Die Getriebe unsrer R90S und R60/7 werden jetzt überholt und die Kupplung kommt auch bei beiden neu. Wir haben jetzt bei der Kupplungs-reibscheibe eine originale Sachs BMW Scheibe und eine originale Sachs Scheibe, die etwas erleichtert ist. Die /7 Kurbelwellen sind ja angeblich alle für die R80 ausgewuchtet und die /6 Kurbelwellen für die R75, also für die R60 zu schwer und für die 90s eigentlich zu leicht. Darum würde mich interessieren, ob es sinn machen würde in die 90s die originale etwas schwerere Reibscheibe und in die R60/7 die etwas erleichterte Reibscheibe einzubauen, um aus beiden Maschinen die maximale Laufruhe zu holen. Oder ist der minimale Gewichtsunterschied egal?
LG Marvin
 
Die Wuchtung ist erst einmal unabhängig von der Schwungmasse, auch wenn gelegentlich Schwungmassen mitgewuchtet werden, weil ja das ganze Ensemble rotiert.
Gruß
Matthias
 
Die Getriebe unsrer R90S und R60/7 werden jetzt überholt und die Kupplung kommt auch bei beiden neu. Wir haben jetzt bei der Kupplungs-reibscheibe eine originale Sachs BMW Scheibe und eine originale Sachs Scheibe, die etwas erleichtert ist. Die /7 Kurbelwellen sind ja angeblich alle für die R80 ausgewuchtet und die /6 Kurbelwellen für die R75, also für die R60 zu schwer und für die 90s eigentlich zu leicht. Darum würde mich interessieren, ob es sinn machen würde in die 90s die originale etwas schwerere Reibscheibe und in die R60/7 die etwas erleichterte Reibscheibe einzubauen, um aus beiden Maschinen die maximale Laufruhe zu holen. Oder ist der minimale Gewichtsunterschied egal?
LG Marvin
Wie kommst Du darauf ? Woher die Info ?
Die R80/7 gabs ja erst ab 78, die /7 Reihe schon ab 76. Also passt ja da was nicht.

Gruß Wolfgang
 
Darum würde mich interessieren, ob es sinn machen würde in die 90s die originale etwas schwerere Reibscheibe und in die R60/7 die etwas erleichterte Reibscheibe einzubauen, um aus beiden Maschinen die maximale Laufruhe zu holen. Oder ist der minimale Gewichtsunterschied egal?
LG Marvin
Ist völlig egal. Allenfalls das spontanere Hochdrehen würde man merken, aber auch nur, wenn da erheblich an Masse eingespart wurde. Das ist gut im Unterschied zwischen einer R100 GS und einer R100/7 zu erfahren.
Für die Wuchtung ist das Reibscheibengewicht nun wirklich ohne Bedeutung.
 
Wie erleichtert man eine Reibscheibe?

Grundsätzlich wird die in die Wuchtung meines Wissens nicht einbezogen. Ich glaube, hier wird etwas durcheinander geworfen.

Grüße, Hendrik
 
Vielleicht habe ich mich hier unpräzise ausgedrückt. Die Kurbelwelle selbst wird alleine gewuchtet, dass stimmt schon. Aber was ich weiß ist das Kurbelwellengewicht bei den /6 Modellen ja so gewählt, dass es mit dem Kolbengewicht der R75 zusammenpasst. Also eine R60/6 hat in Relation zum Kolbengewicht eine zu schwere Kurbelwelle und eine R90S eine zu leichte.
Darum wäre meine Idee eben, bei er 90S die schwere original Sachs/BMW Reibscheibe zu verbauen und bei der R60 die erleichterte, die aber auch von Sachs angeboten wird. Falls ich hier jetzt einen kompletten Blödsinn rede, bitte gerne korrigieren, aber ich meine, dass es so war.

(Damit klar ist was ich mit erleichtert meine: Die originale BMW Scheibe ist voll ausgefüllt. Die erleichterte hat Löcher im Teil zwischen Belag und Antriebsflansch. Meines Wissens hat Siebenrock so eine ähnliche, aber nicht von Sachs.)

LG Marvin
 
Aber was ich weiß ist das Kurbelwellengewicht bei den /6 Modellen ja so gewählt, dass es mit dem Kolbengewicht der R75 zusammenpasst. Also eine R60/6 hat in Relation zum Kolbengewicht eine zu schwere Kurbelwelle und eine R90S eine zu leichte.
Moin Marvin.
Viel Richtiges gehört - und vieles durcheinander gewürfelt.
Nicht die KW ist zu leicht, sondern höchstens deren Gegengewichte zu den Kolben.

Es wird die Kurbelwelle gewuchtet und separat die Schwungscheibe/Kupplung.

Bei der KW wird das Gegengewicht mit einem Wuchtfaktor auf die verwendeten Kolben angepaßt. (i.d.R. 30%)
In der Serie waren das damals tatsächlich die Kolben der R 75/80.
Seitdem schwerer Kolben Verwendung fanden, verringerte sich dabei automatisch der Wuchtfaktor bei gleichbleibenden Gegengewichten.

