bypassventil

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26. März 2015
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Overath/Esslingen
Hat jemand einen guten Tip wie sich das Bypassventil aus dem Ölfiltergehäuse ausbauen läßt? Die Verschraubung sieht verstemmt aus.
Ich will die Feder prüfen und ggf. ersetzen.
 
Moin HC,

ich hab das vor kurzem auch gemacht. Ich hab auch keinen anderen Weg gesehen als einfach rausdrehen.

Allerdings hab ich mir die Schraube auch noch kaputtgemacht da ich die Größe des Schlitzschraubendrehers falsch eingeschätzt habe in dem dunklen Loch…

Zu groß hatte ich Angst das Gewinde im Block zu zerstören, zu klein hat die (Alu)Schraube gehimmelt…naja, kostet ja nicht viel und Hauptsache das Gewinde bleibt heile.

Frage: wie sichert man danach dann das ganze wieder? Schraubensicherung???

Gruß, Kay
 
Hallo H.C,

wie bist du denn hier weitergekommen? Gibt's ne bessere Lösung als "einfach rausdrehn"?

Und sicherst du die nach Einbau wieder genauso?? Oder reicht Schraubensicherung?

Kommt man ja auch nich eben gut ran an die Stelle...

Ich hatte den Verdacht das meine Feder gebrochen war, das ging so "leicht"...und H.Heusler empfiehlt in seinem Buch ja auch das zu prüfen.
Jedenfalls: meine Feder war doch heile und nu steh ich davor das ganze ohne neue Schäden zu verursachen wieder einzubauen...

Hast du nen Tip dazu?

Gruß, Kay
 
Hab nicht weitergemacht, bzw meine breite Schraubendreherklinge ist dabei abgebrochen. (Immerhin Hazet, kein Baumarktscheiß).
Hab jetzt erstmal meine Hinterradnabe abgedreht und mache da weiter. Während die Zylinder beim Honen sind überlege ich mal wie es weitergeht.
 
Das Teil sieht ja so aus

Ü_ventil.jpg

und der Verschlussstopfen ist mit einem Körnerschlag gesichert.

Um das los zu bekommen, muss der Schraubendreher perfekt passen, dazu gehört nicht nur wie beschrieben die richtige Klingenbreite, sondern auch die richtige Klingenstärke!

Ist die Klinge nicht dick genug, passiert das:

Image3.jpg

Keine möglichst flächige Anlage, sondern nur eine punktuelle. Dort wo ich die Kraft einleite, verformt sich der Kopf und wehrt sich um so mehr gegen das Drehen.
 
Und im Zweifel (vergnaddelt) ein entsprechendes Links-Gewinde reinschneiden und mit einer entsprechenden Gewindestange mit Anlagebund ausschrauben...
Fagt nicht, woher ich das weiß ;)
 
Moin,

ok, danke für die Antworten!...da hab ich ja Glück gehabt das mir nur die Verschlussschraube gebrochen ist. Das ist allerdings durch die Nuten für den Schlitzdreher ein echt dünnes Ding...(nicht so wie ich:gfreu:)

Aber nochmal meine Frage: wie sichert Ihr wennz wieder eingebaut wird?

Gruß, Kay
 
Hallo Kay,

ich hatte gerade den Fall, das die Schraube a. lose und b. 2 Gänge zu weit eingedreht war.

Ich habe eine neue Feder genommen, das Gewinde gereinigt und die Schraube mit Loctite eingesetzt.

Wenn ein Filter drin ist, kann die eigentlich auch nicht raus fallen.

Wichtig ist nur die Menge an Loctite, nicht das es auch die Feder und Kugel verklebt.

Gruß
Patrick
 
Hab nicht weitergemacht, bzw meine breite Schraubendreherklinge ist dabei abgebrochen. (Immerhin Hazet, kein Baumarktscheiß).
Hab jetzt erstmal meine Hinterradnabe abgedreht und mache da weiter. Während die Zylinder beim Honen sind überlege ich mal wie es weitergeht.

Hallo H.C.,

ich könnte mir vorstellen das, so leicht wie meine Verschlusschraube gebrochen ist, es evtl. möglich ist diese gezielt zu zerstören.
Z.B. genügend Druck auf die Stellen wo der Schlitzschraubendreher ansetzt...

Ich kann bei Bedarf noch mal das Bild von meiner Verschlusschraube einstellen (wenn ich die noch finde), da sieht man recht gut wie schnell die dort bricht. Das wird nicht viel mehr als 1mm Alu sein was da bricht.

Dann Gewinde saubermachen und neue Schraube rein.

