Noch einmal exakt 4 Jahre später:
Das Gespann fährt nun zuverlässig und auch auf längeren Strecken, ich hänge hier mal ein paar Fotos von einer Schottertour an, die ich Ende Mai gefahren bin (Slowenien und Friaul).
Am Ende hab ich viele Jahre Arbeit in das Gespann gesteckt, habe sehr viele Fähigkeiten gelernt und bin sehr zufrieden mit dem Fahrverhalten. Der Kettenantrieb macht sich im Gelände sehr deutlich positiv bemerkbar, allein wegen der viel geringeren ungefederten Masse.
Auch viele neue Schimpfwörter habe ich gelernt, die ich dem Vorbesitzer hinterhergerufen habe (und damit mein ich explizit
nicht den Threadersteller, sondern dem, von dem er das Gespann gekauft hat).
Mir ist bis heute unklar, wie das Gespann gefahren sein konnte, als besondere Punkte seien hier genannt: der Nachlauf (der ein Vorlauf war), die Spritversorgung (die direkt vom SW-Tank über eine Pumpe die Vergaser überflutete) und die Kupplung zwischen Getriebe und Winkeltrieb, die am Rahmen schliff (was auch deutlich unter der frischen Pulverschicht zu erkennen war). Man könnte Romane damit füllen...
Egal, ich hab das irgendwie in den Griff bekommen, statt der Hardyscheibe übernimmt nun eine Kettenkupplung die Drehmomentübertragung, ein modifizierter Druckregler vom Amischlitten übernimmt den Spritdruck und mit Stoßdämpfern vom HU fährt das Gespann perfekt.
Der einzige Wehrmutstropfen: Die Reifen halten keine 5000km, der aktuelle Satz dürfte auf deutlich unter 4000km kommen. Aber irgendwas ist ja immer und Autoreifen wären da wirklich fehl am Platz...
Es gibt noch ein paar Sachen zu tun, der Motor hat derzeit nur 800er Zylinder, der Ölfilter muss extern hin (sonst muss immer der Motor raus) und der Beifahrerhaltebügel muss überarbeitet werden. Und dann noch die tausend Kleinigkeiten, die an so einem Einzelstück immer anfallen.
Eine Bastelbude, aber sie fährt soooooo geil!
