Vibrationen im Antriebsstrang/Endantrieb R100gs

Der Turboprop

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27. Mai 2018
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Sulzbach Taunus
Hallo zusammen,

Meine R100gs kostet mich wieder mal etwas nerven 😅

Ich habe nach einem Schaden am Lager der Eingangswelle, meinen Endantrieb überholen lassen.
Im gleichen zug habe ich auf eine abschmierbare Kardanwelle umgerüstet.
Leider habe ich Vibrationen im Antrieb ab ca 80km/h.

Ich bin die GS vorher selten gefahren und mir fehlt daher ein vorher nacher vergleich.

Kommt hier zufällig jemand aus dem Rhein-Main gebiet und würde ggf mal Vergleichsfahren oder fahren lassen ?
 
Also ich habe heute nochmal eine ausgiebige Probefahrt gemacht.
Bei gezogener Kupplung gibt es keine Vibrationen.
Folglich fliegen Getriebe/Kardan/Endantrieb als Ursache weg.

Bleibt die Frage was in Motor ab ca 4000u/min für Vibrationen sorgen kann ohne das man etwas geändert hat
 
Da fallen mir die Vergaser ein. Wenn einer auf mager läuft...und die Zündung..Fleihkraftversteller
Manfred
 
Die Zündung / Lima ist von Silent Hektik und an ihr habe ich keine Änderungen vorgenommen.
Trotzdem werde ich die mal abblitzen.
Hat jemand einen Tipp für mich wie ich das für den Frühzündungs Wert mache?
ich hab es nicht genau im Kopf, es soll aber glaube bei 3000-3500u/min abgeblitzt werden.
Mein Drehzahlmesser springt so sehr das da wohl kein sauberes ablesen der Drehzahl bei rum kommt.


Die Vergaser sind sauber synchronisiert, trotzdem habe ich das ebenfalls heute überprüft.

Das Zündkerzenblild ist auf beiden Seiten gleich sauber und eher Richtung mager abgestimmt.
 
Trotzdem werde ich die mal abblitzen.
Hat jemand einen Tipp für mich wie ich das für den Frühzündungs Wert mache
Auf jeden Fall kontrollieren. Für die erste Analyse reicht es, im Leerlauf zu blitzen oder OT nochmal nach Anleitung zu kontrollieren. Bei meinem Bruder hatte sich der zzp bei der SH verstellt, wie wissen bisher nicht, warum.

Du brauchst ein Blitzdings, das mit dem triplespark von SH zurecht kommt. Viele billige Geräte zeigen dabei nichts oder falsch an.

Der zappelnde Drehzahlmesser ist komisch. Da hilft vermutlich nur irgendein anderer DZM zur Kontrolle und ggf Ersatz. Wegen der prozessorgesteuerten Zündung ist eine falsche Frühzündung bei korrekter Grundeinstellung sehr unwahrscheinlich. Probleme bei der Frühzündung kommen ja durch fehlerhafte Fliehkraftregler oder falsche Zündkurven. Gibt es beides bei der SH nicht.
 
Naja falsche Zündkurve ginge schon, es sind ja verschiedene zur Auswahl.
Wenn ich es richtig im Kopf habe sind es Kurve 7 und 9 die in Frage kommen.

Aber wie gesagt hab ich da seit dem Einbau und anschließender Abstimmung 2021 nichts mehr unternommen.

Die gleiche Pistole zum abblitzen habe ich noch, das sollte also zumindest im Standgas kein Problem sein.
Aber sollte sie nicht auch schlecht starten, wenn sich der ZZP verstellt hätte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Bruder hat die SH Kombi 2022 eingebaut. Diese Jahr dann zunehmend schlechter Motorlauf. Scheibe war auf der KW verstellt. Beim Starten sind die 2V echt robust, da verzeihen die viel.
 
Also ich habe heute nochmal eine ausgiebige Probefahrt gemacht.
Bei gezogener Kupplung gibt es keine Vibrationen.
Folglich fliegen Getriebe/Kardan/Endantrieb als Ursache weg.

Bleibt die Frage was in Motor ab ca 4000u/min für Vibrationen sorgen kann ohne das man etwas geändert hat
Hallo, Turboprop,
Deine Schlussfolgerung erscheint mir etwas voreilig. Wenn bei gezogener Kupplung, also praktisch lastfreiem Betrieb, die Vibrationen weg sind, sind Getriebe, Kardanwelle und Achsantrieb keineswegs aus dem Schneider - zumal du von einem reparierten Lagerschaden am Endantrieb schreibst. Dieser Schaden ist ungewöhnlich - vielleicht war da vorher schon etwas nicht in Ordnung oder bei der Reparatur ist etwas schiefgelaufen.
Für die Fehleranalyse wäre noch wichtig, ob es tieffrequente Vibrationen oder Poltergeräusche sind-dann ist der Fehler meistens im Antriebsstrang zu suchen. Bei höherfrequenten Geräuschen kommt eher der Motor in Frage.

