Kegelrollenlager als Getriebeausgangslager?

Schramm

† 28.05.2024
Seit
11. Juli 2009
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615
Ort
Weikersheim
Hallo zusammen,

ich hab da mal ne dumme Frage - die ja bekanntlich die wichtigsten sind, da sie den Gang der Erkenntnis hemmen -:

Das Getriebe meiner GS (92) wurde vor 40 tkm überholt, d.h. komplett neu gelagert und funzt einwandfrei. Da man ja diesbezüglich das Gras wachsen hört, meine ich beim Schieben ein ganz leichtes Rumoren zu hören, mal ist es da, mal nicht. Ich tippe auf Getriebeausgangslager (Kardan ist erst 18 000 km alt). Jetzt zur Frage:

Kann man als Getriebeausgangslager nicht zwei Kegelrollenlager verbauen, die mit den Axialkräften aus dem Kardan wesentlich besser zurechtkommen müssten? Oder fehlt da am Getriebedeckel genügend Fleisch? Falls ja gibt es da nicht Künstler mit Auftragsschweißung oder so?

Falls ich doch das Getriebe noch mal machen lassen muss, würde ich so eine dauerhafte Lösung vorziehen.

Grüße aus dem Taubertal

ecke
 
Hallo,

wenn es so einfach wäre. Das Lager geht kaputt weil der Drehpunkt der Schwinge ein Anderer ist als der Drehpunkt der Welle. Hinzu kommt die horizontale Kraft aus dem 5. Gang Zahnrad die auch irgendwo hin muß.

Gruß
Walter
 
Den Gedankengang hatte ich auch schon mal und das Rechnen angefangen. Es gibt nen Satz Probleme dabei: Die Kegelrollenlager bauen länger als die Rillenkugellager, also muss irgendwo Platz gemacht werden (klingt einfacher als es ist, weil woher nehmen und nicht stehlen) und zweitens müssen die Lager etwa 15/100 mm vorgespannt werden, damit bei warmem Getriebe noch eine geringe Vorspannung vorhanden ist (Wellen und Gehäuse dehen sich unterschiedlich). Das ist dann auch der Knackpunkt, der Getriebedeckel ist für eine solche Belastung augenscheinlich nicht geeignet.
Daher mein anderer Lösungsansatz zur Lebensdauerverlängerung der Lager, ich verbaue nur noch gekapselte Lager, bislang gabs bei keinem Getriebe, das ich damit ausgerüstet habe, einen Ausfall.
Wank hat da übrigens auch noch einen anderen weg beschritten: Er verbaut statt des 6403 ein Rollenlager, hält erwiesenermassen mehrere 100.000 km.
 
Nä, nicht direkt. Der Aussenring scheint von der Stange zu sein, währende der Innenring offensichtlich eine Eigenanfertigung zu sein scheint. Ruf einfach mal beim Wank an, eine Anfrage von mir, ob das Lager einzeln erhältlich sei, wurde vor einigen Jahren positiv beschieden.
 
Der, eher minimalistischen, Homepage zufolge, macht der Laden einen kompetenten und sympathischen Eindruck!
Auch die "Tuningabteilung" haut nicht so mächtig auf den Putz, sondern glänzt m.E. durch Zurückhaltung )(-:
 
Ja, BOT,

so ist das, die Homepage ist überhaupt nicht aktuell, der Herr Wank ist lieber in der Werkstatt.

@GdG: einfach anrufen und fragen: 08282-7501

Jörg
 
Wank hat da übrigens auch noch einen anderen weg beschritten: Er verbaut statt des 6403 ein Rollenlager, hält erwiesenermassen mehrere 100.000 km.

Gibt's da zufällig 'ne Lagernummer zu?

Nä, nicht direkt. Der Aussenring scheint von der Stange zu sein, währende der Innenring offensichtlich eine Eigenanfertigung zu sein scheint.

Hallo,

ich hab beim Wank ja mehrere Motoren u. Getriebe aufbauen lassen und war dort immer sehr zufrieden! Das Lager ist in den Getrieben auch verbaut worden. Ärger gab es damit nie mehr, auch wenn das Zylinderrollenrlager theoretisch nicht zur Aufnahme von Axialkräften geeignet ist.

Auf der Rechnung steht beim Lager 23NJ305E. Also offenbar ein NJ305. Der Außenring und Dicke sind gleich wie beim 6403, die Innenbohrung ist größer. Soweit ich mich erinnere schrumpft der zur Montage des Lagers eine Buchse auf die Getriebewelle auf :nixw:

Grüße
Marcus
 
Hallo zusammen,

ganz so abwegig war mein Gadanke also nicht. Sollte das Getriebeausgangslager meiner GS tatsächlich hinüber sein, werde ich Hubis oder Wanks Lösung in Betracht ziehen (müssen)!

Dank und Grüße aus dem Taubertal

ecke
 
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