Gruß, Kay
 
So, das Bypassventil ist draußen. Zu zweit, den losen Block vernünftig auf der Werkbank fixiert, dann den großen Belzer mit Hammer und Schraubenschlüssel traktiert. Ging relativ gut raus, aber schon mit richtig Gewalt. Alleine wäre es jedenfalls deutlich schwieriger gewesen, die Schraube war von 2 Seiten richtig gut verstemmt.
Hat zufällig jemand die freie Länge der Feder parat? Im WHB finde ich nur die Länge der Feder des Überdruckventils. Oder einfach pauschal neu machen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sagt mal....

bedeutet "prüfen" immer erst ausbauen und ggf. was kaputt machen...?(

Ich dachte bisher, dass man nicht mehr macht als einmal vorsichtig auf die Kugel drücken und sehen ob sie frei läuft und gut zurück federt...

Alles andere kommt mir vor wie Instandhaltung bei der Zuckerfabrik..."am Ende der Campagne baut man alles was gut gelaufen ist auseinander um für die nächste fertig zu sein und dann wundert man sich, dass dabei das eine oder andere kaputt geht, und regelmäßig gibt es Anlauf Schwierigkeiten zu Beginn der nächsten Campagne"

Andererseits...ich kann auch schlecht die Flossen von Dingen lassen, die man prüfen kann...;)...aber dieses Ventil lasse ich bis auf den Kugel Drucktest in Ruhe....sonst brummt einem hinterher in der Birne rum...."ob es wohl wieder richtig fest ist??? Ob ich wohl nichts verklemmt habe??...ob ich wohl nicht besser.....etc.etc."

...oder mach ich da was falsch wenn ich es nicht auch ausbaue...verflixt ;)mmmm


Gruß
Volker
 
Hi Volker,

ich glaube der Punkt ist, was machst du wenn du das Gefühl hast das Ding ist nicht ok? Helmut Heusler schreibt in seinem Buch das man beim Neuaufbau seines Motors dieses Ventil überprüfen sollte...es kommt wohl vor das die Feder bricht...

Ich habe das mit einem Schraubenzieher getestet und mir kam das sehr leichtgänging vor. Zu leichtgängig. Mir fehlt hier klar die Erfahrung wie leichtgängig das Dingen sein sollte....also hab ich's aufgemacht, dachte es wäre gebrochen...würde ich mit meinem heutigen Wissen nicht mehr tun, aber watt solls...

Zum Glück ging das bei weitem leichter raus als bei H.C. aber ich hatte schon Schiss das ich mir das Gewinde im Block kaputt mache.

Die Bauteile kosten fast nichts, also wollte ich die dann halt einfach neu machen. Ist ja auch nicht ganz unwichtich das Ventil...

Also. mein persönlicher Rat: drück da mal drauf mitm Schraubi. Wennz sich bewegt (auch leicht :gfreu:) lasset gut sein.

Gruß, Kay
 
...genau so macht man das....

Eine Feder bricht doch nur wenn ihre Lastspiel-Zahl überschritten ist und wie oft soll die denn wohl im Betrieb ansprechen, bzw. angesprochen sein? Das gilt auch für die Ermüdung, Und eine gebrochene Feder hat die Neigung sich ineinander zu drehen, dann ist die Kugel fühlbar locker.

Mehr als eine vorsichtige "Druckprobe" halte ich für überzogen.

Aber wenn man Sorgen streut erreicht man eben Aktionen...so ist das im Leben ;).

Schönen Sonntag
Volker
 
Man hätte natürlich auch einfach eine Druckmessung machen können. Das Ventil soll bei 1,5 bar öffnen. Wenn die Feder gebrochen oder ermüdet ist, wird das Öl nur nicht mehr gefiltert - da gibt es eindeutig schlimmere Sachen.
Aber mit dem Hintergrund, daß der gesamte Kurbeltrieb echt grenzwertig ist was Dreck, Maße und Zustand der Lager angeht, mache ich jetzt alles einmal gründlich. Der Motor soll später viel Leistung und viel Drehzahl bekommen, da will ich sämtlichen Ärger im Vorfeld vermeiden.
Tante Edit sagt noch: wenn man Jörges Aussage zugrunde legt, wird die Sache mit den Betätigungszyklen des Ventiles deutlicher. Jörge, der sich von Berufes wegen mit der Konstruktion von Ölfiltern beschäftigt, sagt, daß in quasi jeden PKW das Öl in kalten Zustand ungefiltert durch den Kreislauf geht weil sonst der Flter kollabiert.
Bei der viel zu großen Fördermenge der BMW-Ölpumpe (ist schließlich aus einem Reihensechser entliehen) arbeitet das Ventil wahrscheinlich ausgesprochen häufig.
Es gibt auch professionelle Motorenspezialisten die dieses Ventil zur Stabilisierung des Öldrucks grundsätzlich verschließen. Ich würde aber sagen die haben den Ölkreislauf grundsätzlich nicht verstanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]
Tante Edit sagt noch: wenn man Jörges Aussage zugrunde legt, wird die Sache mit den Betätigungszyklen des Ventiles deutlicher. Jörge, der sich von Berufes wegen mit der Konstruktion von Ölfiltern beschäftigt, sagt, daß in quasi jeden PKW das Öl in kalten Zustand ungefiltert durch den Kreislauf geht weil sonst der Flter kollabiert.
Bei der viel zu großen Fördermenge der BMW-Ölpumpe (ist schließlich aus einem Reihensechser entliehen) arbeitet das Ventil wahrscheinlich ausgesprochen häufig.
[...]