Gruß
Helmut
 
Also dann fange ich mal ganz vorne an.
2021 ist mir das untere Kreuzgelenk geplatzt. Damals bei 81.000km
Daraufhin war das Getriebe bei einem einschägigen 2V Betrieb und wurde überholt.
Den Kardantunnel und die Welle hatte ich mir gebraucht organisiert und der Endantrieb wurde nur gestrahlt.
Neue Lagerung gab es noch für den Kardantunnel und die unteren Lager zum Endantrieb.


Letztes Jahr stand dann bei 89.000km Öl im Kardantunnel.

Der Wedi der Eingangseite vom Endantrieb war nicht mehr gut.

Daraufhin hat ein Betrieb um die Ecke nur den Wedi gewechselt.

Anfang dieser Saison habe ich auf einer Ausfahrt dann immer stärker werdende Vibrationen festgestellt, so doll dass ich dann 50km vor zuhause das Moped stehengelassen habe.

Es hat sich angefühlt wie bei dem fast abgerissen Kreuzgelenk.
Als ich die GS zuhause dann auseinander gebaut habe musste ich feststellen das die Welle zwar einen leicht verdrehten Ruckdämper hatte, die Gelenke aber Spiel und Rastmarken frei waren.

Beim Durchdrehen des Endantriebes konnte man allerdings Geräusche feststellen.

Das habe ich daraufhin zum gleichen Instandsetzer geschickt.

Ich kann sicher sagen das sich die Vibrationen nicht so anfühlen wie auf der Ausfahrt am Anfang der Saison, also ist der Fehler im Endantrieb vermutlich weg.

Das Getriebe habe ich vorerst ausgeklammert weil es ja aktuell gerade die 10.000km verbaut ist.

Allerdings habe ich gestern im Leerlauf und bei eingelegtem 5. Gang (gezogene Kupplung) so das sie Wellen mit drehen, Geräusche festgestellt.

Leider habe ich absolut keine Referenz wie sich das anhören soll bzw darf.
 
Hallo, Turboprop,
Deine Schlussfolgerung erscheint mir etwas voreilig. Wenn bei gezogener Kupplung, also praktisch lastfreiem Betrieb, die Vibrationen weg sind, sind Getriebe, Kardanwelle und Achsantrieb keineswegs aus dem Schneider - zumal du von einem reparierten Lagerschaden am Endantrieb schreibst. Dieser Schaden ist ungewöhnlich - vielleicht war da vorher schon etwas nicht in Ordnung oder bei der Reparatur ist etwas schiefgelaufen.
Für die Fehleranalyse wäre noch wichtig, ob es tieffrequente Vibrationen oder Poltergeräusche sind-dann ist der Fehler meistens im Antriebsstrang zu suchen. Bei höherfrequenten Geräuschen kommt eher der Motor in Frage.

Gruß
Helmut


Um die Frage zu beantworten warum ich es mittlerweile eher dem Motor zuordne:

Wenn ich ab 80+km/h im 5. Gang Vibrationen habe bin ich bei 3500u/min+ (mein Drehzahlmesser ist hier eher ein Schätzeisen)

Wenn ich die Kupplung ziehe (Drehzahl sinkt auf Lehrlaufdrehzahl) sind die Vibrationen bei gleicher Geschwindigkeit erstmal weg.

Hebe ich jetzt bei gezogener Kupplung die Drehzahl an 3500+ habe ich meine Vibrationen wieder, also denke ich das die Ursache wohl im Motor liegt.
 
Wie angekündigt habe ich gestern das Ventilspiel und den ZZP überprüft.
"Leider" war hier alles wie es soll.
Als letztes bleibt für mich nochmal den Synchrontester anzuhängen.
Das werde ich bei Gelegenheit tun.
Mir viel auf das eines meiner Zündkerzengewinde einen überstehenden Helicoil hat.
Dort hatte ich vor längerem das Zündkerzengewinde repariert.
Ob das für eine Undichtigkeiten reicht und ob man das im Motorlauf spürt kann ich nicht sagen, denke ich aber eher nicht.
Hier werde ich einen neuen Helicoil einziehen.
 
Wie gesagt das Ende des Helicoils steht minimal über.
Ich glaube nicht das es dort undicht ist.
Man würde es hören und wenn es einen Effekt gäbe, wäre dieser über das gesamte Drehzahlenband vorhanden.
Ja natürlich, ich ziehe einen neuen ein.
 
