Bremsflüssigkeit "SL"

Dr. Mabuse

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12. Jan. 2009
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Ratingen / NRW
Guten Morgen,

in der Spezifikation für meine BMW R100RS, BJ1977 steht Bremsflüssigkeit DOT 4 "SL". Habe diese Bremsflüssigkeit bei ATU angefragt. Dort war allerdings die Kennung "SL" nicht geläufig. Bekommt man diese Bremsflüssigkeit nur bei BMW?!

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
Servus,
du kannst DOT 4 und auch DOT 5.1 nehmen, sie sind sogar mischbar. DOT 5.1 hat einen höheren Siedepunkt und ist etwas dünnflüssiger. Der Druckpunkt ändert sich minimal. Ich fahr an meinen alten R100 RS Bj. 77 und 81 nur noch 5.1er FLüssigkeit ohne Probleme.

Gruß
der Indianer
 
Hallo Indianer,

ist DOT 5 nicht die Silikon-basierende Bremsflüssigkeit. Die soll man doch eigentlich nicht mischen oder?!

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
... in der Spezifikation für meine BMW R100RS, BJ1977 steht Bremsflüssigkeit DOT 4 "SL". Habe diese Bremsflüssigkeit bei ATU angefragt. Dort war allerdings die Kennung "SL" nicht geläufig. Bekommt man diese Bremsflüssigkeit nur bei BMW?! ...
Hallo Thomas,

da bist Du bei ATU an einen Mitarbeiter geraten, der nicht so fit war.

Von ATE gibt es die DOT 4 SL. Den Unterschied zur früheren DOT 4 von ATE müßte ich jetzt auch erst eroieren, eventuell hat die SL einen höheren Siedepunkt.

Es gibt von ATE noch die DOT 4 SL6. Diese Sorte hat etwa die halbe Viskosität wie die SL, eignet sich daher besser für Bremssysteme mit ABS und ESP., bei denen also gepulst wird.

Für die alten BMWs reicht die DOT 4 SL, bei einem Fahrzeug mit ABS verwende ich die DOT 4 SL6
 
DOT 5 ist silikonbasierend, der Rest baut auf Glykol auf. Deswegen darf 5 nicht gemischt werden, der Rest kunterbunt durcheinander - sofern das Fahrzeug die niedrigste Zutat noch akzeptiert.

DOT 4 mit dem Zusatz SL 6 oder LS 6 oder LV ist ein normales DOT 4, allerdings mit einer niedrigeren Viskosität. Wird dann aber in der Fahrzeugspezifikation explizit angegeben.

Gruß Bernhard
 
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Moin Doc.
Ich bin schon erschüttert, welch triviale Fragen hier gestellt werden.
Kurz im Netz geschaut:
Du setzt Dich bei so Fragen u.U. dem Verdacht aus, zu faul zum Lesen zu sein. Das würde ich mir jedenfalls nicht nachsagen lassen. ;).
 
Sorry... ich hatte alles schon mal nachgelesen und nicht mehr so präsent...... das Alter halt!

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
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Dann ist das bestimmt nur ein Verkaufsgag. Du hast Recht, wie eigentlich immer und ich habe meine Wochenendruhe 👍
 
Vielleicht bezieht sich die Angabe auf dem Datenblatt auf die (theoretische) "Leistungsfähigkeit" der Bremsflüssigkeit?! Die Siedetemperatur ist eine physikalische Größe, die im Labormaßstab ermittelt wird.

In Analogie denke da an Angaben von Musikanlagen; da werden Frequenzbereiche auf Datenblättern genannt, die ein menschliches Ohr überhaupt nicht wahrnehmen kann....

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
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Moin,
Dazu habe ich jetzt eine Frage.
Wenn der Siedepunkt bei der von trybear genannten Bremsfüssigkeit bei einem Trockensiedepunkt von 300 Grad C liegt.
Dann gilt dieser Wert für die ungeöffnete Flasche.
Wenn diese Bremsflüssigkeit in das Bremssystem gefüllt wird, dann beginnt der Prozess der Wasseraufnahme, im Betrieb geht dieser Prozeß weiter, deshalb ja auch der regelmäßige Austausch., 3% bis 4% max.
Mit der Wasseraufnahme, müsste, von meinem Verständnis her, der Siedepunkt absinken. 300 Grad C minus x, eine Bremsflüssigkei mit niedrigeren Siedepunkt, 260 Grad müsste dann dementsprwchend früher an ihre Grenzen kommen. Wenn das stimmt, dann würde es Sinn machen für bestimmte Einsatzzwecke die Bremsflüssigkeit mit dem Trockensiedepunkt 300 Grad C zu nehmen, losgelöst von der Brembelagkleberfrage.
Stimmt mein Gedankengang oder bin ich da auf dem Holzweg?
 
Zuletzt bearbeitet:
Klingt logisch... würde mich da anschließen wollen...

Oder gleich auf die Silikon-basierende Bremsflüssigkeit wechseln, sofern die Bremsanlage / Bremskomponenten das gestatten. Diese Bremsflüssigkeit soll ja resistenter gegen Wasseraufnahme (hydrophob) sein.

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
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https://www.amazon.it/Liquido-Freno-Brembo-DOT-4/dp/B013GDPHTG/ref=asc_df_B013GDPHTG?mcid=eb9d201247973eb4bda8c9030cd583c
Das beste Produkt für Zweiventilmotorräder. Es nimmt niemals Feuchtigkeit auf – selbst wenn ich es vorsichtshalber nach etwa zwei Jahren an meinen Motorrädern austausche, zeigt das Prüfgerät niemals Feuchtigkeit an, was bei anderen Dot-4-Produkten anderer Marken regelmäßig der Fall war. Seit einigen Jahren kaufe ich nur noch dieses Produkt und bin damit sehr zufrieden.
 