Die Schwungscheibe/Kupplung wird so gewuchtet, daß "möglichst wenig" Unwucht bleibt, danach werden die Teile in deren Stellung zueinander markiert. Ebenso sollte der im Durchmesser ja eher kleine Rotor der LiMa gewuchtet werden.

Du wirst also den Wuchtfaktor nicht mit einfachen Mitteln ändern können, schon gar nicht durch eine andere Schwungscheibe.
Lediglich die Auswahl der geeigneten leichten Kolben bringt Dich dem ursprünglich angedachten (und lehrbuchmäßigem) Wuchtfaktor wieder näher.
Bei einem 1000er Boxer wären das z.B. Wössner-Kolben, die sind ziemlich nahe dran.
 
Soweit mir bekannt gibt es von BMW verschiedene schwere Schwungscheiben. Auch die Markierungen haben sich geändert. Vor allem als das bleifreie Benzin eingeführt wurde.
Manfred
 
Die Schwungscheibe bleibt sowieso gleich, daran wird nichts geändert, ich rede nur von der Reibscheibe der Kupplung.
Also ist mein Gedanke aber nicht falsch, wenn ich meine, dass die KW Gegengewichte zu schwer sind für die R60 Kolben und ich darum nicht noch eine extra schwere Kupplungs-reibscheibe raufbaue sondern eine erleichterte um es zumindest minimal auszubessern oder?
Und bei der 90s die schwere originale Reibscheibe zu nehmen, da die Kurbelwellengewichte zu leicht sind?
Oder macht es eben keinen unterschied, da die Reibscheibe ja überall gleichmäßig das Gewicht erhöht und nicht nur einseitig, wie die KW-Gewichte selbst?
LG Marvin
 
...Also ist mein Gedanke aber nicht falsch, ...
Doch ...
Und bei der 90s die schwere originale Reibscheibe zu nehmen, da die Kurbelwellengewichte zu leicht sind?
Da die Reibscheibe in keiner festen Position zum Kupplungsgehäuse oder zur Kurbelwelle steht, kann sie überhaupt nicht zur Wuchtung des Kurbeltriebs beitragen. Weder positiv, noch negativ. Sie ist vielmehr fest mit dem Getriebe verbunden, als solches "schädliche" Schwungmasse und sollte daher so leicht wie möglich sein.
 
Wir haben jetzt bei der Kupplungs-reibscheibe eine originale Sachs BMW Scheibe und eine originale Sachs Scheibe,
von wie vielen Gramm reden wir denn? Ich hatte, als ich die Doku erstellt hatte, gesehen, dass es für den schweren Schwung nur 2 Arten von Scheiben gab und die alte Version nicht mehr erhältlich ist. Das hatte meines Wissens nach nichts mit dem Gewicht zu tun, sondern mehr mit der Steifigkeit.

Da du immer von Gegengewichten sprichst: Die Reibscheibe ist symetrisch aufgebaut, d.h. hat keine "Gegengewicht". Die mögliche Unwucht der Scheibe musst du aber hinnehmen (oder eine bessere kaufen), da sich die Scheibe permanent zur Kurbelwelle mit jedem Kupplungsvorgang verdreht.

Hans
 
Also ist mein Gedanke aber nicht falsch, wenn ich meine, dass die KW Gegengewichte zu schwer sind für die R60 Kolben und ich darum nicht noch eine extra schwere Kupplungs-reibscheibe raufbaue sondern eine erleichterte um es zumindest minimal auszubessern oder?
Und bei der 90s die schwere originale Reibscheibe zu nehmen, da die Kurbelwellengewichte zu leicht sind?
Nein, falsch.

Oder macht es eben keinen unterschied, da die Reibscheibe ja überall gleichmäßig das Gewicht erhöht und nicht nur einseitig, wie die KW-Gewichte selbst?

Richtig, macht keinen Unterschied.
 
Ein Foto würde sehr weiterhelfen. Oder meinst du am Ende diese 4-Segment-Scheibe, die für Sportzwecke mit Sintermetall belegt wird, und hitzestabil ist, dafür aber wie ein Pitbull zubeißt?
Moto Guzzi hatte bei den alten Modellen zwei Reibscheiben. Da gab es dann Umbausätze - ich glaube von MotoSpezial vertrieben - auf nur noch eine Reibscheibe. Das spart dann schon Gewicht...
Das Kolbengewicht ist für die Auswuchtung von Bedeutung. Die 1000er BMW-Kolben liefen deshalb auf der Serien-KW nicht so sanft wie die 800er Kolben. Siebenrock hat bei seinen Powerkits immer darauf hingewiesen, dass seine 1000er Kolben diesbezüglich besser passen, weil leichter als die Serie.
 
Da der Abstand vom Zentrum quadratisch ins Trägheitsmoment geht, wären die Bohrungen nahe der Kupplungsnabe
rein von philosophischem Wert, selbst wenn die Reibscheibe zur Motormasse zählte.