Wie gesagt das Ende des Helicoils steht minimal über.
Ich glaube nicht das es dort undicht ist.
Wenn der Heilcoil tatsächlich übersteht, hieße das ja, dass er über die Dichtfläche hinausragen würde.
Dann könnte die Zündkerze mit dem Dichtring nicht mehr korrekt abgedichtet werden.
Ich vermute also, das er lediglich nicht ganz in dem ersten Gewindegang verschwindet... ansonsten stell ein Bild ein.
 
Hebe ich jetzt bei gezogener Kupplung die Drehzahl an 3500+ habe ich meine Vibrationen wieder, also denke ich das die Ursache wohl im Motor liegt.
Nach meinem Verständnis müsstest du jetzt noch prüfen wie der Motor bei 3500/min, im Stand läuft. Auch ungleichmäßig bzw vibrierend? - dann wäre der Antriebsstrang raus. Hatte ich vor Jahren wegen eines defekten Kerzensteckers, der unregelmäßige Aussetzer verursachte.
 
Also ich würde den Antriebssrang nicht ausschließen.
Wurde bei der Getriebe Revision der Sicherungsring auf der Abtriebswelle nachgerüstet. Der ist irgendwann so 89 oder 90 enfallen. Aus deinem Profil geht leider nicht hervor welches Baujahr dein Moped ist. Anerkannter 2V Spezialist hier in der Gegend, hört sich nach Heddernheim oder Sindlingen an. Müsste ja in der Rechnung stehen, die vergessen den bestimmt nicht wenn sie ein Getriebe machen.

Micha
 
Hast beim Tausch der Kardanwelle brav Staburags auf die Verzahnung des HAG gemacht?
Sorry, hatte ich überlesen du hattest unzulässigen Öleintritt vom HAG in den Kardantunnel- folglich ist dein Moped eine Paralever und jep die hatten das Problem mit dem Sicherungsring.

Micha
 
Nach meinem Verständnis müsstest du jetzt noch prüfen wie der Motor bei 3500/min, im Stand läuft. Auch ungleichmäßig bzw vibrierend? - dann wäre der Antriebsstrang raus. Hatte ich vor Jahren wegen eines defekten Kerzensteckers, der unregelmäßige Aussetzer verursachte.
Das werde ich mal prüfen.
Ich werde auch auf die Ori Zündspule und Zündkabel umrüsten, das habe ich noch im Bestand.
Mal sehen ob da was bei raus kommt.
 
Hast beim Tausch der Kardanwelle brav Staburags auf die Verzahnung des HAG gemacht?
Sorry, hatte ich überlesen du hattest unzulässigen Öleintritt vom HAG in den Kardantunnel- folglich ist dein Moped eine Paralever und jep die hatten das Problem mit dem Sicherungsring.

Micha
Ja die Welle wurde auf den unteren Splines mit Fett angesetzt.
Stabugas habe ich da und bei erster Montage auch verwendet.
Dieses mal habe ich Molykote G-Rapid Plus drauf gemacht da dieses Druckstabiler ist und sich nicht so schnell aus der Verzahnung schiebt.
 
... Wenn ich die Kupplung ziehe (Drehzahl sinkt auf Lehrlaufdrehzahl) sind die Vibrationen bei gleicher Geschwindigkeit erstmal weg.

Hebe ich jetzt bei gezogener Kupplung die Drehzahl an 3500+ habe ich meine Vibrationen wieder, also denke ich das die Ursache wohl im Motor liegt.
Das wäre auch meine Vermutung.

Ohne diese nun recht exakte Beschreibung hätte ich auf einen Winkelversatz der beiden Kreuzgelenke getippt. Weiß allerdings nicht, ob das bei einer 2-V-Paralever möglich ist.
Bei einer R850 GS (4V) kann man sich solch einen Fehler einbauen. Der führt durch die Ungleichförmigkeiten dann auch zu Vibrationen.
 
Die Schwinge ist penibelst zum Rahmen ausgemittelt.

Ich habe auch von einer Ori auf eine abschmierbare Kardanwelle umgerüstet.
Da meine erste Vermutung bei der neuen Welle lag, habe ich diese auch schon zurück gerüstet.
Fazit: Die Vibrationen sind bei beiden Kardanwellen vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Helicoil habe ich getauscht, hier mal Bilder vom Zustand vorher und nachher.
IMG_7339.jpegIMG_7337.jpeg


Was die Vibrationen angeht habe ich nochmal die Zündung abgeblitzt und daraufhin am SH Controller eine andere (originale) Kurve 8 gewählt.
Vorher bin ich die Kurve 9 gefahren.
Jetzt sind die Vibrationen weg.

Ob sich der Rotor verdreht hat oder ob ich die Vibrationen vorher schlichtweg nie bemerkt habe kann ich nicht so richtig beurteilen.
Jedenfalls passt das Abblitzen im Standgas, was ein verdrehen des Rotors eigentlich ausschließt.
 
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