... Oder gleich auf die Silikon-basierende Bremsflüssigkeit wechseln, sofern die Bremsanlage / Bremskomponenten das gestatten. Diese Bremsflüssigkeit soll ja resistenter gegen Wasseraufnahme (hydrophob) sein. ...
Hallo Thomas,

hast Du mal den in #11 verlinkten Artikel durchgelesen? Mein Verdacht ist, daß Du das nicht gemacht hast.

Sonst würdest Du nicht auf diesen Gedanken kommen.
 
Wolfram,
ich habe die von Dir angesprochenen "angelesen" und bin dann leider gestört worden. Liegen bei mir auf "Wiedervorlage" am Sonntag....

Bollergruß,

Dr. Mabuse
 
Feuchtigkeit im Gebinde/ Behälter, damit Aufbewahrung.

Ich verwende Bremsflüssigkeit die maximal 2 Jahre alt ist und natürlich trocken, bei moderater Temperatur, im Schrauberkeller steht.
Als " Test", habe ich eine Dot 5.1,
( Harley), aus 2018 und eine Dot 4 aus 2022 stehen.
( Meine verwendete, ist aus 03. 2026)

Mit meinem Messgerät und zusätzlich, mit 2 Proben, an einem Profigerät, ist nach all' den Jahren kein Unterschied, wegen Feuchtigkeit, fest zu stellen.

Ich denke, so gelagert wird mit einer Bremsflüssigkeit, im normalen Gebrauch, nach zwei Jahren, nix nachteiliges passieren.
Natürlich frei, in einer z.B. unbeheizten Garage stehend, ist das wohl eine andere Sache.

!!! Natürlich wird das alte Test-Zeug nicht mehr verwendet!!!

Für mich persönlich finde ich es wichtig, dass beim Wechseln, die Bremsflüssigkeit hinter den Bremskolben, da wo die eigentliche Temperatur anliegt, komplett raus/ gewechselt wird.
Mal ab und zu ein großzügiger Wechsel, von unten nach oben und oben nach unten, sollte das schaffen....
Gruß Beem.
:)

PXL_20260823_092457352.jpg PXL_20260823_092310413.jpg
 
Mal ab und zu ein großzügiger Wechsel, von unten nach oben und oben nach unten, sollte das schaffen....
Mache ich nicht. Ich habe da immer Bedenken, daß man Abrieb aus dem Radbremszylinder in den Hauptbremszylinder transportiert. Und der hat dort nichts verloren. Eventuell verlegt man die sehr enge Ausgleichsbohrung.

Über schlechte Erfahrungen mit der Methode kann ich nicht berichten, da ich es noch nie so gemacht habe. ;)
War aber auch noch nie notwendig.
 
...Ich habe da immer Bedenken, daß man Abrieb aus dem Radbremszylinder in den Hauptbremszylinder transportiert. ...
Welcher Abrieb ? Da reibt nichts. Der Bremskolben sollte nicht an den Zylinderwandungen reiben, der bewegt sich lediglich über die Verformung des Vierkantdichtringes. Falls es irgendwelchen Abrieb durch Aufblühungen/Korrosion geben sollte, dann hast Du bei der Bremse andere Probleme.
 
Welcher Abrieb ? Da reibt nichts. Der Bremskolben sollte nicht an den Zylinderwandungen reiben, der bewegt sich lediglich über die Verformung des Vierkantdichtringes. Falls es irgendwelchen Abrieb durch Aufblühungen/Korrosion geben sollte, dann hast Du bei der Bremse andere Probleme.
Abrieb von den von Dir erwähnten Vierkantringen.

Wenn ich an PKWs die Bremsflüssigkeit wechsle, sind die ersten Milliliter immer etwas dunkler, trüber als die klare Brühe, wenn die frische Flüssigkeit den Sattel erreicht hat.

Bei einem Freund, selbständig als KFZ-Meister, habe ich schon schwarze Bremsflüssigkeit bei Kundenfahrzeugen im Auffangbehälter gesehen. Zitat eines Kunden: "Muß man die nach zwölf Jahren wirklich schon wechseln?"
 
Da wirst du wohl Recht haben, bei den vernachlässigten " Leichen", aber es geht ums eigene Moped, das man eigentlich kennt, hatte noch nie im Ansatz trübe, oder gar schwarze, B.-Flüssigkeit
Ja, leicht trübe war es bei " Pflege-
Mopeds/ Roller", auch einmal im roten Anzeigebereich, ( Feuchtigkeit ), die ich zum ersten mal hatte.

Der Bremsbehälter
wurde dann vorher fast leer gesaugt, frisch aufgefüllt und mit Vakuum - Pumpe entlüftet, währendessen 3X aufgefüllt.
Da sollten Verunreinigungen ausgespült sein.
Natürlich auch Vorreinigung des Behälters, je nach Zustand.

Den umgekehrten Weg, kann man, je nach Meinung , muss man aber nicht, jedenfalls ist der letzte Entlüftungsvorgang, bei mir, von oben nach unten.
Verstopfung oder Unregelmäßigkeiten gab es noch nicht, ich verbrauche je
nach " Freundes-Andrang" ca. 1,5-3 Ltr. im Jahr.

Möchte deine Meinung/ Erfahrung natürlich insgesamt nicht anzweifeln,
Im PKW Bereich ist vieles ( Un) und Möglich.
Wer braune Brems- Brühe aus seinem Moped holt.....
Gruß Beem.
:)
 
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