Speichen vom Holger.
Oder es ist ein Rad, was 2014 für das Gespann kam. Dann sind die Speichen bei WWS Drahtspeichen | Die Speiche mit dem Kleeblatt | Tradition und Innovation gekauft worden.
Also 1988 ist ja noch im alten Werk in Altena gefertigt worden.

2014 ist die Anfangszeit am neuen Firmensitz in Ochtendung.

Hast Du den doch eher untypischen Schaden mal der Firma gemeldet?

Ich weiß vom Chef persönlich das sie in den letzten Jahren sehr viel Investiert und Optimiert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Nach über 480.000 km auf meiner /6 hatte ich noch keine gerissene oder lose Speiche. Wir, meine Frau und ich, fahren seit '82 fast jedes Jahr zu zweit mit 2 Koffern, Tankrucksack und grosser Gepäckrolle mit Zelt usw. in den Sommerurlaub quer durch Europa und auch noch kleinere Touren. Probleme hatte ich mit gerissenen Punzungen der Weinmann am HR und VR. Ich hab mittlerweile 2 Radsätze, Weimann und Morad. Alle 4 Räder hab ich selber eingespeicht zentriert und gespannt und mit Edelstahlspeichen mit dem Kleeblatt (bezogen über Langstädtler Bremen).
Für einen Bekannten habe ich 2 Räder seiner Royal Enfield Continental eingespeicht, weil er ständig gerissene Speichen hatte. Als die Garantie runter war kamen die Räder zu mir. Beim Ausspeichen fiel mir auf, dass die Speichen sehr stark unter Spannung standen, nach meinem dafürhalten viel zu hoch. Ich hab verchromte Stahlspeichen (Kleeblatt) verwendet und sorgfältig zentriert. Seit dem hat die RE viele km abgespult, mehr als in der Garatiezeit, ohne eine gerissene Speiche. Vielleicht war die Ursache auch im indischen Speichenmaterial zu suchen.
 
Mir sind bisher nur die Köpfe der Speichen abgerissen.
Im Vorderrad des Bastards (ex-/5-Hinterrad) habe ich mal bei der regelmäßigen Speichenkontrolle zwei lockere Speichen diagnostiziert, ließen sich nicht mehr spannen - die Köpfe waren ab. Diesen Winter habe ich das Rad mit VA-Speichen neu aufgebaut, dabei habe ich zwei weitere Speichen mit ehemals abgerissenen Köpfen gefunden. :---)
An Hinter- und Beiwagenrad des Bastards (damals Dnepr-Vollnabenräder mit gekröpften Speichen) sind auch mal einige wenige Köpfe abgerissen. Weniger lustig: Zwei Naben sind verreckt, ausgehend von der Bohrung, in der die jeweilige Speiche saß, ging ein Riss Richtung eingegossene Bremstrommel. Schrott. Zum Glück ohne schlimmere Folgen. Inzwischen habe ich auf Ural-Vollnaben umgerüstet, die haben ungekröpfte Speichen, da hatte ich bisher keine Schäden.
An meiner XT500 hab ich damals wegen ein paar abgerissener Speichenköpfe und allgemein recht rostiger Speichen das Hinterrad komplett neu einspeichen lassen - die neuen Speichen hielten nur wenige 100 km und haben dann Kollektivselbstmord gemacht. Bis auf 4 Stück sind alle bei ca. 80 Sachen gerissen. Alle am (gekröpften) Kopf. Ich bin mit viel Glück und weil's auf einer Gerade war ohne Sturz zum Stillstand gekommen. Offenbar irgendwie fehlerhaftes Material, das Ganze wurde nochmals nachgebessert und hielt dann einfach...
 
Bei mir auch ein Abriss der Köpfe am Hinterrad.
Waren VA-Speichen mit größerem Durchmesser.
Muss mal nachsehen, ob ich die aufgehoben habe.
 
Guten Tag, ich habe meine GS-Räder mit Edelstahlspeichen neu einspeichen lassen. Die originalen BMW-Speichennippel wurden verchromt. Das funktionierte jahrelang einwandfrei. Dann blockierte mein Hinterrad beim Anfahren an einer Ampel. Ein Speichennippel lag in der Bremstrommel. Ich brachte die Räder zu firma Haans und ließ alle Nippel durch Edelstahlnippel ersetzen. Seitdem habe ich keine Probleme mehr. Mit freundlichen Grüßen, Harold
 
In meinem Moped sind seit Neukauf im Sommer 1964 (NSU Hennig, Essen, Rüttenscheider Str.) dieselben Speichen drin.
NSU Quickly.

Da mögen nun Zeiten kommen, in denen Quickly-Fahren wieder en vogue komme ...
Man stelle sich nur mal vor, der Spritpreis ziele steil Richtung 5 oder 10 EU an ...
Dann ist ein Verbrauch von 1.5 bis 2 ltr ein fettes Argument.
Nicht mehr laufen - Quickly kaufen ! :P
 
....Wenn wir das genauer überlegen, müssten Speichen ja eher an ihrer (geometrisch) schwächsten Stelle abreißen, also am Beginn des Gewindes (an der Stelle, wo der Nippel noch nicht greift).
Siehe hier bei 6:15 - eine Speiche reißt nie am Gewinde.
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