Diodenplatte überhitzt

War die Diodenplatte wirklich neu? Oder lediglich gebraucht neu erworben?
Woher kam die neue Diodenplatte?
War die Batterie während Deiner Elektro-Arbeiten abgeklemmt? (!!!)
Ein kurzer Kontakt an der falschen Stelle der Diodenplatte mit Masse / Motorgeäuse genügt --》 Kurzschluss und die neue Platte ist erneut reif für die Tonne.

VG
Guido
 
Hallo,
ein gestrige Unwetter hat leider in Krefeld gewütet, weshalb ich die Prioritäten auf die Beseitigung von Sturmschäden ändern muss. Ich melde mich später wieder.
LG Olaf
 
Hallo Zusammen,
Nachdem die Sturmschäden behoben worden sind, konnte ich auch an der RT schrauben:
Wahrscheinliche Ursache:
Das D+ Kabel war 2x stark gequetscht und hatte wahrscheinlich temporär keinen Durchgang:Kabel D Plus gequetscht.jpg

Wie bin ich auf diese Ursache gekommen:
Die Diodenplatte habe ich gemäß der Anleitung in der Datenbank gecheckt (eine super Anleitung!!!)
In einigen anderen Beiträge habe ich gelesen, das eine fehlerhafte Kabelverbindung vom Regler nach unten in den Limabereich dazu führen kann, dass die Spannung übernormal hoch wird. Das war bei mir aus meiner Sicht der Fall, bevor die Anlage vollständig ausfiel. Allerdings habe ich einen Widerstand der Kabelverbindungen von nur 0,3 Ohm gemessen. Die Kräfte zum Montieren der Stecker waren auch subjektiv bewertet hoch genug (also kein "rumlullern der Stecker). Korrosion war auch nicht vorhanden.
Der Check der Kabel hatte dann gezeigt, das ich beim Anschrauben der Diodenplatte wahrscheinlicht das Kabel gequetscht hatte. Es hatte zwar Durchgang, aber es könnte vielleicht auch einen Wackekontakt gehabt haben. Das konnte ich aber leider nicht erfolgreich simulieren.
Das Ersetzen des Kabel hat aber zu einer IO Funktion geführt, weshalb ich annehme, das dies die wahrscheinliche Ursache gewesen ist.
Das Kabel habe ich als "ganzes" ersetzt, d.h. ich habe den Stecker entfernt, am Ende des alten Kabel das neue Kabel angelötet und dann durch den Schlauch gezogen. Dann ein neuer Stecker angecrimpt und verlötet und das war es :).
Vielen Dank an Alle für euren Input.
Beste Grüße
Olaf
 
Ich hoffe ich darf mich hier (vorerst) noch ein letztes Mal einklinken :)

Das Fehlerbild (Ladekontrollleuchte leuchtet auch nach Abziehen des Schlüssels weiter) habe ich ja im anderen Thread schon beschrieben.

So sieht die alte Diodenplatte aus, eine neue habe ich bereits bestellt.

Nun muss ich zu meiner Schande (deswegen möglicherweise dieser Schaden) eingestehen, dass die Platte nur eine schlechte Masse (aufgrund nicht entfernter Pulverbeschichtung) bekommen hat, wäre aufgrund des Alters aber vermutlich eh Reif für den Austausch.

Deswegen die Fragen (damit die neue länger hält):

1. Braucht es keine Silentblöcke/Gummis bzw wären diese nicht vorteilhafter aufgrund Vibrationen?

2. Für einen ordentlichen Masseschluss sollte es ausreichen, alle Berührungspunkte/Gewinde des Kettenkastendeckels vom Pulver zu säubern, oder?

3. Gibt es sonst Vermutungen warum die Platte "so" aussieht?

Vielen Dank euch!

17821450203791065113466467785195.jpg
 
1. Braucht es keine Silentblöcke/Gummis bzw wären diese nicht vorteilhafter aufgrund Vibrationen?
Habe meine Blöcke seit über 40.000 km entfernt und direkt verschraubt: Kein Problem

2. Für einen ordentlichen Masseschluss sollte es ausreichen, alle Berührungspunkte/Gewinde des Kettenkastendeckels vom Pulver zu säubern, oder?
Jupp, genau

3. Gibt es sonst Vermutungen warum die Platte "so" aussieht?
Das war vermutlich nicht die schlechte Masseverbindung, sondern da ist an der Lötstelle vermutlich die Lötstelle gebrochen, dann sehr erwärmt und damit die Diode gehimmelt. Passt auch zur leuchtenden LKL, denn es ist eine Plus-Diode, die defekt ist.

Hans
 
Diodenplatte ist mittlerweile ausgetauscht worden, oben genanntes Problem behoben.