Hi,
wobei sich das Ventil nach dem Ölfilter befindet, d.h. ggf. den Filter unter bestimmten Umständen dann dennoch verdrückt wird.
*** Korrektur: Aussage falsch, siehe unten ***

Hans
 
Hi,
wobei sich das Ventil nach dem Ölfilter befindet, d.h. ggf. den Filter unter bestimmten Umständen dann dennoch vedrückt wird.

Hans

Da liegst Du falsch.

Das Öl wird von der Pumpe in das Mantelrohr gepumpt (dort ist auch das Bypassventil) und dadurch von außen nach innen durch den Filter gedrückt. Wird der Differenzdruck zu hoch, geht's direkt durch den Bypass.
 
Ich habe einen '94er Block. Da gehört die 16mm rein. Wo hast du die Drücke gefunden? Ich war immer von 1,5bar für alle Baujahre ausgegangen.
 
Moin,

also der Einbau ist ja auch echt ein Gedultsspiel:

Feder leicht einfetten unten (damit die in dem Sackloch sitzen bleibt), ok das geht ja noch.

1. Versuch: Dann mit einem möglichst langen Schraubenzieher (der leicht magnetisch ist) die ebenfalls leicht eingefettete Kugel da dranbugsieren. Mir ist es nicht gelungen die Kugel auf der Feder abzusetzen ohne das der magnetische Schraubenzieher die gleich wieder runtergerissen hat…

2. Versuch: Kugel leicht eingefettet mit dem Schraubenzieher kurz vor die Feder halten, dann mit einem Stab (der nicht magnetisch ist) die Kugel vooorsichtig af der Feder absetzen. So gings.

Auf die Verschlussschraube hab ich dann auch ein wenig Fett aufgetragen, zum einen damit sie besser auf dem Schlitzdreher hält, zum anderen das sie die Kugel notfalls festhalten kann.

Auf das Gewinde hab ich Schraubensicherung aufgetragen. Mit ruhiger Hand ging das ansetzen, Gewinde finden, und vooorsichtige eindrehen (die Schraube ist aus Alu) dann überraschend einfach.

Zur Sicherheit hatte ich mir direkt zwei der Verschlusschrauben besorgt, die ist so weich das sie mir beim Ausbau direkt zerbrochen ist…..

Ich bin jedenfalls froh darum das das wieder zusammen ist (und mein blödes Gewissen nun befriedigt das die Feder ganz neu iss)……das mach ich trotzdem so schnell nicht wieder!:D

Gruß, Kay
 
Ich hab zum Einbau die Feder mit einem Edelstahlschweißdraht in das Loch bugsiert. Dann die Kugel mit Fett an den Stopfen geklebt, Locktite aufs Gewinde und mit einem langen Magneten die ersten 2 Umdrehungen reingedreht. Den Rest mit einem langen Schraubendreher. 2 Minuten Sache ohne Fummelei.
 
Ich hab zum Einbau die Feder mit einem Edelstahlschweißdraht in das Loch bugsiert. Dann die Kugel mit Fett an den Stopfen geklebt, Locktite aufs Gewinde und mit einem langen Magneten die ersten 2 Umdrehungen reingedreht. Den Rest mit einem langen Schraubendreher. 2 Minuten Sache ohne Fummelei.

Moin H.C.,

das mit dem Draht ist gut! Den langen Magneten zum Einsetzen den hätt ich auch gerne gehabt....:D...gedauert hatts bei mir wohl gut 20min, aber ich lass mir bei so Sachen (vor allem wennz das erste Mal ist) immer viel Zeit.

Am längste hat allerdings gedauert diese sch*#ß Kugel wiederzufinden nachdem sie mir runtergefallen war :pfeif:

Naja, Hauptsache wir Hamm das hinter uns!

...und ich bin ja mal seeehr gespannt auf deinen Motor, nachdem was ich davon gehört habe...:D

Besten Gruß,

Kay
 
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