249_Folie

Aktiv
Hallo Hans,

ich bin grad zufällig beim Stöbern nach einem Transistorzündmodul, passend für einen älteren KFZ Motor, auf einen Artikel von Dir in einem anderen Forum gestoßen.

Ich denke der Artikel war von Dir.

Es geht da um die Sättigungsdauer, sprich Aufladungsdauer oder Schließwinkel einer Zündspule.

Ich habe des Öfteren an Frequenzumrichtern für Elektroantriebe und Spannungsumformern (Mittelspannung) zu arbeiten.

Hier verwendet man Digitaloszilloskope (min. 2 Kanal) mit Speicherfunktion. Ich hab da so ein tragbares im Einsatz. Die sind gar nicht mehr teuer, eigentlich für jeden leistbar.

Damit diese Messung auch absolut potentialfrei ist sind 2 Messzusätze erforderlich.

1. Differentialtastkopf zum Schutz des Oszilloskop Messeingangs vor Spannungsspitzen (sowas wie der Hameg HZ109) und eine DC-Taugliche Stromzange (Peaktech 4250).

Diese Messgeräte sind alle tauglich bis zu einer Eckfrequenz von ca. 20kHz, reicht also für die genaue Spannungs- und Stromverlauf-Erfassung an einer Zündanlage eines Benzinmotors völlig aus.

Man sieht dann am Oszilloskop synchron den Spannungsverlauf an der Zündspule (Einbruch beim Laden der spule) und den dazugehörenden Stromverlauf der Primärwicklung an der Spule.

Das wollte ich mit auf den Weg geben wenn man am Fahrzeug selbst solche Kontrollmessungen durchführen muss.

Hat man den Schließwinkel zu gross gewählt hat die Spule natürlich eine Übersättigung, das heißt sie wird warm und damit verringert sich die Induktivität.
Das ist auch der funktionale Tod viele Frequenzumrichter, abgesehen von der Alterung (Austrocknung) der Energiespeicherkapazitäten.
Bevor das passiert wird allerdings das Transistor-Schaltmodul sehr heiß.

Es reicht nicht nur aus die Induktivität der Primärspule zu messen, man benötigt zur Aussage einer Verwendbarkeit auch die Spulengüte.

Mit meinem PM6303 konnte ich so folgende Werte einer neuen Spule ermitteln:

1. Bosch 0225 500 203 (GS?)
pri: 700mOhm DC, 3,944mH, Q =11,6, Z=24,87Ohm@1kHz
sek: 12kOhm dc, 31,2H, Q=8,62, Z=197,2Ohm@1kHz

Jetzt wäre das interessant was dann eine verschlissene alte Spule oder eine defekte hat.
 
Hallo,

über den Schließwinkel die Ladung der Zündspule zu definieren ist veraltet. Besser ist die Ladezeit zu definieren.

Gruß
Walter
 
Hallo Dieter,
jupp, der Beitrag ist von mir und identisch zu unserem hier im Forum: LINK

Hier verwendet man Digitaloszilloskope (min. 2 Kanal) mit Speicherfunktion. Ich hab da so ein tragbares im Einsatz. Die sind gar nicht mehr teuer, eigentlich für jeden leistbar.
Vorhanden

1. Differentialtastkopf zum Schutz des Oszilloskop Messeingangs vor Spannungsspitzen (sowas wie der Hameg HZ109)
Muss ich mir mal zulegen ...

und eine DC-Taugliche Stromzange (Peaktech 4250).
vorhanden, damit sind die Stromkurven entstanden

Man sieht dann am Oszilloskop synchron den Spannungsverlauf an der Zündspule (Einbruch beim Laden der spule) und den dazugehörenden Stromverlauf der Primärwicklung an der Spule.
siehe obigen Link, wurde von mir gemacht

Hat man den Schließwinkel zu gross gewählt hat die Spule natürlich eine Übersättigung, das heißt sie wird warm und damit verringert sich die Induktivität.
Ist bei den "normalen" Zündsteuergeräten kein Problem, da sie eine Ladezeitanpassung haben und zusätzlich eine Strombegrenzung. D.h. je nach Zustand oder Alter der Spule korrigiert das Steuergerät die Zeiten.