Jetzt gibts aber leider ein neues :( : Die Batterie wird trotzdem nicht geladen :/
Multimeter sagt bei Motorlauf: ca. 11,7 Volt

Die tolle "Checkliste" bzw. Anleitung zum Vorgehen bei Elektrikproblemen habe ich gefunden und bereits teilweise abgearbeitet:

1. Rotor wurde ersetzt (war am leichtesten zu messen), Widerstand zwischen den Schleifringen war zu hoch, neuer Rotor passt (vom Widerstand)
2. Wieder zusammengebaut, Lichtmaschine liefert aber (unabhängig davon, ob warmgefahren oder nicht) bei ca. 3500 Umdrehungen max. 12,6 Volt, also deutlich zu wenig
3. Regler dürfte (!) eigentlich nichts haben, ist im Zuge der Restauration komplett neu gekommen.
4. Diodenplatte wie gesagt neu.
5. Alle in Frage kommenden Kabel sind in Ordnung, da komplett neu.

6. Bleibt fast nur noch der Stator (Bilder anbei) oder doch Regler?
Gibt es eine Bezugsquelle (Siebenrock ist mir bekannt aber teuer), nur die Wicklung zu beziehen (Statordeckel ist in Ordnung)?
Stator ist nach Typenschild von Bosch ein 0120340005 - 14V 20A

Oh fast noch vergessen: U, V, W wurden nach Anleitung durchgemessen, passt soweit aber auch.

Dann doch mal Regler "auf Verdacht" tauschen bzw. vorher Kabel brücken und messen?

Danke und viele Grüße,
Jonas

20260628_131949.jpg 20260628_145153.jpg 20260628_131927.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
zieh mal den Regler ab und brücke den blauen und schwarzen Anschluss. Motor starten und vorsichtig über die 3.500 1/min drehen: Geht nun die Spannung deutlich höher, den Regler mal testweise mit einem anderen tauschen.

Wenn der Tausch das gleich Bild gibt: Mal den Weg von der Diodenplatte zum Anlasser prüfen, d.h. schauen, ob dort alle Kabel und Anschlusskontakte vernünftig aussehen. Dein Meßwert zeigt, dass es vermutlich irgendwo einen Übergangswiderstand gebildet hat. Der Stator hat mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts, denn dann würden die Messwerte deutlich schlechter aussehen.

Hans
 
Dioden gehen meist durch Überspannung kaputt, die wiederum durch Wackelkontakte verursacht werden kann. ...
Das musst du mir mal physikalisch erklären.
Wackelkontakt = temporär Widerstand erhöht oder gar unendlich.
Daraus resultiert ein geringerer Strom nach dem Ohmschen Gesetz.
Wie soll da jetzt aber eine höhere Spannung verursacht werden?
 
Das musst du mir mal physikalisch erklären.
Wackelkontakt = temporär Widerstand erhöht oder gar unendlich.
Daraus resultiert ein geringerer Strom nach dem Ohmschen Gesetz.
Wie soll da jetzt aber eine höhere Spannung verursacht werden?
Wahrscheinlich kann Hans @hg_filder oder @dl6dx das besser, aber ich versuche es gern. Durch harte Schaltvorgänge wird der sinusförmige Verlauf, aus dem sich der Effektivwert der Wechselspannung berechnet, gestört. Je kürzer die Unterbrechungen, desto breiter ist das Spektrum der Frequenzstörung und desto größer die Verbreiterung des Effektivwerts der Spannung. Deshalb sind viele Schalter von Wechselspannungsgeräten mit Entstörelementen ausgestattet. Bricht die Lötstelle einer Diode beginnt dann zu schwingen, kann das ganz viele kurzfristige Schaltvorgänge verursachen, die dem beschriebenen Mechanismus folgen und die Diode zerstören.
 
Wahrscheinlich kann Hans @hg_filder oder @dl6dx das besser, aber ich versuche es gern. Durch harte Schaltvorgänge wird der sinusförmige Verlauf, aus dem sich der Effektivwert der Wechselspannung berechnet, gestört. Je kürzer die Unterbrechungen, desto breiter ist das Spektrum der Frequenzstörung und desto größer die Verbreiterung des Effektivwerts der Spannung. Deshalb sind viele Schalter von Wechselspannungsgeräten mit Entstörelementen ausgestattet. Bricht die Lötstelle einer Diode beginnt dann zu schwingen, kann das ganz viele kurzfristige Schaltvorgänge verursachen, die dem beschriebenen Mechanismus folgen und die Diode zerstören.
Mit einer Quellenangabe könnte man überprüfen, ob das in diesem Falle zutreffend sein könnte.
 
Zurück
Oben Unten