Danke für den Link. Die Art und Weise eine (valide) Frage abzubügeln, ist dort aber schon heftig (ich hoffe, so selber nicht auzutreten).
Nein, tust Du nicht.
Und zu dem Stil in diesem Hondaforum habe ich mich ja schon oben geäußert.
Ich kann mir ja viel vorstellen, auch dass sich ein Kondensator bildet: Aber auf dem gleichen Weg sowohl Hin- als auch Rückweg??
Doch, das geht. Nennt sich elektromagnetischer Schwingkreis; entsteht, wenn man eine Kapazität (Kondensator) mit einer Induktivität (Spule) verschaltet. Die im System steckende Energie "schwappt" in Form von Stromfluss so lange zwischen dem elektrischen Feld des Kondensators und dem magnetischen Feld der Spule hin- und her bis sie sich im elektrischen Lichtbogen der Zündkerze "verbraucht" hat. Das kann man sehr schön im Zündoszillogramm einer kontaktgesteuerten Batteriezündanlage (z.B. BMW 2V's bis Herbst 80) sehen; die Phase nennt sich Ausschwingvorgang. Der zum Unterbrecherkontakt parallel geschaltete Kondensator bildet mit der Primärwicklung den Schwingkreis.
Interessant finde ich, dass eine CDI-Zündung keine Spulenzündung wäre und nicht vergleichbar ist. Ich kenne eigentlich keine Zündig, welche keine Spule zur Hochtransfromation der Spannung hat. Egal, ob Kontaktzündung, Transistorzündung, elektronische Zündung, CDI ...
Ich spreche nicht von einer Magnetzündung
Also, erstmal: Alle Zündsysteme benötigen das Zusammenwirken einer Primärwicklung mit rel. wenig Windungen mit einer Sekundärwicklung mit rel. vielen Windungen zur transformatorischen Erzeugung der für das Zünden des elektrischen Lichtbogens notwendigen Hochspannung. Das gilt auch für Magnetzündungen, die allerdings bei vielen ihrer Spielarten diese Zündspule(n) so integriert, dass man diese nicht als Bauteil(e) wahrnimmt. Daher vielleicht der Irrtum.
CDI (Capacitor-Discharge-Ignition) ist nichts anderes als die englische z.B. bei den japanischen Herstellern gebräuchliche Abkürzung für die funktionsprinzipgleiche MHKZ (Magnet-Hochspannungs-Kondensator-Zündung) von z.B. Bosch. Beide sind also Magnetzündanlagen und damit unabhängig vom übrigen Bordnetz, haben einen Kondensator zur Speicherung der Zündenergie, eine Thyristor zur Steuerung der Kondensatorentladung im Zündzeitpunkt und eine Zündspule ausschließlich zur Hochspannungserzeugung. Letztere drei sind i.d.R. zur sg. CDI-Einheit in einem Gehäuse verschmolzen.
Hier ist also die Zündernergiespeicherung (Kondensator) und Hochspannungserzeugung (Zündspule) auf zwei Baugruppen verteilt; Oberbegriff: Kondensatorzündanlagen
Lastet die Energiespeicherung UND Hochspannungserzeugung nur auf dem Bauteil Zündspule wie bei unseren BMW's nennt man das Spulenzündung.
Also: Zündanlagen werden benannt nach ...
a) der "Energiequelle": Batterie- vs. Magnetzündungen
b) der Art der Energiespeicherung: Spulen- vs. Kondensatorzündungen
Dazu kommt bzw. kam noch der Unterschied kontakt- vs. kontaktlos, also elektronisch gesteuert.
ABER: Alle haben Zündspulen, was sich in deren Bezeichnung aber nicht niederschlägt; daher die immer wieder zu beobachtende Verwirrung.
Jetzt kann man natürlich schön kombinieren. Und das wurde im Laufe der KFZ-Geschichte ja auch fleißig gemacht. Beispiele:
Die Rollenboxer haben eine
kontaktgesteuerte Magnet-Spulen-Zündung,
deren Nachfolger zunächst eine
kontaktgesteuerte, ab Mj. 81 eine
kontaktlose Batterie-Spulenzündung mit Hallgeber als Kontaktersatz.
Standard aus Japan ist die CDI, also eine
kontaktlose Magnet-Kondensator-Zündung. Es gab von dort aber auch - selten -
Batterie-Kondensator-Zündanlagen, also nicht MHKZ, sondern BHKZ. Letztere ein absolutes Unikum, weil nicht wie bei allen anderen Anlagen beim Abschalten des Primärstroms, sondern bei seinem Einschalten der Lichtbogen an der Zündkerze entsteht.
Ergiebiges Thema .....
Werner