Besser ist die Ladezeit zu definieren.
Machen wohl alle modernen Zündsysteme, aber leider nicht alle eine Strombegrenzung

Jetzt wäre das interessant was dann eine verschlissene alte Spule oder eine defekte hat.
Verschlissene wäre interessant. Eine Defekt hat entweder einen Wicklungsschluß/Isolationsschaden (mit geeignetem Gerät nachweisbar - habe ich aber auch nicht) oder Drahtbruch, der einfach nachzuweisen wäre.

Zum Thema verschlissen: Leider gibt es zu den Zündspulen nur sehr wenige Informationen, die meist ausgemessen wurden. Hersteller halten sich da sehr bedeckt.

Hans
 
Hi,

altern denn Spulen / Transformatoren wirklich? Ich quäle seit mindestens 40 Jahren meine Zündspulen mit einer selbstgebauten Elektronikzündung, die immer den maximalen Schließwinkel einstellt. Die Schaltung hatte ich Hans schon mal geschickt. Bis jetzt läuft meine Zündung zuverlässig! Zündspulen sind immer noch die zwei originalen 6V-Teile.
 
Hi, altern denn Spulen / Transformatoren wirklich?
Kommt drauf an. Die erste Generation Bosch Doppelfunkenspulen reißt fast garantiert irgendwann, während die Nachfolgemodelle sehr robust sind
...Zündspulen sind immer noch die zwei originalen 6V-Teile.
Die offenbar auch.

Ein weiterer Effekt ist thermische Überlastung bei geringem Widerstand und zu langer Bestromung (z.B. dauerhaft eingeschaltete Zündung bei geschlossenem Kontakt). Je kleiner die Oberfläche, desto schwieriger ist die Wärmeabfuhr.
 
Hallo Jürgen
ich könnte mir noch vorstellen das die Isolierung, ist ja der Lack auf dem Draht der Spule,
durch Hitze Vibrationen usw mit der Zeit sich ändert. Ist warscheinlich nur
sehr schwierig zu messen so lange es keinen Kurzschluß zwischen den
Windungen gibt.
Vielleicht hat ja der Hans da was dazu ?

Gottfried
 
Prinzipiell sind Zündspulen unauffällig und streiken meist von jetzt auf gleich. Nur: Das hatte ich auch von den Zündsteuergeräten mal behauptet. Ich schau mal, was ich noch heraus bekommen.

altern denn Spulen / Transformatoren wirklich?
Ja, wie geschrieben an Übergangswiderständen oder vor allem an Isolationsschäden. Wobei die alten 2V Granaten von Bosch ohne TCI recht robust sind. Die mit TCI, so lange sie nicht aus Südeuropa kommen - von denen gab es massiv Probleme mit der Isolationsfüllung.

In wie weit die Spulenkapazität mit dem Alter abnimmt, kann ich leider nicht sagen.

ich könnte mir noch vorstellen das die Isolierung, ist ja der Lack auf dem Draht der Spule,
durch Hitze Vibrationen usw mit der Zeit sich ändert.
Ich habe kein Isolationsmessgerät (sind nicht ganz günstig).

Hans
 
Hallo Hans
ist ja nicht ganz billig um sie mal vorrausschauend auszuwechseln ?
Gottfried
Drum gibt es ja "gute" Alternativen:


Ich mache hier mal Werbung für Achim, die Spulenauswahl sind u.a. Ergebnisse aus meinen Messungen

Hans
 
Hallo,

über den Schließwinkel die Ladung der Zündspule zu definieren ist veraltet. Besser ist die Ladezeit zu definieren.

Gruß
Walter
In den Zündmodulen ist zwischen dem Signalverstärker für den Hallsensor und der Transistorschaltstufe eine monostabile Kippstufe, die die maximale Spulenladezeit schon vorgibt. Drum gibt es ja auch so viele von diesen Zündmodulen.

Diese Kippstufe hat den Vorteil dass man im ungünstigsten Fall den Zündschlüssel stecken lässt und sich die Energie der Batterie dann über die Zündspule entlädt.

Das ist analoge Elektronik der 70 er Jahre, Heute wäre da ein CAN Bus fähiger Modul Rückwärts-Zähler integriert den man dann über ein APP Programm dann via ODB ans existierende Busnetz angemeldet werden muss bei einem solchen Bauteilewechsel ;-)

Diese Monoflop T-On Zeit verschiedener Module kann man 1a messen mittels Funktionsgenerator und Oszilloskop im Heimatbüro.